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Pastorin Anke Andersson vor dem Eingang zum Kirchengelände.

10.03.2017

Sechs Monate hat die Kirchengemeinde Hohn mit Vertretungsdiensten und Vakanzpastor Dr. Berg überbrückt, nun hat das Warten ein Ende: Die Pfarrstelle ist wieder besetzt. Mit Anke Andersson ist erstmalig eine Frau für die Gemeinde verantwortlich, die volle Stelle war bisher immer von einem Mann besetzt, zuletzt 23 Jahre von Pastor Andreas Wegenhorst. Vorbehalte habe sie aber bisher keine zu spüren bekommen, sagt Andersson: „Ich bin hier von allen sehr warmherzig aufgenommen worden, es hat sich von Anfang an richtig angefühlt, hier zu sein“. 

Da ist sie seit dem 1.3., ihren offiziellen Einführungsgottesdienst feiert die Gemeinde gemeinsam mit Propst Funck am Sonntag, dem 12.3., um 15 Uhr. Die 44-jährige Theologin ist geborene Kielerin, hat ihr Vikariat in Nordhackstedt (Kirchenkreis Schleswig-Flensburg) absolviert und anschließend 12 Jahre in Fruerlund, einem Stadtteil von Flensburg, gearbeitet: „Das war meine erste Pfarrstelle, erst als Pastorin zur Anstellung und danach bin ich einfach geblieben“. Genau das sei auch der Grund, warum sie sich neu orientiert habe: „Ich wollte endlich raus aus dem Anfängerstatus, denn den behält man gefühlt auf der ersten Pfarrstelle“.

Regional betrachtet also ein echtes Nordlicht. Wer allerdings versucht, die 1,93 Meter große neue Pastorin mit dem rot-braunen Kurzhaarschnitt in norddeutsche Klischees zu packen, der muss kläglich scheitern: Andersson lacht viel, legt eine gute Portion Selbstironie in ihre Worte und vermittelt Im Gespräch schnell das Gefühl, willkommen und vertraut zu sein. Sie wollte wieder näher nach Kiel verrät sie und grinst: „Ja, von Hohn nach Kiel scheint hier vielen ein weiter Weg zu sein – von Flensburg betrachtet bin ich jetzt aber wieder um die Ecke“. Mit Hohn hat sie sich eine klassische ländliche Gemeinde ausgesucht und freut sich über die kurzen Wege: „Endlich alles so nah beieinander, das ist großartig! Zuletzt habe ich oft lange Wege für Amtshandlungen wie Beerdigungen gehabt – hier kann ich alles zu Fuß oder mit dem Rad machen, wenn ich will“.

In den nächsten Monaten will sie erst mal vieles auf sich zukommen lassen: „Jetzt ist erstmal Zeit, sich die Strukturen anzuschauen, zu hören, was die Gemeinde bewegt, vielleicht manches auch zu hinterfragen, weil man einen anderen Blick hat, wenn man von außen kommt“. Ihre erste Herausforderung steht schon fest: Die Kirchengemeinde hatte die Kirchengemeinderatswahlen verschoben, weil die Pfarrstelle nicht besetzt war. Im Mai wird nun gewählt in Hohn, Pastorin Andersson freut sich darüber: „Solche Wahlen bedeuten immer Wandel und jetzt kann sich das alles gemeinsam mit mir bewegen, das bietet viele Chancen“. Außerdem steht bald eine Fortbildung an, erklärt sie: „Friedhof ist ein völlig neues Thema für mich, ich hatte bisher keinen“. Wichtig sei ihr aber, dass man gemeinsam weinen, aber auch miteinander lachen könne: „Ich will die frohe Botschaft verkünden, auch in schweren Zeiten“. Das kann und wird sie künftig in Hohn.

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