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Gemeinsam freuen sich über die Zertifizierung: Propst Matthias Krüger, Projektleiterin Dr. Julia-Maria Hermann, Verwaltungsleiter Hagen von Massenbach, Propst Sönke Funck

24.07.2019

Rendsburg - Ein Grund zur Freude, aber kein Grund, sich zurückzulehnen: So sehen Projektleiterin Dr. Julia-Maria Hermann und Propst Matthias Krüger die Auszeichnung "Der Grüne Hahn". Das hochkarätige Umweltzertifikat entspricht dem Standard der europäischen Richtlinie EMAS (Eco Management and Audit Scheme"), auf dem Gebiet der Nordkirche ist der Kirchenkreis der erste, der das Zertifikat erhält.

Der Weg dorthin startete bereits im November 2017. Insgesamt elf Menschen an den beiden Rendsburger Standorten des Kirchenkreises (Kirchenkreisverwaltung an der Marienkirche und Zentrum für Kirchliche Dienste Am Margarethenhof) bildeten ein Umweltteam. Für beide Gebäude wurden Ressourcenverbräuche und Umweltauswirkungen erfasst und bewertet, das Team entwickelte Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs und zur Verbesserung der Umweltbilanz. Zweimal wurden die Bemühungen durch erfahrene Auditoren unter die Lupe genommen und bei der zweiten Prüfung stand es dann fest: Das Etappenziel wurde erreicht.

Etappenziel deshalb, weil die Zertifizierung nur ein Schritt auf dem Weg ist, wie Dr. Hermann erklärt: "Es geht nicht darum, sich jetzt zurückzulehnen, auf die Plakette zu zeigen und zu sagen 'machen wir ja'. Die Zertifizierung gilt vier Jahre, wenn die Plakette danach weiter am Gebäude hängen soll, müssen wir nicht nur das bisher Erreichte einhalten, sondern noch besser werden." Sie denke dabei zum Beispiel an das Thema Mobilität, mehr Fahrräder oder E-Autos. Denn das ist das System des Grünen Hahns: Ist das Zertifikat da, können neue Maßnahmen erdacht und umgesetzt und dann erneut zertifiziert werden.

So sieht es auch Propst Krüger: "Klar könnten wir einfach eine neue Heizung installieren und uns zurücklehnen. Aber wir haben eine Verantwortung für die Schöpfung, der wir nachkommen wollen." Bei seiner Ansprache in strahlendem Sonnenschein vor der versammelten Belegschaft der Kirchenkreisverwaltung erklärte er: "Nun sind wir gut gewappnet um die nächsten Schritte zu tun und unserem Ziel immer näher zu kommen: 2050 klimaneutral arbeiten und handeln können." Er dankte Dr. Hermann und ihrem Team, erinnerte aber auch daran, dass Verwaltungsleiter Hagen von Massenbach die Idee des Grünen Hahns in den Kirchenkreis holte.

Die Registrierungsurkunde wird im Kirchenkreisregister abgelegt, welches erstmal für die gesamte Nordkirche gelten muss - denn dort gibt es noch keines. Nach der Verlesung der Urkunde wurde die Plakette am Eingang befestigt. Dr. Hermann berichtete von vielen Wechselwirkungen, die der bisherige Prozess bereits hatte: "Viele Mitarbeiter haben Anregungen aus unseren Maßnahmen mit nach Hause genommen, aber fast noch mehr Ideen zum umweltbewussten Handeln haben wir aus einer anonymen Mitarbeiterbefragung bekommen: Dinge, die Menschen Zuhause schon tun und nun auch im Büro umsetzen." Zeitgleich mit der Zertifizierung veröffentlichte Dr. Hermann den 1. Umweltbericht des Kirchenkreises, den Interessierte auch auf der Webseite einsehen können.

Mit dem Zertifikat "Grüner Hahn" wird vorbildliches kirchliches Umweltmanagement ausgezeichnet. Aufbau und Bewertung basieren auf dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS, sie sind jedoch auf die besonderen Gegebenheiten und Bedürfnisse kirchlicher Gemeinden und Einrichtungen zugeschnitten. Zu Beginn des Milleniums in der evangelischen Landeskirche in Württemberg entwickelt, erwiesen sich der "Grüne Gockel", der "Grüne Hahn" (nördlich der Donau) und als jüngster Bruder der schweizerische "Grüne Güggel" als Exportschlager: Über vierhundert kirchlicher Einrichtungen und Gemeinden sind bereits zertifiziert, über zweihundert weitere Umweltteams arbeiten darauf hin.

Der Ev.-Luth. Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde hat bereits im November 2018 Leitlinien und eine Selbstverpflichtung beschlossen, mittels derer bis zum Jahr 2050 CO²-Neutralität für Gebäude erreicht werden soll und bei der Beschaffung Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gleichrangig behandelt werden sollen.

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