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Umwelt- und Klimaschutz

Unsere Nordkirche soll bis 2050 klimaneutral sein. Das ist ein großes und wichtiges Ziel, das nur gemeinsam erreicht werden kann. Gottes Schöpfung ist uns anvertraut zum Bebauen und Bewahren. Klimagerechtigkeit heißt: Wir tragen Verantwortung als Teil einer weltweiten Gemeinschaft. Dafür hat die Nordkirche 2015 ein Klimaschutzgesetz erlassen (Download in der rechten Spalte).
Wir im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde sind auch gefragt, welche Schritte im Klimaschutz  wir gehen wollen. Dabei geht es um die energetische Sanierung von Gebäuden, Mobilität und die Beschaffung der Dinge, die wir für unsere kirchliche Arbeit brauchen - vom Kopierpapier bis zum Essen in den Kindergärten.
Die Synodalen des Kirchenkreises haben auf der Septembersynode 2015 der Selbstverpflichtung zur Umsetzung des Klimaschutzes im Kirchenkreis bei einer Gegenstimme und acht Enthaltungen zugestimmt. Hier der Wortlaut zum Nachlesen

Für die Finanzierung der Klimaschutzmaßnahmen innerhalb des Kirchenkreises stehen 0,8 % der Schlüsselzuweisung zur Verfügung.   

Einführung kirchliches Umweltmanagement „Grüner Hahn“

Die Kirchenkreissynode hat am 30.11.2016 für den Kirchenkreis beschlossen, den Kirchengemeinden die Teilnahme am „Kirchlichen Umweltmanagement Grüner Hahn“ zu ermöglichen. Dies ist eine wichtige Maßnahme, um das Klimaschutzgesetz der Nordkirche umzusetzen. Das kirchliche Umweltmanagement ist eine deutschlandweit erprobte und bewährte Methode, vom Reden zum Handeln zu kommen und die Umweltbilanz von Kirchengemeinden zu verbessern. Mithilfe dieses Systems sollen die Mittel für Klimaschutzmaßnahmen zielgerichtet und effizient eingesetzt werden. Das bereits 2015 und 2016 in vielen Gemeinden des Kirchenkreises eingeführte Energiecontrolling ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.

Dienstfahrradleasing im Kirchenkreis

Alle Fragen - alle Antworten

Wer mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fährt, ist gesünder - das ist belegt. Umso besser, denn auch im Sommer 2021 werden aufgrund der Covid-19-Pandemie Auslandsreisen noch eingeschränkt sein, nicht jeder wird gern in die Bahn oder ins Flugzeug steigen. Kurzurlaube und Tagesausflüge innerhalb der eigenen Region und in Schleswig-Holstein tun Körper und Seele gut. Hochwertige Fahrräder und E-Bikes erweitern den Aktionsradius enorm, auch für ältere und körperlich eingeschränkte Mitmenschen.

Wer mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fährt, sorgt außerdem für bessere Luft und trägt zum Klimaschutz bei – natürlich sollte der Akku des E-Bikes mit Ökostrom aufgeladen werden. Der Ev.-Luth. Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde leistet also mit diesem Angebot einen wesentlichen Beitrag zu einer umwelt- und klimafreundlichen Mobilität. Er kommt damit seiner Verantwortung nach, die er selbst sich durch den Synodenbeschluss vom 23.09.2015 zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 auferlegt hat und die im Übrigen durch das Klimaschutzgesetz der Nordkirche gefordert wird.

Für Menschen, die gern etwas Neues ausprobieren, bietet das Leasing gegenüber dem Kauf eines Fahrrads die Möglichkeit, nach einigen Jahren das Modell zu wechseln. Gerade im Bereich der E-Mobilität werden technische Fortschritte mit großer Geschwindigkeit erzielt, vor allem was das Gewicht der Räder und die Leistung und Recyclingfähigkeit der Akkus betrifft. Sie können das Fahrrad jedoch auch nach Ablauf der Leasingzeit erwerben – mehr dazu bei Punkt 3.

Ganz praktisch entspannt die Fahrradnutzung auch die Parkraumsituation am Haus der Kirche, am Zentrum für Kirchliche Dienste und in der Prinzenstraße 9.

Durch den Abschluss des Überlassungsvertrags stimmen Sie zu, für den Leasingzeitraum von 36 Monaten einen Teil Ihres vertraglichen Arbeitsentgelts nicht in bar, sondern als Sachbezug zu erhalten. Die monatliche Leasingrate, die sich aus dem Kaufpreis des Fahrrads und Versicherungsbeitrag errechnet, wird direkt von Ihrem Gehalt einbehalten (Entgeltumwandlung). Für ein 2.500,-€-Fahrrad wird der Betrag im zweistelligen Bereich liegen, bei 3.500,-€ im dreistelligen Bereich – Ihr Fahrradhändler errechnet das für bei Interesse für Sie.

