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In der Sehestedter Kirche hat Pastor Jens-Olaf Grotjahn 15 Jahre gewirkt. Nun geht er in den Ruhestand.

29.06.2018

Sehestedt – Vom Frühstückstisch auf den Kanal schauen: Dieser besondere Ausblick wird Pastor Jens-Olaf Grotjahn (64) und seiner Frau Sabine in Erinnerung bleiben. Denn das mit Reet gedeckte Pastorat in Sehestedt liegt unmittelbar am Nord-Ostsee-Kanal. Gleich daneben befindet sich die alte St. Peter und Paul Kirche. Unzählige Gottesdienste hat Grotjahn hier gehalten, hat gute und schlechte Zeiten mit den Menschen geteilt. Nun nach fast 15 Jahren als Pastor der Kirchengemeinde Sehestedt heißt es Abschied nehmen. Das Ehepaar Grotjahn hat bereits ihr neues Zuhause bezogen. Nur im Amtszimmer warten noch etliche Bücher darauf, in Kisten gepackt zu werden. Am Sonntag, 8. Juli, wird Jens-Olaf Grotjahn in einem Gottesdienst um 10 Uhr in der Sehestedt Kirche in den Ruhestand verabschiedet.

„Es ist hier eine schöne Zeit gewesen“, sagt Jens-Olaf Grotjahn. Als er damals mit seiner Familie in das Dorf am Nord-Ostsee-Kanal zog, begrüßte ihn eine offene Gemeinde. „Hier kann man viel machen“, sagt Grotjahn. Familiengottesdienste mit kürzeren Predigten, Neugestaltung des Kindergottesdienstteams  oder die Idee, am Gründonnerstag gemeinsam an Tischen Abendmahl zu feiern: All das sei gut bei den Gemeindegliedern angekommen. Gern sei er Pastor gewesen. Die Nähe zu den Menschen, Freud und Leid mit zu tragen und sie dabei zu begleiten: Das alles habe ihm viel Freude gemacht und ihn erfüllt. „Mich hat die frohe Botschaft unseres Glaubens geprägt.“

Aufgewachsen ist Jens-Olaf Grotjahn in Kronshagen in einer christlich geprägten Familie. „Meine Konfirmandenzeit war nicht gut“, erinnert er sich. Aber später wurde er Mitglied der Evangelischen Jugend und seine Neugier auf den Glauben wuchs. Der damalige Pastor habe dann seinen Berufswunsch geprägt. In Kiel studierte Grotjahn Theologie. Danach folgte das Vikariat in Kiel-Suchsdorf und die erste Stelle in Gettorf, die er fast 22 Jahre inne hatte. Wichtig war Jens-Olaf Grotjahn in all den Jahren immer, den eigenen Glauben zu hinterfragen und mit anderen darüber ins Gespräch zu kommen. „Gott hat uns Kopf und Verstand mitgegeben.“ Da bleibe die Frage nach dem Warum nicht aus. Für ihn sei die Arbeit als Pastor immer ein „Beruf mit Profession“ gewesen. „Dafür entscheidet man sich“, sagt er. Große Freiheiten biete diese Arbeit, aber man müsse damit umgehen, auf eine Rolle festgelegt zu werden. In einer Landgemeinde sei man als Pastor immer präsent. Jens-Olaf Grotjahn hat sich dafür gerne entschieden. 

Nun startet ein neuer Lebensabschnitt.  „Ich wohne nicht mehr an meinem Arbeitsort“, sagt er. Das Leben außerhalb des Pastorates ist noch ungewohnt für ihn. Aber er freut sich auf mehr Zeit, um  zum Beispiel Dänisch zu lernen, zu kochen oder im Garten zu arbeiten. „Das meiste im Leben ist ein Geschenk“, sagt Jens-Olaf Grotjahn. Sein Beruf ist so ein Geschenk für ihn.

Eine Nachfolgerin für Jens-Olaf Grotjahn steht bereits fest: Pastorin Johanna Zedlitz wird mit halber Stelle neue Pastorin  in Sehestedt. Begrüßt wird sie im Rahmen des Verabschiedungsgottesdienstes am 8. Juli. 

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