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Lutz Backhaus, Sabine Schwichtenberg und Harry Evers (von links) vor den Räumen der Praxis in der Moltkestraße 1.

05.04.2019

So eine Spende bekommt die Praxis ohne Grenzen in Rendsburg nicht alle Tage: Harry Evers hat ihr 1200 Euro am Donnerstag (4.4.2019) 1200 Euro überreicht. Evers war lange für die Rendsburger Tafel aktiv und gemeinsam mit Ulrich Kaminski und dem Arzt Lutz Backhaus maßgeblich an der Gründung der Praxis ohne Grenzen beteiligt. Nun hat er anlässlich seines 75. Geburtstags auf Geschenke verzichtet und stattdessen für die Praxis gesammelt. Übergeben hat er die 1200 Euro an Lutz Backhaus und die Praxishelferin Sabine Schwichtenberg.

"Da wir uns fast ausschließlich über Spenden finanzieren, sind wir auf so großzügige Menschen wie Harry Evers angewiesen", sagt der ehrenamtliche Teamleiter der Praxis, Dr. Achim Diestelkamp. Dass Evers als Mitbegründer die Arbeit nun auf diese Weise unterstütze, freue ihn besonders. Die Praxis ohne Grenzen arbeitet unter dem Dach des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde in der Moltkestraße 1. Geöffnet ist sie mittwochs von 16 Uhr bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 11 Uhr.

Mit der Spende kann den gut 200 Patientinnen und Patienten ohne Krankenversicherung geholfen werden, die in der Kartei der Praxis stehen. Sie kümmert sich seit sechs Jahren um eine Erst- und Grundversorgung für Menschen ohne Krankenversicherung und Bedürftige. Mittelständler ohne Krankenversicherung werden ebenso behandelt wie Illegale, also Menschen ohne berechtigten Aufenthaltsstatus, oder auch Obdachlose. Sechs Ärzte und zehn Helferinnen und Helfer versorgen die Patientinnen und Patienten ehrenamtlich. Durch ein gutes Netzwerk zu Ärzten, Apothekern und zum örtlichen Krankenhaus können auch schwierige Fälle gelöst werden. Neben der medizinischen Betreuung berät die Praxis die Patientinnen und Patienten auch dahingehend, wie sie wieder eine Krankenversicherung erlangen können.

Außerdem ist die Praxis verantwortlich für die Ausstellung von Kostenübernahmen für Empfängnis verhütenden Maßnahmen für die Familienplanung von Empfängern von Sozialleistungen. Dieses Projekt wird unterstützt vom Kreis Rendsburg-Eckernförde und wird sowohl von Deutschen wie auch von Flüchtlingen angenommen.

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