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Propst Sönke Funck, Pastor Peter Scharfenberg, Pastorin Dr. Lena-Katharina Schedukat und die Mitglieder des Kirchengemeinderats vor der Kirche.

Die Gottesdienstbesucher konnten Zettel mit ihren Gabe für die Gemeinde an den Apfelbaum hängen.

Propst Sönke Funck überreicht Elke Holland das Ansgarkreuz. (Foto: Daniela Fräter)

Die Gemeinde hat ein buntes Fest zwischen Kirche und Gemeindehaus gefeiert.

Propst Sönke Funck, Pastorin Dr. Lena-Katharina Schedukat und Pastor Peter Scharfenberg pflanzen den Apfelbaum direkt neben der Kirche.

Propst Sönke Funck predigt im Festgottesdienst.

Vor dem Gottesdienst spielt der Posaunenchor.

Die Seifenblasen steigen am Kirchtum hoch.

02.09.2019

Kiel-Schilksee – Am Anfang zögert die Gemeinde. Nur wenige der knapp 100 Besucherinnen und Besucher des Festgottesdienstes zum 50. Jubiläum der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Kiel-Schilksee erheben sich. Sie hängen einen Zettel an den Apfelbaum. Einen Zettel mit den Gaben, die sie persönlich in die Gemeinde einbringen können. Zwei Mitglieder des Kirchengemeinderats kippen den Baum, jetzt kommen alle an die Zweige. Und nachdem die ersten sich getraut haben, werden es immer mehr. Am Ende hängt der Baum voller Zettel.

Pastorin Dr. Lena-Katharina Schedukat und Pastor Peter Scharfenberg lesen einige von ihnen vor: „Empathie“ bringt ein Mitglied der Gemeinde ein, ein anderes will „einen Seniorennachmittag gestalten“ oder „Einsame besuchen“. Die Vielfalt der Gemeinde, die die Aktion zeigen sollte, wird deutlich. Nach dem Gottesdienst wird der Baum mit den Zetteln nach draußen getragen und neben die Kirche eingepflanzt. Ein Zeichen für die lebendige, vielfältige Gemeinde, sagt Lena-Katharina Schedukat. Ein Baum der Hoffnung an diesem „kleinen Geburtstag“ einer Kirche, wie ihr Kollege Peter Scharfenberg sagt. 50 Jahre, das sei für eine Kirche nicht viel. Er wünscht ihr noch weitere 50, 100, vielleicht 1000 Jahre. Für diese Zukunft stehe der Apfelbaum, so Scharfenberg.

Auch Propst Sönke Funck spricht in seiner Predigt im Festgottesdienst von der Vergangenheit der Kirche und von der Zukunft. Beides ist bei den verhältnismäßig jungen Kirchen wie der in Schilksee verknüpft. „Wir, Sie, diese heute lebende Gemeinde, zusammen mit vielleicht den letzten zwei Generationen, wir geben dieser Kirche ihre Bedeutung und Prägung“, sagt Funck. In den alten Gemäuern trage immer auch die Tradition, in modernen Kirchen sei das anders. Hier sei die heutige Generation ganz anders gefragt christliches Gemeindeleben und Gottesdienst zu gestalten und zu prägen. „Wir sind herausgefordert, Gemeinde Jesu Christi zu sein: 2019 und für die kommende Zeit.“

Wie diese Gemeinde konkret in Schilksee-Strande gelebt wird, hat Propst Funck in der Woche vor dem Festgottesdienst erlebt. Er hat im Rahmen seiner Visitation die Kita besucht, den Kirchengemeinderat, hat in der Gemeindeversammlung Fragen beantwortet. Er hat die Kinder- und Jugendarbeit ebenso kennengelernt wie die Arbeit für Seniorinnen und Senioren. Die Vielfalt des einen Leibes mit den vielen Gliedern, die unter Bezug auf den Apostel Paulus und seinem Brief an die Korinther im Mittelpunkt des Festgottesdienstes steht, hat er dabei gespürt. Bei den Aktivitäten, den Andachten, Gottesdiensten und seelsorgerlichen Begegnungen.

Die Kirche möge dabei der Ort der Vielfalt und Buntheit bleiben, so Funck. Er erinnerte an die Worte des Namensgebers der Kirche, Dietrich Bonhoeffer, dass „die Kirche nur Kirche ist, wenn sie für andere da ist. Sie muss an den weltlichen Aufgaben des menschlichen Gemeinschaftslebens teilnehmen, nicht herrschend, sondern helfend und dienend.“

Ansgarkreuz für Elke Holland

Helfend und dienend, diese Beschreibung passt auf Elke Holland. 30 Jahre lang hat sie in der Kirchengemeinde Schilksee-Strande gewirkt, war Mitglied des Kirchenvorstandes, hat die Seniorenarbeit geprägt, Ausflüge organisiert und immer christliche Nächstenliebe praktiziert. Für ihre ehrenamtliche Arbeit ist sie mit dem Ansgarkreuz der Nordkirche ausgezeichnet worden, das ihr Propst Funck zu Beginn seiner Visitation in einem Gottesdienst überreichte. Grund ihres Engagement sei ihr Glaube gewesen, so Funck und zitierte den Apostel Paulus aus dem Römerbrief: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ Oder mit Sönke Funcks Worten: „Wer Gott liebt, dem gelingen alle Dinge zum Besten.“

Dass Andere die Aufgaben von Elke Holland übernehmen wollen, zeigt wiederum die Vielfalt der Gaben in der Gemeinde. „Schenke uns Mut und Freude, unsere Gaben einzubringen“, betet Pastorin Schedukat im Jubiläumsgottesdienst. Die Kirche möge keine geschlossene Gesellschaft sein, sondern „offen für neue Horizonte“, ergänzt Propst Funck. Ihm schwebt eine bunte, lebendige Kirche vor, die mutige Schritte in Zukunft geht.

So bunt und lebendig wie das Fest, das die Gemeinde in den drei Stunden vor dem Jubiläumsgottesdienst gefeiert hat. Mit vielen bunten Kindergesichtern, kunstvoll gestaltet beim Kinderschminken. Mit bunten Armbändern, Seifenblasen die am Turm in den Himmel stiegen und einer Vielfalt an Musik – ob modern oder klassisch. So vielfältig, wie die Gemeinde in Strande und im benachbarten Kieler Stadtteil Schilksee eben ist.

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