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Diskutierten zum Thema Neue Medien:(v.l.) Medienwissenschaftler Christian Möller, Online-Redakteurin Miriam Richter, Moderator und Pastor Lars Klehn, LZ-Redaktionsleiter Dirk Jennert und Propst Matthias Krüger.

08.06.2017

Gelassen bleiben, sich verschiedene, vertrauensvolle Quellen ansehen, sich mit Inhalten auseinandersetzen, bevor man sie teilt oder kommentiert, neugierig bleiben, denn das Netz bedeutet auch Freiheit. So in etwa lautete die Empfehlung der Teilnehmer im Umgang mit den Neuen Medien anlässlich der Podiumsdiskussion „Freie Wahl oder wie neue Medien unsere Meinung beeinflussen“ im sh:z-Druckzentrum in Büdelsdorf am Mittwoch.

Die Landeszeitung und der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde stellten sich diesem Thema gemeinsam, denn nicht nur Journalisten treibt das Thema um. Gerade im Reformationsjubiläumsjahr diskutieren auch Christen über die Aufforderung Martin Luthers „Rede, was wahr ist!“, über die Freiheit eines (Christen-) Menschen und über die Aufgabe, sich als Kirche im politischen Raum zu verhalten. Auf dem Podium diskutierten Medienwissenschaftler Christian Möller, Online-Redakteurin Miriam Richter, der Redaktionsleiter der Landeszeitung Dirk Jennert und der Theologe Matthias Krüger, Propst im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde. Pastor Lars Klehn und Pressereferentin Inga Lange, beide vom Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde, moderierten die Veranstaltung.

Auch wenn nur wenige Zuhörer gekommen waren, entwickelte sich ein munteres Gespräch. Wie kann ich mir eine Meinung bilden? Entsteht da eine Parallelgesellschaft im Netz? Wer übernimmt die Kontrolle? Wie groß ist der Einfluss sogenannter Fake-News, also bewusst ausgedachter, falscher Geschichten oder Bots, Computer-Programme, die vorgeben Menschen zu sein, um ein falsches Mehrheitsgefühl zu erzeugen? Medienwissenschaftler Christian Möller entschärfte die Vorbehalte gegen Facebook, Twitter & Co und zeigte auch die Chancen auf. „Wir alle sind auf Medien angewiesen, um uns zu informieren und uns eine Meinung zu bilden“, sagte er. Dass sich in den Neuen Medien jeder äußern können, zum Sender werden könne, mache die Sache vielfältiger, komplexer, aber auch spannender. Facebook-Nutzer etwa sollten sich schon bewusst sein, dass sie durch die Algorithmen in ihrer sogenannten Filterblase bleiben, also überwiegend nur die Informationen bekommen, die ihre Meinung bestätigen. Das verstelle den Blick auf die reale Welt. „Aber die Neuen Medien bedeuten durchaus auch ein Zugewinn an Freiheit.“

Dirk Jennert war sich des Einflusses bewusst, den er als Zeitungsmacher auf die öffentliche Meinung hat. Auch in den sozialen Netzwerken würden sie als Zeitung zitiert, wenn etwas belegt werden soll, sagte er. „Das zeigt, dass unsere Rolle nicht so klein ist, wie manche meinen.“ Ganz wichtig sei, Quellen zu überprüfen, betonte er. Beleidigungen, Verunglimpfungen oder falsche Informationen müssten aus der Zeitung herausgehalten werden. „Und das tun wir auch.“

Das gelte auch online, bestätigte Online-Redakteurin Miriam Richter. Neben vielen netten Lesern hätten sie es auch mit sogenannten Hatern, Trollen und Pöblern zu tun. Ihre Linie: „Wir reden mit denen, begegnen ihnen mit Sachlichkeit und Fakten.“ Die Kirche sah Propst Matthias Krüger ebenfalls keiner leichten Aufgabe gegenüber. Die Informationsvielfalt sei größer geworden. Wahrheit habe auch mit Vertrauen zu tun, sagte er. „Wir haben ganz wunderbare Kirchenseiten.“ Die Aufgabe sei, sich ein eigenes Bild zu machen.

Text und Bilder: Michaela Lauterbach

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