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06.07.2018

Nortorf – Bei Sabrina und Merten Biehl steht derzeit viel Neues an. Die beiden sind gerade mit ihrem Vikariat fertig und haben in der Kirchengemeinde Nortorf ihre erste Stelle als Pastorin bzw. Pastor angetreten. Dafür mussten sie umziehen. Beide leisten nun ihren dreijährigen Probedienst, nach dessen Ende zum Pastor oder zur Pastorin auf Lebenszeit ernannt werden können. Am Sonntag, 8. Juli, um 14 Uhr werden sie im Gottesdienst in der St. Martin Kirche von der Gemeinde und von Propst Matthias Krüger begrüßt. Mit dabei ist dann auch ihre Tochter. Sie wurde nach dem Umzug nach Nortorf geboren und stellt den vielleicht größten Einschnitt im Leben des Pastorenehepaars Biehl dar. Mit den Neuerungen kommen beide gut klar. Die Gemeinde mache es ihnen leicht, sagen sie. 

„So herzlich wie hier bin ich noch nirgendwo aufgenommen worden“, sagt Sabrina Biehl und ihr Mann ergänzt: „Für uns ist es wichtig gewesen, dass uns der Propst, der Kirchengemeinderat und die Kolleginnen und Kollegen mit offenen Armen empfangen haben.“ Durch die besondere Situation, dass sie zwar mit einer ganzen Stelle kommen, diese aber erst nur halb ausfüllen können, weil Sabrina Biehl im Mutterschutz ist, sei dies nicht selbstverständlich gewesen, meint sie. In Nortorf sei das kein Thema. Alle Pastorinnen und Pastoren vertreten die derzeit fehlenden 50 Prozent der vollen Pfarrstelle, die die beiden besetzen, derzeit gemeinsam. 

„Bei uns gibt es eine Vielfalt in der Pastorenschaft, das sehen wir als Chance gesehen“, sagt Merten Biehl zum Pfarrteam seiner neuen Gemeinde. Er selbst werde dabei als Berufsanfänger im Pfarramt von Anfang an auf Augenhöhe wahrgenommen und akzeptiert. Aufgewachsen ist der 35-Jährige in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Er wollte als Lehrerkind selbst an die Schule und begann, Theologie auf Lehramt zu studieren. Das fesselte ihn, was keinem anderen Fach gelang. So entschied er sich, nachdem er den Beruf des Pastors besser kennenlernen konnte, ganz für die Theologie. „Ich habe eine große Kraft, die mich trägt in meinem Glauben“, sagt er. „Wenn ich jemanden helfen kann und Trost spenden, dann habe ich das erreicht, was ich erreichen kann.“ Sein Vikariat absolvierte er in Handewitt bei Flensburg. Im Verlauf der Ausbildung lernte er seine Frau kennen, die er im vergangenen November heiratete. 

Sabrina Biehl stammt aus Hamburg, wo sie in der Oberstufe die Jugendarbeit der Kirchengemeinde vor Ort kennen lernte und dort viele tolle Erlebnisse hatte. „Wir hatten einen Pastor, dem es gelang, den Glauben in der Sprache zu vermitteln, die ich verstanden habe“, erinnert sich die 32-Jährige. So wollte auch sie Pastorin werden, studierte in Hamburg und ging dann nach Schwesing bei Husum aufs Land zum Vikariat. „Da habe ich eine ganz andere Form von Gemeinde kennen gelernt“, sagt sie. Nach dem wohlhabenden Hamburg-Harvestehude, aus dem sie stammt, war die Landgemeinde der perfekte Kontrast. Nortorf den Vorzügen der Kleinstadt und der tollen Kirchenmusik sei jetzt eine perfekte Mischung. Hier will sie gemeinsam mit ihrem Mann die jeweils eigenen Ideen einbringen und entwickeln.  

„Wir ergänzen uns gut“, sagt Merten Biehl. Finde er guten Zugang zu den einfachen Menschen oder auch den Senioren – unter anderem weil er Platt spricht – interessiert seine Frau die Verknüpfung von Kirchenmusik, Literatur und Kunst im Gottesdienst. Die Arbeit mit jungen Familien bildet einen weiteren Schwerpunkt. In der Gemeinde wird Sabrina Biehl dabei ab Anfang August einsteigen, wenn ihr Mutterschutz zu Ende ist. Beide besetzen die dritte Pfarrstelle, zu der neben einem Teil der Stadt Nortorf auf die Dörfer Borgdorf-Seedorf, Dätgen, Eisendorf und Langwedel gehören. Sie folgen auf Michaela Ehrich, die im Mai nach Rendsburg gewechselt ist.

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