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Propst Matthias Krüger (3. von links) und Pastorin Astrid Halver und der Kirchengemeinderat Osterrönfeld.

Das Mosaikfenster mit dem Bild von Erzengel Michael hängt in Osterrönfeld über dem Altar.

Nach dem Gottesdienst ziehen Propst Matthias Krüger und Pastorin Astrid Halver aus der St.-Michaelis-Kirche aus.

24.09.2018

Osterrönfeld – Der Engel hat sie begleitet. Zumindest in den vergangenen zwölf Jahren. In diesen hat Astrid Halver in der Osterrönfelder St.-Michaelis-Kirche unter dem Mosaikfenster mit dem Erzengel Michael am Altar gestanden, hat hier gebetet, gepredigt und gesungen. Beim letzten Gottesdienst als Gemeindepastorin hat sie nun am Sonntag (23. September) über Engel gepredigt. Neben Erzengel Michael nahm sie besonders die Erzengel Raphael und Gabriel in den Blick.

Abseits des vorgegebenen Predigttextes für den Sonntag ihrer Verabschiedung habe sie sich die Freiheit herausgenommen, und die Elia-Geschichte aus 1. Könige, Kapitel 19) gewählt. „Wenn nicht jetzt, wann sonst?“, sagte die 64-Jährige. In ihrer Predigt ging sie auf die Engel in der Bibel ebenso ein wie auf Engel als Modephänomen. „Auch wenn die Menschen heute weniger an Gott glauben, an Engel glauben sie nach wie vor.“ Ein solcher Modeengel, als Talisman getragen, wirke dann quasi aus sich heraus, so glaubten die Menschen. Dem stellte Astrid Halver den christlichen Glauben und somit den Engel als Boten Gottes entgegen. „Sie stehen im Dienst Gottes, ihre Kräfte haben ihren Ursprung in Gott.“ Man könne sich Engel eben nicht verfügbar machen.

Auch Menschen könnten einander zu Engeln werden. Ihr seien in ihrem Leben, auch in den 37 Jahren als Gemeindepastorin, immer wieder Engel begegnet. Sie nannte Freunde, ihre Kinder und ihren Mann Henning Halver. Mit ihm hat sie vor 37 Jahren ihre Tätigkeit als Pastorin gemeinsam begonnen, damals in den Kirchengemeinden Schenefeld und Wacken. Nach 25 Jahren im äußersten Süden des Kirchenkreises wechselte sie dann nach Osterrönfeld, wo sie sich unter anderem für die Neugestaltung der St.-Michaelis-Kirche eingesetzt hat.

Die Kirchengemeinde sei immer die Basis für ihr Wirken gewesen, fasste Propst Matthias Krüger in seiner Rede zur Verabschiedung von Astrid Halver im Gottesdienst zusammen. Von dieser Basis aus habe sie sich auch über die Grenzen der Gemeinde hinweg engagiert. Krüger nannte die Zusammenarbeit in der Kanalregion, das Lukas-Haus für die Jugendarbeit oder die gemeinsame Jugendkirche Bugenhagen. Und natürlich nahm der Propst auch Astrid Halvers Engagement für den gesamten Kirchenkreis in den Blick. Sie arbeitete in der Synode und bei der Fusion der beiden Kirchenkreise  mit und war Stellvertreterin von Propst Kai Reimer sowie von Krüger selbst. Zuletzt war sie stellvertretende Vorsitzende des Kirchenkreisrates.

„Wir beide waren nicht immer einer Meinung. Aber deine Kritik und dein Mitdenken und deine Begleitung haben mir gut getan. Dafür danke ich dir sehr herzlich“, sagte Krüger. Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes entpflichtete er Astrid Halver von ihren Aufgaben in der Gemeinde und wünschte für die Zeit im Ruhestand „Kraft, frischen Mut und geistvolle Gelassenheit für alles, was auf sie zukommt.“

Vor dem anschließenden Empfang im Gemeindehaus überraschten zunächst einige Schulkinder die scheidende Pastorin mit einem umgedichteten „Danke“-Lied für Astrid Halver. Sie dankten für die vielen Gottesdienste, die Gastfreundschaft, die offenen Türen und die gute Nachbarschaft. Auch beim Empfang setzte sich der Dank fort. Ob Synodenpräses (Maike Tesch), Bürgermeister (Hans-Georg Volquardts), Pastorin der Nachbargemeinde (Marion Lauer), Kirchengemeinderat oder die Jugendkirche, alle dankten Astrid Halver auf eine je eigene kurzweilige Weise.

Der Singkreis, der schon im Gottesdienst gesungen hatte, überraschte die Pastorin mit einem besonderen Geschenk. Annika Brandt aus Rendsburg sang ein Lied aus dem Film „Wie im Himmel“, den Astrid Halver besonders schätzt. Und auch der erste Vikar, den sie gemeinsam mit ihrem Mann Ende der 1980er Jahre in Wacken ausgebildet hatte, war mit dabei. Karsten Fehrs war gemeinsam mit seiner Frau, der Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs, nach Osterrönfeld gekommen. Er habe immer noch die Gottesdienstordnung aus Schenefeld und Wacken in seinen Unterlagen, berichtete Fehrs. „Das sind die Basics.“ Seine Frau wiederum sprach über die gemeinsame Arbeit der Pastorinnen der Region – sie arbeitete nach dem Vikariat gemeinsam mit ihrem Mann in Hohenwestedt – und über Astrid Halvers besondere Gabe, Menschen anzunehmen. Sie selbst habe sich bei ihr immer aufgenommen und verstanden gefühlt, auch wenn sie einmal anderer Meinung gewesen sei, so Fehrs.

Am Ende bedankte sich auch Astrid Halver. Vor allem bei den Menschen, die sie in den vielen Jahren als Pastorin begleitet haben. Sie gehe mit ein wenig Wehmut, aber blicke auch mit Freude zurück. „Ich freue mich sehr auf den Ruhestand.“

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