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Die Installation in St. Nicolai Eckernförde rückt auch den Jahresempfang in ein besonderes Licht.

Präses Dr. Maike Tesch und die Pröpste Matthias Krüger und Sönke Funck begrüßen Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel (von rechts).

Propst Sönke Funck.

Für die musikalische Begleitung sorgt Katja Kanowski an der renovierten Heßler-Orgel.

Etwa 200 Besucherinnen und Besucher sind beim Jahresempfang dabei.

Nach dem Gottesdienst ist Zeit für Begegnungen und Gespräche.

03.12.2019

Eckernförde – Das Licht ist da. Zumindest das der Lichtreise in St. Nicolai. Einen Tag noch, den Tag des Jahresempfangs des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde, hat die besondere Installation der Hamburger Künstlerin Katrin Bethge die Eckernförder Kirche in ein besonderes Licht gerückt. Überall gab es durch das Licht Besonderes zu entdecken, dazu erklingt gleich zu Beginn die frisch renovierte Heßler-Orgel in neuem Glanz. Beide schaffen einen würdigen Rahmen für diesen Jahresempfang, der zum zweiten Mal mit einem adventlichen Gottesdienst begann.

„Wir suchen ein Licht“, sagte die Präses der Kirchenkreissynode, Dr. Maike Tesch, in ihrer Begrüßung. Sie nahm Bezug auf die Lichtreise und das Licht im Advent: „Das Adventslicht ist die Vorfreude auf mehr." Etwa 200 Besucherinnen und Besucher verfolgten den Gottesdienst, in dem das Licht eben nicht nur durch die allgegenwärtige Installation immer wieder zum Thema wurde. Denn die Kerzen des Adventskranzes leuchten hin auf die Ankunft Christi in der Welt. Die Kerzen, die noch nicht leuchten, fordern unsere Geduld heraus, was wir in der Zeit der schnellen Rabatte und Lieferungen kaum noch kennen. Darauf wies Propst Sönke Funck in seiner Predigt hin. Da erscheint die Kirche, insbesondere die Kirche St. Nicolai während der Zeit der Lichtreise, wie eine ganz andere Welt.

Wie ein Schritt in eine andere Welt

Funck beschrieb sein Empfinden beim Betreten der Kirche, nachdem er zuvor über den lauten und hellen Weihnachtsmarkt gegangen sei. Der Übergang in die Kirche fühle sich wie ein Grenzübertritt an, wie ein Schritt in eine andere Welt. „Geheimnisvoll dunkel empfängt sie uns – und doch licht und offen. Umrandet, begrenzt von vertrauten dicken Mauern – und zugleich so frei und transparent.“ Funcks Predigt kam immer wieder auf das Licht zurück und auf seine Bedeutung im Glauben und für uns selbst. Das Licht lasse uns selbst und andere anders wahrnehmen, gleichzeitig stünden wir diesem Licht aber zu oft im Wege. Diese zwei Seiten menschlicher Existenz, auch sie thematisierte der Propst mehrfach.

„Auf dieser Schwelle, auf dieser Grenze stehen wir im Advent: Zwischen abgedroschenem Glitzer und verheißendem Funkeln, zwischen greller Scheinwelt und warmen Beschienen-Sein, zwischen Bangen und Hoffen, Enttäuschung und Vertrauen, zwischen so großem Reichtum und ärmlicher Bedürftigkeit, zwischen kraftstrotzend-überheblicher Autonomie und zutiefst verunsicherter Verletzlichkeit.“

"Ich glaube; hilf meinem Unglauben!"

Funck blickte auf die Jahreslosung des kommenden Jahres voraus: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Diese Losung aus dem Markusevangelium passe in den Advent, auch wenn vielleicht "Skepsis" ein besseres Wort wäre als Unglauben angesichts der kindlich-bemühten Weihnachtsseligkeit. „Skepsis, abgrundtiefe Skepsis – und zugleich Bedürftigkeit nach Hoffnung und Heil.“ Schließlich gebe es uns Menschen an dieser Grenze zwischen Glauben und Zweifel, an der Grenze, auf der Schwelle zum ganz Anderen, ganz Neuen als Anfang aller Tiefe im Advent.

 

Im Angesicht dieser nachdenklichen und hoffnungsvollen Worte, gesegnet und erfüllt von einem imposanten Orgelnachspiel von Kirchenmusikdirektorin Katja Kanowski begegneten sich nach dem Gottesdienst die Teilnehmenden aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Viele Gespräche schauten auf das Jahr zurück, es wurden Pläne geschmiedet und neue Bekanntschaften geschlossen. Und das alles im Schein der Lichtreise, die nach der Veranstaltung von der Künstlerin endgültig abgebaut wurde.

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