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26.11.09

Synode beschließt Haushalt für 2010

Mit sinkenden Kirchensteuerzuweisungen mussten sich am Mittwoch, 25. November, die Synodalen des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde im Rendsburger Christophorushaus im Rahmen ihrer Tagung auseinandersetzen.

Für 2010 erwartet der Kirchenkreis 10,4 Millionen Euro Kirchensteuerzuweisungen. 2009 waren es noch 14,3 Millionen Euro. Um die zurückgehenden Einnahmen einigermaßen erträglich abzufedern, stimmten die 88 anwesenden Synodalen einer Rücklagenentnahme von 1,7 Millionen Euro zu und nahmen den Haushaltsplan für 2010 einstimmig an. Die Kirchengemeinden erhalten somit etwa 30 Prozent weniger als im Vorjahr, der Kirchenkreis etwa 35 Prozent weniger.

Diese schlechten Prognosen hätten im Kirchenkreisvorstand „zunächst so etwas wie einen Schock ausgelöst“, sagte Propst Kai Reimer. Zum Beispiel wurde im Finanzauschuss diskutiert, alle Pfarr- und Mitarbeiterstellen mit einem sogenannten kw-Vermerk zu versehen. Das hätte bedeutet, dass alle frei werdenden Stellen nicht wieder besetzt worden wären. „Es wurde jedoch schnell klar, dass wir auf diese Weise nicht nur die Arbeitsfähigkeit in unseren Gemeinden und Einrichtungen gefährden würden, sondern sich im Ergebnis auch eine völlig zufällige und darum ungerechte Lastenverteilung einstellen würde“, berichtete Reimer. Erste Schritte, wie mit den sinkenden Einnahmen umgegangen werden könnte, wird der Kirchenkreisvorstand nun erarbeiten. Mögliche Beschlussvorschläge werden frühestens in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres vorgelegt werden können, sagte Reimer und mahnte zur Besonnenheit. Zunächst sind Arbeitsgruppen gebildet worden, sich mit den Themen Pfarrstellenplan, Kirchliches Verwaltungszentrum, Zentrum für Kirchliche Dienste und Entlastungsmöglichkeiten für die Kirchengemeinden zu beschäftigen. Zum Beispiel wird überlegt, ein Kindertagesstättenwerk zu gründen, einen Verbund von evangelischen Kindertagesstätten im Kirchenkreisgebiet. Ein Zusammenschluss wird auch für die Friedhofsverwaltungen überlegt, und zwar die Bildung von regionalen Friedhofsverbänden. Außerdem versucht die Arbeitsgruppe Pfarrstellenplan pastorale Aufgaben aufzuschlüsseln in zentrale, unverzichtbare, wünschenswerte und verzichtbare Tätigkeiten. Ähnliches gilt für das Kirchliche Verwaltungszentrum. Dort sollen ebenfalls Prioritäten für die Arbeit basierend auf dem Leistungskatalog des Kirchenkreisverwaltungsgesetztes definiert werden. Die Verwaltung hat mit dieser Arbeit bereits begonnen. Da die Haushaltsberatungen in den Kirchengemeinden noch ganz am Anfang stehen würden, könne man noch nicht sagen, welche Folgen die sinkenden Finanzen dort  mit sich bringen würden, berichtete Reimer. „Wir hoffen natürlich, dass die zwei oder drei sehr guten zurückliegenden Jahre sowohl Einsparpotential in den Haushaltsansätzen des Vorjahres mit sich bringen als auch die Möglichkeit, aus eigenen Rücklagen eine Deckungslücke zu schließen.“ Dennoch müsse man sich auch auf der Ebene der Kirchengemeinden Gedanken darüber machen, wie man mit dauerhaft niedrigeren Kirchensteuereinnahmen umgehen werde.

Was noch während der Synode geschah:
Wahlen: In den Finanzausschuss wurde Johannes Erichsen gewählt. Außerdem wurden die Mitglieder des Ökumeneausschusses festgelegt. Zu der Gruppe gehören: Jörg Ostermann-Ohno, Dorothea Heiland, Renate Ahlmann, Brigitte Voß, Michael Willmer, Hannelore Schmidt, Okke Breckling-Jensen, Guido Schmidt, Rainer Karstens und Hanni Delfs.  In den Nominierungsausschuss wurde Almut Witt gewählt.