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Martin Krumbeck, Kirsten Erichsen, Torsten Behnke und Volker Starck (von links) auf dem Karbyer Friedhof.

02.12.2020

Karby – Die Zukunft des Friedhofs in Karby ist gesichert. Die sechs Kommunen, die zum Einzugsgebiet des Friedhofs gehören, beteiligen sich an den Defiziten der Vergangenheit und der Zukunft. Nach Karby, Brodersby, Winnemark, Kappeln und Damp hat Dörphof als letzte Gemeinde zugestimmt. Somit kann die Kirchengemeinde Schwansen als Rechtsnachfolgerin den Beschluss der Kirchengemeinde Karby aufheben, den Friedhof zum 1. Januar 2021 zu schließen. Dies war vor zwei Jahren entschieden worden.

Nun beteiligen sich alle Kommunen nach Zahl der Einwohner prozentual am Defizit, das bis Ende 2017 entstanden ist. Für die Zeit ab 2018 werden jeweils 4 Euro pro Einwohner und Jahr fällig. Grund für das Defizits ist die veränderte Bestattungskultur, die auch vor der Kirchengemeinde Schwansen nicht halt macht.

„Früher haben wir immer etwa 35 Beerdigungen im Jahr gehabt, jetzt sind es um die 20“, sagt Karbys Pastor Martin Krumbeck. Und während sich die Hinterbliebenen früher oft gleich für zwei (oder noch mehr) Erdgräber entschieden, um später am gleichen Ort bestattet werden zu können, wird heute oft nur ein einzelnes Urnengrab gewählt. Das bedarf weniger Pflege und ist günstiger. „In diesem Jahr hatte ich von 21 Beerdigungen nur zwei Sargbestattungen“, sagt Krumbeck. Urnengräber und der Rückgang der Zahl an Bestattungen bringen weniger Geld in die Kasse des Friedhofs. Das Defizit ist folgerichtig. Und da die Vorhaltung eines Friedhofs eigentlich Aufgabe der Gemeinden ist, müssen diese sich am Ausgleich beteiligen.

„Wir wollen die Zusammenarbeit nicht abbrechen“, sagt Dörphofs Bürgermeister Volker Starck. Für Dörphof gebe es auch keine andere sinnvolle Alternative als der Friedhof der Kirchengemeinde Schwansen. Die Kirche sei der Gemeinde entgegengekommen, sagt Starck. Jetzt beteiligt sie sich statt mit den ursprünglich geplanten 6800 Euro mit 10.000 Euro am Defizit, das bis einschließlich 2017 entstanden ist.

„Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt, die von den Kommunen gefordert wurden“, sagt Thorsten Behnke, stellvertretender Vorsitzender des Kirchengemeinderats Schwansen. So sind einige Kosten gesenkt und die Gebühren leicht angehoben worden. Außerdem verwendet die Kirchengemeinde die Erlöse aus dem gewerblichen Teil des Friedhofs, um das Defizit zu senken. Diese Erlöse entstehen, wenn die Friedhofsgärtner beispielsweise Grabpflege übernehmen. Dadurch würden die Kosten aber nicht ausgeglichen, die auch durch die Konkurrenz durch Bestattungswälder aber auch Seebestattungen entstehen.

Grundsätzlich gilt, laut Behnke: „Wir haben eine hoheitliche Aufgabe zu erfüllen.“ So würden die Wege auf dem Friedhof an der Kirche das ganze Jahr über begehbar gehalten, auch die Wege zu den Baumgräbern, die es in Karby wie auch auf den anderen Schwansener Friedhöfen gibt. Außerdem werde auf den Friedhöfen der Kirchengemeinde jeder bestattet, ob Mitglied der Kirche oder nicht, ergänzt Pastorin Kirsten Erichsen, Vorsitzende des Kirchengemeinderats Schwansen. „Wir tragen den Friedhof mit den Kommunen gemeinsam, weil wir eine Verantwortung für die Region haben“, sagt sie. Künftig werde gemeinsam mit den Kommunen einen Beirat gebildet, in dem die Belange des Karbyer Friedhofs besprochen werden. Und wenn dann deutlich wird, dass die jetzige Einigung nicht mehr trägt, werde es frühzeitig Gespräche geben.

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