Die Leasingverträge werden jeweils für drei Jahre abgeschlossen: So lange müssen Sie also noch mindestens beim Kirchenkreis angestellt sein. Und auch Ihre Probezeit müssen Sie schon durchlaufen haben. (Dass Sie in der Lage sein müssen, die Leasingraten zu bezahlen, versteht sich eigentlich von selbst.)

Kurz bevor Ihr Leasingvertrag ausläuft, wird der Leasinggeber Kontakt zu Ihnen aufnehmen und klären, ob Sie das Leasing verlängern oder das Fahrrad zum Restwert – tatsächlich nur einem Teil des Restwerts, siehe Punkt 3 – kaufen möchten. Zu beidem besteht kein Zwang!

Hier müssen wir zwischen den Auswirkungen auf die Sozialleistungen und den steuerlichen Auswirkungen unterscheiden.

Für das umgewandelte Entgelt (das zur Zahlung der Leasingraten verwendet wird) zahlen Sie keine Sozialabgaben – und der Arbeitgeber auch nicht. Den Betrag, den der Kirchenkreis als Ihr Arbeitgeber dabei spart, gibt er als Zuschuss zum Leasing dazu. Es sind mindestens 9,5% des Umwandlungsbetrages gemäß § 24 Absatz 5 KAT.

Wegen der geringeren Sozialabgaben haben Sie auch einen geringeren Rentenanspruch. Wie hoch ist dieser Verlust? Der ACE Auto Club Europa e.V. rechnet vor, dass das Leasing eines 2.500,-€-Fahrrads über 36 Monate für Arbeitnehmer*innen mit 2.550,-€ Bruttogehalt den monatlichen Rentenanspruch um 2,61€ verringert. Hier gilt es, materielle Werte gegen nicht-materielle Werte wie erhöhte Zufriedenheit und verbesserte Gesundheit abzuwägen. Die Kirchengewerkschaft hat nach solcher Abwägung der Entgeltumwandlung nach § 24 Absatz 5 KAT zugestimmt. Die Entscheidung liegt jedoch ganz bei Ihnen. Zum Fahrradleasing besteht kein Zwang!

Nun zu den steuerlichen Auswirkungen: Den Sachbezug, in den ein Teil Ihres Gehaltes umgewandelt wird, müssen Sie versteuern – jedoch nicht komplett. Per Steuererlass vom 09.01.2020 versteuern Sie nur „1 % des geviertelten Listenpreises des Fahrrads pro Monat“, also weniger als ein Zehntel der Leasingrate.

Wenn Sie das Fahrrad nach Ablauf des Leasingvertrags kaufen möchten, zahlen Sie dem Leasinggeber einen festgeschriebenen Prozentsatz des Listenpreises. Bei EURORAD sind das 16%. Hier haben Sie abermals einen Vorteil, denn das Bundesministerium der Finanzen setzt derzeit den Restwert eines Fahrrads deutlich höher an, bei 40% des Listenpreises. Diesen geldwerten Vorteil müssen Sie jedoch nicht versteuern. Das übernimmt der Leasinggeber, geregelt durch § 37b EstG. Ihre Steuerlast wird also vom Gesetzgeber bewusst gering gehalten.

Wie viel Sie gegenüber einem privaten Leasing mit Versicherung sparen, ist insgesamt abhängig vom Listenpreis des Fahrrads, dem Bruttogehalt und Ihrer Steuerklasse. Verschiedenen Quellen zufolge sind es zwischen 15 und 30%.

Natürlich ist das Leasing insgesamt gesehen teurer als der private Kauf mit Versicherung; wenn Sie ein Fahrrad drei Jahre leasen und dann zum Restwert kaufen, kostet es Sie grob geschätzt 20% mehr.  Wie jede Ratenzahlung ist das Leasing für Sie dann interessant, wenn Sie schneller das Modell Ihrer Träume in den Händen halten möchten oder gern über die Jahre verschiedene Räder ausprobieren wollen.

So gut wie keine – Sie dürfen das Fahrrad sowohl im Dienst als auch privat nutzen, sowohl beim Tagesausflug als auch beim Urlaub im Ausland. Der Versicherungsschutz gilt umfassend.  Er ist allerdings an einige Auflagen geknüpft, insbesondere die Benutzung eines qualitativ sehr hochwertigen Fahrradschlosses. Genauere Informationen finden Sie im Überlassungsvertrag und bei den Versicherungsbedingungen.

