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Der Grüne Hahn ist ein Umweltmanagementsystem für kirchliche Einrichtungen und Gemeinden. Es basiert auf dem europäischen EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) und wurde seit dem Jahr 2000 maßgeblich von den evangelischen Landeskirchen in Württemberg, Baden, Hannover und Westfalen entwickelt.

Über vierhundert kirchliche Einrichtungen und Gemeinden sind deutschlandweit bereits zertifiziert, über zweihundert weitere Umweltteams arbeiten darauf hin. Selbstverständlich ist der Grüne Hahn ökumenisch, und er gewinnt zunehmend auch außerhalb Deutschlands Anhänger (Schweiz, Weißrussland, Italien, Brasilien). 

In der Nordkirche ist der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde Vorreiter bei der Einführung. Den Anstoß dazu gibt das ehrgeizige Ziel der Nordkirche, im Jahr 2050 in Gebäudebetrieb und Verkehr nahezu keine Treibhausgase mehr zu produzieren.

Raffinierte und kreative Einsparungen bei Wärmeenergie, bei Mobilität und Strom sind das Herzstück des Grünen Hahns. Achtsamer Umgang mit weiteren Ressourcen, Arten- und Biotopschutz runden das Umweltprogramm ab.

So funktioniert es: 

  1.  Der Kirchengemeinderat beschließt die Einführung des Umweltmanagementsystems. Ein Umweltbeauftragter des Rates hält fortan die Fäden in der Hand.
  2. Ein Umweltteam formt sich aus der Kirchengemeinde. Wer mitmachen kann? – Jeder, der gern plant, gern mit Zahlen und mit Technik hantiert, gern schreibt und gestaltet – Jung und Alt sind gefragt.
  3. Das Umweltteam entwirft Schöpfungsleitlinien und Umweltplan, macht Öffentlichkeitsarbeit und bezieht die Gemeinde ein, dokumentiert Fortschritte  – daraus ergibt sich die Umwelterklärung. Nach Begutachtung durch einen externen Umweltreferenten und Veröffentlichung der Erklärung wird für vier Jahre das Zertifikat „Grüner Hahn“ verliehen.
  4. Ein ein- bis zweijähriger Schulungszyklus begleitet die Arbeit mehrerer Kirchengemeinden zugleich. Die eineinhalbtägige Auftaktveranstaltung zum ersten Zirkel fand am 11.-12.11.2017 im ZeKiD in Rendsburg statt, ein weiterer Teilnehmerzirkel startet im Herbst 2018.
  5. Die Schulungen vermitteln Methoden und Fachkenntnisse einschließlich Anwendung der Software „Grünes Datenkonto“ – und bieten beste Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch.

Kosten, Zeitbedarf, Unterstützung:

Der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde übernimmt für teilnehmende Gemeinden die Seminarkosten, bezuschusst Fahrt- und Zertifizierungskosten – und belohnt erfolgreich zertifizierte Gemeinden mit dreitausend Euro für die Umsetzung von Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen.

Mit dem bereits seit 2015 und 2016 laufenden Energiemanagement, das ab dem Jahr 2017 in die Online-Datenbank „Das Grüne Datenkonto“ überführt und allen Interessenten direkt zugänglich gemacht wird, liegen ausgezeichnete Startbedingungen für den Grünen Hahn vor.

Das Umweltteam  – zwischen drei und zwölf Personen stark  –  trifft sich in der Regel anfangs monatlich, später vierteljährlich, zuzüglich der Schulungen im ersten und zweiten Jahr für Teamleiter und Interessierte.

Der "Grüne Hahn" in evangelischen Landeskirchen in Deutschland

1 = 2000: „Grüner Gockel“, ELK Württemberg  

2 = 2001: „Grüner Hahn“, EK Westfalen 

3 = 2004: ELK Baden 

4 = 2007: ELK Hannover und Bremische EK

5 = 2010: ELK Bayern, EK Mitteldeutschland 

6 = 2012: ELK Oldenburg

7 = 2013: EK Kurhessen-Waldeck, ELK Sachsen 

8 = 2014: EK Rheinland 

9 = 2015: EK Hessen-Nassau

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