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Die Glocke der Kirche St. Katharina zu Bünsdorf (Foto: Kirchengemeinde Bünsdorf). Sie wurde im Jahr 1900 umgegossen und erklingt mit dem Ton gis'.

Edith Grünauer und Bernd Jacobsen (Foto: Arne Peters, Eckernförder Zeitung)

27.12.2018

Eckernförde – Das Glockenläuten gehört zur Kirche dazu. Wenn es einmal verstummt wie 2017 Jahr in der Kirche St. Nicolai  Eckernförde, dann ist das eine Nachricht wert. Glocken rufen zum Gottesdienst, einige läuten während das Vaterunser in der Kirche gesprochen wird. Einige Kirchenglocken schlagen noch zur vollen Stunde, mancherorts gar alle Viertelstunde. Zu bestimmten Zeiten des Tages läuten sie länger. Aber wie sehen die Glocken aus? Welche bewegte Geschichte haben sie? Diesen Fragen sind Edith Grünauer und Bernd Jacobsen nachgegangen. Das Ergebnis ist jetzt als Band 11 der „Materialien und Forschungen aus der Region“ der Heimatgemeinschaft Eckernförde erschienen.

Unter dem Titel „Kirchenglocken im Altkreis Eckernförde“ ist ein kleiner reich bebilderter Band mit gut 100 Seiten erschienen. In ihm stellen die beiden alle Kirchenglocken im Altkreis Eckernförde vor. Darunter sind natürlich die Glocken der Kirchen und Kapellen vom Altenholz bis zur Kapelle Westerthal, aber auch einige Kirchenglocken, die sich auf Gutshäusern wie im Gut Rosenkranz in Schinkel oder im Torhaus Hohenlieth im Dänischen Wohld befinden. Dargestellt werden neben den Glocken auch die Kirchen in Wort und Bild, so dass das Büchlein auch eine knappe Geschichte der Kirchen und Kapellen der Region enthält – natürlich mit dem Fokus auf ihr Geläut.

Grünauer und Jacobsen berichten, dass die älteste Glocke, die heute in der Propstei Eckernförde läutet, in der Kirche Dänischenhagen hängt. Sie wurde 1435 von einem Herrn Kort gegossen, der auch an andere Kirchen Glocken lieferte. Viele der historischen Glocken mussten in den Weltkriegen abgegeben werden, um sie zu Kanonen umzugießen. Im Ersten Weltkrieg waren es zwölf Glocken, wie viele es genau im Zweiten Weltkrieg waren, ist derzeit noch nicht vollständig erfasst.

Durch das Buch von Grünauer und Jacobsen ist jetzt der aktuelle Stand dokumentiert. Sie haben soweit möglich alle Kirchtürme aufgesucht und die Kirchenglocken fotografiert, in den Pastoraten, in Kirchen-, Landes- und Deutschem Glockenarchiv sowie in der Literatur geforscht. Dazu bekamen sie Unterstützung vom Glockensachverständigen Volker Scheibe aus Niebüll. Herausgekommen ist ein Buch, dass sowohl für die Heimat- als auch die Kirchengeschichte wertvolle Informationen liefert. Es ist für 6,50 Euro direkt bei der Heimatgemeinschaft und im örtlichen Buchhandel erhältlich.

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