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Kirchengemeinderatsvorsitzender Hans Hinrich Blunck (links) und Landespastor Heiko Naß (rechts) vor der Kanzel in der Christkirche.

29.11.2019

Rendsburg – NDR-Wagen an NDR-Wagen: Rund um die Christkirche könnte man glauben, der Norddeutsche Rundfunk habe eine neue Niederlassung. Tatsächlich aber wird die Liveübertragung eines Gottesdienstes vorbereitet. Am Sonntag feiert die Gemeinde in der Christkirche den 1. Advent, diesmal außergewöhnlich groß: Der Regionalgottesdienst ist nämlich zugleich die Eröffnung der 61. Aktion von „Brot für die Welt“, in diesem Jahr mit dem Titel „Hunger nach Gerechtigkeit“. Übertragen wird der Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr in der ARD.

Die Planungen für diesen Gottesdienst dauern denn auch schon ungewöhnlich lang in der Rendsburger Christkirche: „Die ersten Gespräche dazu haben wir im September 2018 geführt, im Januar diesen Jahres waren dann Vertreter des NDR hier um die Kirche auf ihre Fernsehtauglichkeit zu überprüfen“, berichtet Hans Hinrich Blunck, Kirchengemeinderatsvorsitzender. Diese Prüfung hat das Gotteshaus bestanden und seit Donnerstag sind nun über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom NDR in Rendsburg und bauen alles auf und um. Ein Seitenschiff muss freigehalten werden für Material und den Kamerakran, im anderen Seitenschiff wird der Posaunenchor Platz finden. Bestuhlt wird die Kirche für 350 Menschen, das bedeutet: Frühes Erscheinen sichert gute Plätze.

Aber nicht nur deshalb ist es wichtig, früh da zu sein: „Bis 9.45 Uhr ist Einlass, danach braucht das Kamerateam Raum“, erklärt der Landespastor des Diakonischen Werks Heiko Naß. Er wird selbst auch beim Gottesdienst mitwirken und ist damit einer von gut 60 Beteiligten. Die Predigt wird Bischof Gothart Magaard halten, als Lektor Ministerpräsident Daniel Günther wirken. Für die Liturgie verantwortlich ist die Präsidentin von „Brot für die Welt“ Cornelia Füllkrug-Weitzel. Moderator Jared Dibaba wird außerdem mit Dr. Martin Junge vom Lutherischen Weltbund und Ann-Kathrein Gräning, FSJ’lerin im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde über den „Hunger nach Gerechtigkeit“ sprechen. Die Orgel spielt Kirchenkreiskantor Volker Linhardt, der Projektchor der Nordkirche wird singen und der Landesjugendposaunenchor unter der Leitung von Landesposaunenwart Werner Petersen spielen.

Rendsburg ist nach 1965 zum zweiten Mal Ort der bundesweiten Eröffnung der Jahresaktion von Brot für die Welt. Die Eröffnungsfeier findet jedes Jahr an einem anderen Ort in Deutschland statt. Für die Kirchengemeinde sei es eine große Ehre, diesen Gottesdienst in der eigenen Kirche zu feiern, so Blunck: „Aber es ist auch eine große Herausforderung die Balance zu halten zwischen den Anforderungen, die eine Fernsehübertragung mit sich bringt und den Anforderungen an einen Regionalgottesdienst“. Die Technik brauche viel Platz, aber die Gemeindeglieder aus Rendsburg und Büdelsdorf eben auch, an diesem ersten Advent.

Das Wochenende ist für die Beteiligten durchgetaktet: Ab dem Freitagnachmittag wird geprobt, erst mal Stellproben für die Beleuchtung. Sonnabend geht es dann in die Vollen: Musikproben mit Kamera, Textproben mit den Beteiligten und am Nachmittag schließlich die Generalprobe. Am Abend ist dann noch der große Festakt in der Thormannhalle, vorher werden rund 80 Interessierte interreligöse Führungen durch Rendsburg mitmachen. Am Sonntag geht dann um 7.30 Uhr der erste Beteiligte in die Maske.

„Der Gottesdienst ist sehr präzise durchgetaktet, er darf nicht länger als bis 10.59 Uhr gehen“, so Naß. Gut 20 Punkte umfasst das Programm, Puffer sind zwar eingeplant aber wesentlich überziehen darf natürlich niemand. Er freut sich sehr, dass dieser Gottesdienst in der Christkirche stattfindet: „Gefühlt ist es die Hauskirche des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein, unser Sitz ist ja auch im Einzugsbereich der Kirchengemeinde“. Mit dem Festakt, den interreligiösen Spaziergängen und dem Gottesdienst wolle man ein Stück weit Dank sagen, erklärt er: „Gemessen an der Wohnbevölkerung sind die Schleswig-Holsteiner die spendenfreudigsten Menschen in der Nordkirche“. Rund 2,2 Millionen der bundesweit 63,6 Millionen Euro für die letzte Jahresaktion von „Brot für die Welt“ kamen aus Schleswig-Holstein. „Es ist gute Tradition, dass in den immer sehr gut besuchten Weihnachtsgottesdiensten die Kollekte für die Aktion gesammelt wird“, so Blunck.

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