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Propst Matthias Krüger erläutert die Personalperspektive im Kirchenkreis bis 2030.

Kirchenkreisgemeinderäte und Kirchenkreismitglieder konnten Fragen zum Zukunftsprozess im Kirchenkreis stellen.

13.09.2018

Rendsburg — Drei Abende hat Propst Matthias Krüger über den sogenannten Zukunftsprozess der Nordkirche im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde mit dem brisanten Thema PersonalEntwicklungsPerspektive informiert. Nach gut besuchten Treffen in Nortorf (Südregion) und Osterrönfeld (Kanalregion) gab es am Dienstagabend, 11. September 2018, das letzte der drei Treffen im Haus der Kirche mit den Kirchengemeindevorsteher_innen aus Rendsburg und Büdelsdorf.

Auf Gemeinsamkeiten komme es an, sagte der Propst und fragte nach, welche gemeinsamen Aktionen in den Kirchengemeinden St. Marien, St. Jürgen, Christkirche und Büdelsdorf in den letzten Jahren gelaufen seien. Als Antwort erhielt er eine Vielzahl von bereits laufenden Kooperationen: Gemeinsames Gemeindeblatt von Rendsburg-Büdelsdorf, Jugendkirche, Kanzeltausch, Estland-Ausschuss, ACK, AG-Kirchenmusik-Kooperationen, Stadtranderholung und noch einiges mehr.

Vor dem Hintergrund, dass in den Jahren zwischen 2020-2030 in der Nordkirche 900 Pastoren in den Ruhestand gehen werden und nur mit 300 Neueinstellungen zu rechnen ist, informierte der Propst über die Lage im Kirchenkreis. „Das wird das Profil unserer Kirche auf allen Ebenen verändern sowie auch das Berufsbild der Pastorinnen und Pastoren“, erklärte er. Das würde bedeuten, dass von insgesamt 1700 Pfarrstellen im Bereich der Nordkirche 600 nicht neu besetzt werden.

Im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde sind das 41 von heute 89 Pastoren, die bis 2030 aus dem aktiven Dienst in den Ruhestand wechseln, wobei einige Pfarrstellen selbstverständlich im Laufe der Jahre nachbesetzt werden. Aber es fehle an Nachwuchs und damit auch an Bewerbungen, erklärte der Propst.   

Weniger Pastoren bedeutet demnach weniger Kapazitäten für zum Beispiel (Krankenhaus-)Seelsorge, Gemeindepfarrstellen und Berufsschule. Die Nordkirche plane eine lineare Reduktion der Stellen, wolle jedoch eine flächendeckende Pfarrstellenversorgung gemäß Verfassung erhalten, teilte Krüger mit. 

Neben dem Mangel an Nachwuchs gibt es auch andere Aspekte: Jedes Jahr verliere der Kirchenkreis 2000 Gemeindemitglieder, das sei eine ganze Gemeinde, stellte der Propst fest. Kooperationsverträge, Absprachen etc. können den Mitgliederschwund nicht aufhalten, da es auch ein demografischer Aspekt sei, so Krüger. Zudem sinke schlicht die Bereitschaft zur Zugehörigkeit zur Kirche.

Daher sei es aber umso wichtiger, dass sich die Kirchengemeinden auch zukünftig gegenseitig helfen und ergänzen können, da die Erfahrung im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde und auch in vielen anderen Kirchenkreisen gezeigt hat, dass es sinnvoll ist, zu kooperieren. „Daher ist es auch bei uns an der Zeit, Regionen verbindlich zu beschreiben und zu beschließen, die miteinander kooperieren können", ergänzte der Propst.

Propst Krüger bat die anwesenden Kirchenvorsteher_innen, sich darüber Gedanken zu machen, wie und wo Zusammenschlüsse in ihren Kirchengemeinden sinnvoll und machbar wären. Die so neu gebildeten Regionen sollen eine einmalige finanzielle Unterstützung in Höhe von 15 000  Euro erhalten für Prozesssteuerung, Moderation und Geschäftsführung.

Elementar sei es, so Krüger, „dass wir einen Plan haben“. Dazu gehöre, miteinander ins Gespräch zu kommen, auch an den Rändern des Kirchenkreises. Wenn eine Gemeinde acht Konfirmanden hätte und die andere zehn, dann könne man das auch gern zusammenlegen. „Ansonsten bleibe ich ein Freund der Selbstständigkeit“, erklärte der Propst. Man müsse aber Schritte aufeinander zu gehen, manche machten kleinere, andere größere Schritte.

Die anwesenden Kirchenvorsteher_innen äußerten Sorgen, eventuell ihre Pastorenstelle zu verlieren. Propst Krüger konnte ihnen die Sorge nicht ganz nehmen. „Unsere Aufgabe bleibt aber die gleiche, wir wollen das Evangelium verkünden“, erläuterte Krüger. Kirche werde sich immer verändern und hätte sich auch immer verändert. „Und nur gemeinsam können wir auch in Zukunft Kirche gestalten!", forderte der Propst die Anwesenden auf.

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