Das ist in der Broschüre „Eurorad Dienstradpool Handout für Arbeitnehmer“ genau erklärt.

Die Registrierung bei Eurorad erfolgt über einen Link, den Sie von Julia-Maria Hermann oder Dörte Bruhn-Dannat bekommen können.

Beachten Sie dabei bitte, dass Sie Ihre Privatadresse angeben sollten, jedoch als E-Mail-Adresse eine kkre-Adresse angeben müssen. Das erleichtert es uns und dem Anbieter, die Antragsteller*innen als Angestellte des Kirchenkreises zu erkennen.

Vorerst geht das leider nicht. Dazu müsste der Ev.-Luth. Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde Rahmenverträge mit weiteren Leasinganbietern schließen, die Abstimmung und Unterzeichnung der notwendigen Dokumente mit den zuständigen Fachbereichen und Gremien ist jedoch mit viel Zeit- und Personalaufwand verbunden.

Deshalb wurden vor Abschluss der derzeit gültigen Verträge fünf gängige Anbieter im Hinblick auf das Preis-Leistungsverhältnis, insbesondere die Versicherungsangebote, sorgfältig verglichen. Es wurde auch vorsorglich festgestellt, dass über den Kirchenkreis verteilt bereits viele Fahrradgeschäfte mit dem ausgewählten Unternehmen arbeiten. Sollte Ihres sich noch nicht darunter befinden, so vielleicht deshalb, weil noch niemand danach gefragt hat?

 

Scheiden Sie aus dem Arbeitsverhältnis vorzeitig aus, so ist es an Ihnen zu klären, ob Sie den Leasingvertrag zu Ihrer neuen Arbeitsstelle mitnehmen können. Ist das nicht möglich, so fällt das Fahrrad an den Arbeitgeber, also den Kirchenkreis.

Sind Sie längere Zeit erkrankt, so bleibt Ihr Anspruch auf die Fahrradnutzung so lange bestehen, wie auch Ihr Anspruch auf Gehaltszahlung besteht. Sobald Sie kein Gehalt mehr beziehen, das Arbeitsverhältnis jedoch weiter besteht, würde der Kirchenkreis als Arbeitgeber Ihnen anbieten, das Fahrrad gegen Zahlung der Brutto-Leasingrate weiter zu nutzen. Das heißt Sie würde auch den Anteil zahlen, den der Kirchenkreis im Normalfall wegen der verringerten Sozialabgaben übernimmt.

Entscheiden Sie sich dagegen, fällt das Fahrrad ebenfalls an den Kirchenkreis. So wird es auch in anderen Kirchenkreisen gehandhabt, die das Fahrradleasing bereits anbieten. Oft kommt es nicht vor – Gott sei Dank.

Das ist ein berechtigter Einwand. Ihr Leasingfahrrad landet jedoch nicht auf dem Müll, auch wenn Sie sich bei Vertragsende gegen den Kauf entscheiden. Es wird generalüberholt und als „refurbished bike“ weiterverkauft. So hat vielleicht noch eine Kollegin oder ein Kollege davon gut, die oder der doch lieber kaufen als leasen möchte.

Nur Leasing für wiederaufbereitete Räder – die bietet der Markt noch nicht. Aber wenn Fahrradfahren weiter boomt – wer weiß?

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Freude und allzeit gute Fahrt!

Der Grüne Hahn kräht im Kirchenkreis

Weiterführende Informationen

Hier finden Sie:

Allgemeine Informationen

Das Klimaschutzgesetz und der Klimaplan der Nordkirche (32 Seiten)

Kirche für Klima, das Informationsportal der Nordkirche

Den eigenen ökologischen Fußabdruck berechnen

Beitrag Theologische Kammer zur Klimasynode 2014

 

Vorträge auf der Kirchenkreissynode vom 18. März 2015

Vortrag von Pastor Friedemann Magaard: Klimagerechtigkeit

Vortrag von Sandra Limke: Praktischer Klimaschutz

 

Flyer zum Thema Klimaschutz vom Christian Jensen Kolleg:

Klima-Ausstellung: "Der 8. Tag"

Fasteninitiative

Veranstaltungshinweis: Fleischkonsum und Klimagerechtigkeit

 

Die Vorträge der Informationsveranstaltung vom 20. Januar 2015:

Lars Klehn: Einführung zum Klimagesetz der Nordkirche

Robert Rattay: Praxisbeispiele aus Dithmarschen

Sarah Tolksdorf: Energiecontrolling für Kirchengemeinden

Interessante Links

Kirche im Norden