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Propst Matthias Krüger und Pastorin Nathalia Hanke in der Schacht-Audorfer Kirche. "Hier bin ich als erstes hingegangen, als ich ankam in der Gemeinde. Kirchen sind für mich sehr besondere Orte, an denen ich Geschichte spüre", sagt die neue Pastorin.

18.06.2020

Rendsburg/Schacht-Audorf – Fünf Kirchengemeinden in der Kanalregion erhalten Zuwachs: Pastorin Nathalia Hanke hat vor zwei Wochen ihren Dienst begonnen. Die 31-jährige Hanke kommt frisch aus dem Vikariat in Flinktbek und tritt nun ihre erste Stelle als fertig ausgebildete Pastorin an. Die Kanalregion besteht aus den Kirchengemeinden Jevenstedt, Westerrönfeld, Osterrönfeld, Schacht-Audorf und Bovenau.

"Der Vikariats-Jahrgang 2020 hat die Nordkirche vor eine Herausforderung gestellt", berichtet Propst Matthias Krüger: "Die erste Stelle nach dem Vikariat soll in einem Kirchenkreis sein, aber in diesem Jahr gab es nicht so viele Stellen wie Vikarinnen und Vikare." Weil aber zugleich absehbar sei, dass in den nächsten zehn Jahren weniger Nachwuchs komme, um die dann freiwerdenden Stellen zu besetzen, hat sich der Kirchenkreis etwas überlegt: Mit einer halben Stelle wird Hanke in Schacht-Audorf tätig sein, genauer im Pfarrbezirk II. Mit einem kleineren Anteil der Stelle übernimmt sie in Jevenstedt den Konfirmationsunterricht, die übrige Zeit ist noch nicht fest verplant. "Wir sind sehr froh, dass wir Frau Hanke für uns gewinnen konnten. Mit ihrer frisch-fröhlichen Art geht sie auf diese spannende neue Konstellation offen zu und ist bereit, mit der Ungewissheit umzugehen", so Krüger.

Wohnen wird die junge Pastorin gemeinsam mit ihrem Mann im Pastorat in Osterrönfeld. Nach dem Abitur 2008 machte die gebürtige Kielerin zunächst ein freiwilliges ökologisches Jahr in der Nähe von Kappeln und entdeckte dabei ihre Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Im Lehramtsstudium in Kassel belegte sie dann unter anderem auch Religion: "Das war eher ein Testballon. Ich bin wie viele Norddeutsche getauft und konfirmiert und wir waren an Weihnachten auch in der Kirche. Einen engen Bezug hatte ich vorher also nicht", so Hanke auf die Frage, was sie denn zur Theologie gebracht habe. Im Studium entwickelte sich eine Faszination für diese zunächst theoretische Welt der Theologie. Mit dem Ziel einer Professur wechselte sie 2011 nach Göttingen und studierte von da an Theologie.

In den Jahren bis zum ersten Examen in Kiel entdeckte sie in den Gemeindepraktika, wie die Theorie sich mit der Praxis verbindet: "Ich habe gemerkt, mit wie viel Freude ich die Themen mit den Menschen vor Ort bearbeite, wie viel Kraft der Glaube im Leben gibt", berichtet Hanke rückblickend. In ihrem Vikariat in Flintbek sei sie dann in die Welt der Kirche hineingewachsen, habe aber auch festgestellt, dass es von Vorteil ist, dass sie vorher nicht so eng dran war: "Ich spreche dieselbe Sprache wie Menschen, die vor dem Trau- oder Taufgespräch höchstens an Weihnachten in der Kirche sind, das ist mitunter sehr hilfreich. Mein Vikariat hat mich gut vorbereitet auf die kommende Arbeit als Pastorin."

Trotz der schwierigen Umstände hat sie bereits die erste Beerdigung gemacht, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennengelernt und in Jevenstedt eine Andacht unter dem Kirchbaum gehalten. Sie hat auch schon erste Ideen, wie sie trotz der fehlenden Gruppen in Kontakt mit den Menschen ihres Pfarrbezirks kommen kann: "Ich habe mir eine Adressliste besorgt, Post bekommt doch eigentlich jeder gern. Im Moment habe ich Zeit, um geistliche Impulse zu schreiben und zu versenden."

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