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Christa Loose-Stolten und Popst Sönke Funck.

Der Kirchengemeinderat Gettorf mit Propst Sönke Funck und Ulla Heimemann (links).

Jens Christof Krabbenhöft (links), Amtsvorsteher und Bürgermeister in Lindau, bedankt sich gemeinsam mit Amtsdirektor Matthias Meins für die Arbeit von Christa Loose-Stolten.

Gettorfs Bürgermeister Hans-Ulrich Frank bei seinem Grußwort.

02.03.2020

Gettorf – Als Christa Loose-Stolten die Urkunde in der Hand hält, beginnt der Applaus. Die etwa 200 Besucherinnen und Besucher in der Gettorfer St. Jürgen Kirche erheben sich von den Plätzen und applaudieren ihrer Pastorin, die ab jetzt Ruheständlerin ist. Loose-Stolten ist gerührt, möchte den Applaus am liebsten sofort beenden. Sie steht dann aber noch eine Weile in der Mitte des Gangs, bevor sie sich wieder setzt und der Applaus abebbt. Dieser Gottesdienst gilt ihr. Nach 20 Jahren in der Kirchengemeinde Gettorf geht ihr Berufsleben mit einer großen Feier zu Ende. 

Zwei Stunden lang gibt es viel Musik, eine lange rückblickende Predigt, bewegende Worte von Propst Sönke Funck sowie Ulla Heinemann und am Ausgang noch einen Gospel. Damit aber ist der Tag des Abschieds noch nicht vorbei, es folgt ein Empfang im Gemeindehaus mit Grußworten, Geschenken und Gesang.

Die letzte Predigt als Gemeindepastorin von Christa Loose-Stolten in der Kirche ist zuvor voll von Dankbarkeit. Als Grundlage dient ihr ein Wort aus dem zweiten Brief des Paulus an Timotheus, das sie über ihre Zeit als Pastorin begleitet hat: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern den Geist der Liebe und der Besonnenheit.“ Ein Plakat mit diesem Spruch, das sie 1984 erworben hat, besitzt sie bis heute. Beim Abschiedsgottesdienst steht es an der Osterkerze.

Die Zusage Gottes, die Paulus in dem Brief an Timotheus weitergibt, sei wichtig gerade in Zeiten von Verletzungen und Enttäuschungen. „Solche Ermutiger braucht es, wie Paulus es für Timotheus war“, sagt Loose-Stolten. Die Gesellschaft brauche Ermutiger, gerade auch in der Kirche. Sie selbst sei dankbar dafür, dass sie immer wieder viele solcher Ermutiger gehabt habe – ob in ihrer ersten Gemeinde als Pastorin in Flintbek, in der Krankenhaus- und Altenheimseelsorge in Eckernförde oder in der langen Zeit in Gettorf. „Auf so vieles können wir doch verzichten, nicht aber auf Menschen, die uns liebhaben.“

In der Predigt, in der sie auch immer wieder ins Plattdeutsche wechselt, erinnert sie dann noch einmal an das, was sie in ihrer Zeit als Pastorin erlebt hat und spricht dabei viele der Anwesenden namentlich an. „Der liebe Gott hat es so gut mit mir gemeint und ich danke ihm jeden Tag dafür“, sagte sie. „Ich danke Euch, dass ich Eure Pastorin sein durfte.“

Propst Sönke Funck dankt ihr anschließend für den Dienst als Pastorin. Er beschreibt sie dabei als „Volkskirchlerin durch und durch“. Der Abschied falle ihr bei aller Dankbarkeit nicht leicht, das sei offensichtlich. Man könne vieles planen und vorbereiten, aber wenn es so weit ist, dann bleibe es dennoch schwer. Gerade dies zeige, so Funck in Richtung von Loose-Stolten: „Du warst Pastorin und bist Pastorin mit Leib und Seele.“ Ulla Heinemann spricht anschließend für die Gemeinde und nennt Loose-Stolten einen Glücksfall für die Gemeinde. „Es ist Dir gelungen, uns die frohe Botschaft von der Liebe Gottes näher zu bringen.“

Welche Spuren Christa Loose-Stolten in der Gemeinde hinterlassen hat, zeigt auch der anschließende Empfang im gut gefüllten Gemeindehaus. Der Amtsvorsteher und Bürgermeister von Lindau bedankt sich ebenso wie der Bürgermeister von Gettorf für die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen, ein Chor aus Kindern und Jugendlichen singt bekannte christliche Kinderlieder – die Lieblingslieder der Pastorin, so heißt es – und verabschiedet sich von ihr mit einem Segenslied. Als besonderen Höhepunkt für den Garten in ihrem neuen Haus in Revensdorf gibt es für Christa Loose-Stolten schließlich noch ein Vogelhäuschen vom Kirchbauverein als Geschenk – gedeckt mit einigen alten Dachschindeln des Turms von St. Jürgen.

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