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Die Beteiligten des Gottesdienstes zogen zu Beginn gemeinsam ein.

Propst Matthias Krüger

Pfarrer Wolfgang Johannsen

Die fünf Imperative aus der Erklärung "Vom Konflikt zur Gemeinschaft" wurden in Angesicht des Taufbeckens verlesen.

Der Gottesdienst wurde auf Basis des Ablaufs der Liturgischen Arbeitsgruppe der lutherisch/römisch-katholischen Kommission für die Einheit gefeiert.

Auszug mit dem Vortragekreuz, das Ulrike Imbusch von der katholischen Pfarrei St. Ansgar trug.

31.10.2018

Rendsburg - „Ich bin evangelisch. Und das ist auch gut so!“ Mit diesen Worten hat Propst Matthias Krüger den ökumenischen Gottesdienst am Reformationstag in der Kirche St. Marien Rendsburg begonnen. Passen diese Worte in einem ökumenischen Gottesdienst? Die Antwort auf diese Frage, die er ja gleichsam schon selbst beantwortet hatte, schob der Propst nach: „Ohne Position keine Diskussion. Ohne Selbst-Bewusstsein keine fruchtbringende Auseinandersetzung.“ Und er hoffe, dass sein Gegenüber entsprechend auch sagen kann: „Ich bin katholisch. Und das ist auch gut so.“

Wolfgang Johannsen, Pfarrer der katholischen Pfarrei St. Ansgar, nahm diesen Ball auf. Natürlich könne er das sagen. „Ich fühle mich wohl in dieser Kirche“, sagte er in seiner Predigt und verhehlte nicht, dass seine katholische Kirche derzeit einige Probleme zu bewältigen habe. Gleichwohl sei es immer schön gewesen, katholisch zu sein.

Etwa 300 Besucherinnen und Besucher verfolgten den gut einstündigen Gottesdienst in der Kirche St. Marien, zu der die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Rendsburg und Umgebung eingeladen hatte. Er stand unter der Überschrift „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ und basierte  auf der Vorarbeit der Liturgischen Arbeitsgruppe der lutherisch/römisch-katholischen Kommission für die Einheit.

„Wir haben uns intensiv mit dem Gottesdienstentwurf befasst und ihn uns zu eigen gemacht“, sagte Pastor Rainer Karstens von der gastgebenden evangelischen Gemeinde zu Beginn. Neben ihm, Propst Krüger und Pfarrer Johannsen waren Pastorinnen und Pastoren sowie Laien aus den evangelisch-lutherischen Gemeinden der Stadt, aus Büdelsdorf, der dänischen sowie der katholischen Gemeinde am Gottesdienst beteiligt.

Schon beim gemeinsamen Einzug wurde dabei die Verschiedenheit deutlich. Ulrike Imbusch, Gemeindereferentin der katholischen Pfarrei St. Ansgar und Vorsitzende der ACK Rendsburg trug im weißen Gewand das Vortragekreuz in die Kirche hinein. Auch Pfarrer Johannsen trug weiß, die evangelischen Pastorinnen und Pastoren waren schwarz gekleidet. Bei allen Unterschieden gebe es eine Gemeinsamkeit. „Durch unsere Taufe sind wir untereinander in einen weltweiten Kirche Jesu Christi verbunden“, sagte Pastor Karstens zu Beginn.

In den Lesungen und Predigten wurde die Gemeinsamkeit immer wieder betont, ohne die Unterschiede zu verwischen. „Wir brauchen keine Gleichmacherei“, sagte Propst Krüger. Auch die Reben im Weinstock seien ja unterschiedlich, so Krüger mit Bezug auf den Predigttext aus dem Johannesevangelium. „Gemeinsam sind wir an den wahren Weinstock, an Christus, gewiesen“, sagte Krüger. „Er ist der Weinstock. Und wir sind die Reben.“ Auch Pfarrer Johannsen wies in seiner Predigt auf den gemeinsamen Grund hin, auf Christus und seine Kirche. Das Glaubensbekenntnis, das Credo, unterscheide sich nur in einem Wort. „Wir arbeiten weiter daran“, sagte er. „Wir wissen, dass wir uns alle verändern müssen.“ Gemeinsam sei allen die Aufgabe, das Evangelium zu verkünden.

Nach der Predigt lasen fünf Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Gemeinden die fünf Imperative aus dem Papier „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ und zündeten dann an der Taufkerze und im Angesicht des Taufbeckens jeweils eine Kerze an. Nach Fürbitten, Vaterunser, Segen und dem gemeinsamen Singen von „Nun danket alle Gott“ folgte im benachbarten Haus der Kirche in gemeinsames Mittagessen. Dort war Zeit für Gespräche und weitere ökumenische Annäherungen.

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