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Pastor Björn Ströh (Mitte), Propst Sönke Funck (dritter von rechts) und der Gettorfer Kirchengemeinderat. Fotos: Birte Boysen

Pastor Björn Ströh (links) und Propst Sönke Funck.

Pastor Björn Ströh in seinem Einführungsgottesdienst.

28.09.2020

Gettorf – Zwei Tage vor seiner geplanten Einführung ist auf einmal alles anders. Am 15. März stand die feierliche Einführung des neuen Gettorfer Pastors Björn Ströh an – im Gottesdienst in der Kirche St. Jürgen. Aber am 13. März wurden kreisweit alle Gottesdienste untersagt. Eine ganz neue Erfahrung für den Kirchenkreis, die Kirchengemeinden und natürlich auch für Björn Ströh, der erst jetzt mit gut einem halben Jahr Verspätung von Propst Sönke Funck in sein Amt eingeführt werden konnte. Ströh nutzte seine Predigt dabei auch zu einem Rückblick, denn „Corona hat alles verändert“.

Ihm seien zwei Dinge aufgefallen: Zum einen könne man das bewährte „Schema F“ wirklich vermissen, zum anderen habe es aber auch die Gelegenheit gegeben zu schauen, wie die Kirche Menschen erreiche – und wer erreicht werde. „Wir haben darum gerungen, einen gemeinsamen Weg zu finden und dabei immer abgewogen zwischen Wagen und Schützen“, fasste Ströh zusammen. So gab es in Gettorf Videogottesdienste, ein Sorgentelefon, Briefe in die Häuser, Andachten im Internet, Freiluftgottesdienste und vieles mehr.

Wichtig sei gewesen, dass viele Menschen dazu den Beitrag geleistet hätten. Denn natürlich sei die Kirche als Gebäude, als Raum, als „Bilderbuch des Evangeliums“ wichtig für die Gemeinde. Aber es komme insbesondere auf die „lebendigen Steine“ an, die die Gemeinde aufbauen, zitierte Ströh aus seinem Predigttext, der im ersten Brief des Petrus steht. Die Kirchengemeinde werde vor allem lebendig durch die Mitglieder, die ihre jeweils Begabungen und Talente mitbringen. Gemeinsam würden sie das Haus der Gemeinde ergeben.

Als Pastor übernehme er eine besondere Verantwortung, sagte Ströh und er möchte seine „Freuden und Begabungen“ einbringen. Dabei bleibe aber auch er letztlich nur ein lebendiger Stein in dem Gemäuer der Kirchengemeinde. Das Fundament, der „kostbare Grundstein“, das sei Jesus Christus, so Ströh. An ihn müssten sich Christen und die Kirche halten. Dann werde sich vielleicht einiges wandeln, aber die Kirche werde nicht zugrunde gehen. „Darauf vertraue ich vor allen anderen Dingen“, so Ströh.

Propst Sönke Funck ging in seiner Ansprache auf Gottes Heilsversprechen aber auch auf die Rolle des Pastors ein. „Der Herr lässt sein Heil verkündigen; vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar“, zitierte er die Tageslosung des Sonntags aus Psalm 98. „Gottes Gerechtigkeit offenbaren, das macht unser Gott schon selbst und hat es getan in seinem Sohn Jesus Christus – das dürfen wir getrost auch ihm überlassen“, sagte Funck. Allerdings müsse es jemanden geben, der das Heil verkündige. „Das geschieht nicht nur von Gott, nicht von allein, dazu braucht auch es uns, die Christinnen und Christen, im allgemeinen Priestertum aller Getauften, wie es Martin Luther gesagt hat.“

Pastorinnen und Pastoren seien dabei mit dem besonderen Dienst der öffentlichen Verkündigung beauftragt und in ihr Amt eingeführt. Ihm sei diese Einführung besonders wichtig, auch wenn sie aufgrund der äußeren Begleitumstände so viel später als geplant stattfinden könne. Ein Vorteil habe das gleichwohl: Vorstellen müsse er der Gemeinde den neuen Pastor kaum, sagte Funck. Funck beschrieb Björn Ströh als Pastor an der Basis und für die Basis. Er sei nahe bei den Menschen „genau und empathisch zuhörend, ein Begleiter und Seelsorger“ und arbeite als Pastor „für unsere ganze Kirche in der Gemeinde vor Ort. Klug, aufgeschlossen, mit Ideen und Visionen.“

Björn Ströh selbst war nach dem Tag der offiziellen Einführung dankbar: „Es war ein sehr schöner Gottesdienst mit vielen Beteiligten trotz der begrenzten Teilnehmerzahl.“ Beim Punkt5 Gottesdienst unter dem Sonnensegel am späten Nachmittag wurde ihm dann noch von mehreren Gemeindegliedern ein Segen zugesprochen.

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