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Land und Stadt, Kanal und Ostsee: der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde

37 Kirchengemeinden, ca. 126 000 Gemeindeglieder, zwei Pröpste, circa 90 Pastorinnen und Pastoren, ca. 1500 Mitarbeitende, unzählige Ehrenamtliche, 68 Kirchen und Kapellen und 33 Kindertagesstätten: Das ist der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde. Er ist am 1. Mai 2009 durch die Fusion der Kirchenkreise Rendsburg und Eckernförde sowie der Kirchengemeinde Owschlag entstanden. Der Kirchenkreis ist Teil der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche). Seine Rechtsgrundlagen, wie die Satzung und die Finanzsatzung, sind online nachzulesen unter www.kirchenrecht-nordkirche.de

Größe
Das Gebiet des Kirchenkreises umfasst den Großteil der Gemeinden des Kreises Rendsburg-Eckernförde sowie die Gemeinden Wacken und Schenefeld des Kreises Steinburg. Die Fläche wird im Norden von der Schleimündung und bis zur Stadtgrenze Kiel von der Ostseeküste begrenzt, sie reicht bis in den Kreis Steinburg hinein. Der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde ist ein überwiegend ländlich strukturierter Kirchenkreis mit städtischer Ausprägung in Eckernförde, Rendsburg und den Randgebieten von Kiel (Altenholz, Schilksee).

Propsteien Rendsburg und Eckernförde
Zur Propstei Eckernförde gehören die Kirchengemeinden Altenholz, Borby, Borby-Land, Bünsdorf, Dänischenhagen, St. Nicolai Eckernförde, Fockbek, Gettorf, Hamdorf, Hohn, Hütten, Karby, Kosel, Krusendorf, Osdorf-Felm-Lindhöft, Owschlag, Rieseby, Schilksee-Strande, Sehestedt, Sieseby und Waabs.
Die Propstei Rendsburg wird gebildet aus den Kirchengemeinden Aukrug, Bovenau, Büdelsdorf, Hademarschen, Hohenwestedt, Jevenstedt, Nortorf, Osterrönfeld, Christkirchengemeinde Rendsburg-Neuwerk, St. Jürgen Rendsburg, St. Marien Rendsburg, Schacht-Audorf, Schenefeld, Todenbüttel, Wacken und Westerrönfeld.

Menschen
Bodenständig aber auch weltoffen sind die Menschen im Kirchenkreis. Kanal, Schlei und Ostsee locken viele Touristen in die landschaftlich attraktive Region. Im Eckernförder Raum gibt es wenige Bauerndörfer, dafür umso mehr zumeist von adligen Familien geführte Gutshöfe. Im Hafen liegen Traditionssegler und laden zur Mitfahrt ein. In einer Räucherei werden noch die „Kieler Sprotten“ hergestellt.
In Rendsburg hinterließen dänische Könige ihre Spuren im Stadtbild. Auch die Christkirche ist in dieser Zeit entstanden. Jetzt schippert die ganze Welt auf dem Wasserweg durch die Stadt und die Region - sozusagen am heimischen Frühstückstisch vorbei. Im Gepäck: die aktuellen Themen der Welt von der Klimaerwärmung bis hin zur Globalisierung.
Über den Tellerrand schauen gehört für die Menschen dazu. Das wird auch in den ökumenischen Partnerschaften deutlich. Tansania, Estland und Kenia sind Beispiele dafür.

Kirchen
Eine der ersten Taufkirchen in Schleswig-Holstein steht in Schenefeld. In Hanerau-Hademarschen haben Archäologen eine mehr als 1000 Jahre alte Holzkirche wieder entdeckt. Die Hauptkirchen sind St. Marien in Rendsburg und St. Nicolai in Eckernförde. Außerdem gibt es viele Kunstschätze: Zum Beispiel den berühmten Gudewerdt-Altar in St. Nicolai in Eckernförde oder den Marienaltar in der St.-Jürgen-Kirche in Gettorf.

Einrichtungen
Zum Kirchenkreis gehören 37 Kirchengemeinden mit rund 126 000 Kirchengemeindegliedern (Stand 2015). Die einzelnen Kirchengemeinden sind Träger verschiedener Einrichtungen, wie Kindertagesstätten, Diakonievereine oder Friedhöfe.

Außerdem gehören zum Kirchenkreis das Diakonische Werk des Kirchenkreises Rendsburg Eckernförde gGmbH, das kirchliche Verwaltungszentrum und das Zentrum für Kirchliche Dienste (ZeKiD). Für die Krankenhausseelsorge in Rendsburg, Damp und Eckernförde sind Kirchenkreispfarrstellen eingerichtet - ebenso für die Kur- und Urlauberseelsorge in Damp, für Religionsunterricht und Schulseelsorge an der Eckernförder Berufsschule, für Personalentwicklung und für Vertretungsdienste.

Aufgaben
Nach der Verfassung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) ist der Kirchenkreis eine eigenständige Einheit kirchlichen Lebens. In ihm sind die Kirchengemeinden seines Bereiches zusammengeschlossen. Er ordnet und verwaltet seine Angelegenheiten im Rahmen des geltenden Rechts in eigener Verantwortung.

Der Kirchenkreis

  • nimmt Aufgaben wahr, die den örtlichen Bereich der Kirchengemeinden überschreiten;

  • unterstützt und ergänzt die kirchliche Arbeit in den Kirchengemeinden;

  • fördert das Zusammenwirken der Arbeitsbereiche und sorgt für einen Ausgleich der Kräfte und Lasten;

  • ist Aufsichts- und Verwaltungsbezirk der Nordkirche;

Das Leben des Kirchenkreises wird durch die Kirchenkreissynode, den Kirchenkreisrat und die Pröpste in gemeinsamer Verantwortung gefördert und geordnet.

Historie

Fusion
Am 1. Mai 2009 sind die Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreise Rendsburg und Eckernförde mit der Kirchengemeinde Owschlag (früher Kirchenkreis Schleswig) zum Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde fusioniert. 37 Gemeinden gehören dem Kirchenkreis an.

Geschichte des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Rendsburg
Am 3. Februar 1570 wurde Volquard Jonas, Kirchherr von St. Marien, als erster Propst in Rendsburg eingesetzt. Das ist das Gründungsdatum der Propstei Rendsburg, die damit aus der Propstei Münsterdorf ausschied. 1977 wurde aus der Propstei der Kirchenkreis Rendsburg.

Geschichte des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Eckernförde
Der Kirchenkreis Eckernförde wurde 1879 als „Propstei Hütten“ ins Leben gerufen, nachdem im Jahre 1878 durch königliche Order der Landkreis Eckernförde entstanden war. 1955 erfolgte die Umbenennung in die „Propstei Eckernförde“, 1976 die Umbenennung in „Kirchenkreis Eckernförde“. Bereits seit 1902 ist Eckernförde Dienstsitz des Propstes - auch weiterhin im neuen Kirchenkreis. Mehr Informationen zum historischen Altkreis Eckernförde finden Sie hier.

 

 

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