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Propst Sönke Funck am Eckernförder Strand bei der Aufnahme der Predigt für die digitale Christvesper.

22.12.2020

Rendsburg – Feiern wir Weihnachten? Ja! Viele Kirchengemeinden entscheiden aber vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen, Weihnachten in diesem Jahr anders zu feiern. Dienstagmorgen (22.12.) hatten 28 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde die geplanten Präsenzgottesdienste abgesagt. In 5 Kirchengemeinden werden vor oder in den Kirchen Gottesdienst feiern. „Es schmerzt mich persönlich, aber auch die Kolleginnen und Kollegen vor Ort unglaublich, Weihnachtsgottesdienste abzusagen“, sagte Propst Sönke Funck. „Aber aus dem Schmerz kommt keine Resignation, sondern eine große Kreativität, um die Weihnachtsbotschaft trotzdem unters Volk zu bringen“.

Sicher ist: Auch in diesem seltsamen Jahr mit vielen Unwägbarkeiten wird Weihnachten kommen. Allen Widrigkeiten zum Trotz werden Christen überall auf der Welt dieses hohe Fest feiern, daran ändert auch das Virus nichts. Wohl aber hat Covid-19 einen großen Einfluss darauf, wie gefeiert wird: Kein Krippenspiel, kein Gesang, für viele auch kein Gottesdienst, weil das Risiko als zu groß betrachtet wird. Die Pastorinnen und Pastoren, Ehrenamtlichen, Kirchenmusiker*innen im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde haben in den letzten Monaten viel geplant, verworfen, neu erdacht, verantwortungsvoll geprüft und hinterfragt. „Weihnachten fällt nicht aus“, erklärt Propst Funck: „Die Entscheidung für oder gegen Präsenzgottesdienste ist den Kirchengemeinden überlassen, wir stärken beiden Positionen den Rücken. Wer Gottesdienste vor Ort feiern kann und will, der soll es auch tun, wer nicht – der kann es in seiner Verantwortung den Menschen gegenüber lassen.“

Einige Kirchengemeinden bieten in diesem Jahr häufiger kürzere Gottesdienste an. Dabei dürfen drinnen nicht mehr als 50 Personen teilnehmen, draußen maximal 100. Über die gesamte Zeit sind Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen und das Singen ist untersagt. Die Hygienekonzepte sehen die Erfassung der Kontaktdaten vor, meist sind Anmeldeverfahren vorgesehen, teilweise auch mit Eintrittskarten. Zwischen den Gottesdiensten wird gelüftet. In der Kirchengemeinde Fockbek gibt es beispielsweise 10-Minuten-Kurz-Gottesdienste für jeweils 30 Menschen draußen. Die Anmeldung dazu geht telefonisch und über die Webseite. Viele Gemeinden bieten zusätzlich analoge Alternativen an: In Dänischenhagen gibt es beispielsweise an verschiedenen Stellen einen weihnachtlichen Stationenweg mit 8 Plakaten zur Weihnachtsgeschichte nach Lukas samt Bild und Text, dazu Gedankensplitter und Gebet. Als Hilfestellung gibt es auf der Webseite einen Plan, damit kein Plakatstandort verpasst wird. Dies soll dazu beitragen, den zu erwartenden Menschenandrang am Heiligen Abend zu entzerren, weil wahrscheinlich nicht jede*r einen Platz im Gottesdienst bekommen wird.

Andere Kirchengemeinden haben die Präsenzgottesdienste abgesagt und bieten stattdessen andere Möglichkeiten, Weihnachten zu feiern. In Sehestedt bringen Helferinnen und Helfer in den nächsten Tagen „Weihnachten für zu Hause“-Tüten zu den Menschen. In Bovenau gibt es über die Weihnachtstage in der Kirche weihnachtlich gefüllte Tüten für Kinder und für Erwachsene, außerdem die Weihnachtspredigt auf Papier, die man sich aus einer großen Krippe mitnehmen kann. Die großen Bühnenbilder zur Weihnachtsgeschichte, die Konfirmand*innen schon für den ursprünglich geplanten open air-Gottesdienst gemalt hatten, hängen dann in der Kirche. Es gibt also eine Art „Stall von Bovenau“, zu dem alle kommen dürfen (natürlich unter Corona-Hygiene-Regeln!). Heiligabend werden KGR-Mitglieder und die Pastorin von 14 bis 18 Uhr in der Kirche „Wache halten“ und ansprechbar sein. Häufig werden diese Angebote mit digitalen Gottesdiensten ergänzt.

Wieder andere Kirchengemeinden verzichten ganz auf analoge Aktionen und verlegen sich vollständig ins Digitale. Unterstützung dafür gibt es auch vom Kirchenkreis. Dort entstand zu Beginn der Maßnahmen Anfang November bereits die Idee, einen kurzen Weihnachtsgottesdienst online anzubieten. Alle Teile des Gottesdienstes sind von Menschen aus dem Kirchenkreis zugeliefert worden. Die Lesung der Weihnachtsgeschichte haben Pastorinnen und Pastoren übernommen, aus jeder Kirchengemeinde wie auch übergemeindlich. Die Fürbitten kommen von der Rendsburger Jugendkirche. Die Musik wurde unter anderem an der Orgel in St. Marien eingespielt, aber auch Blasmusik aus der Hüttener Kirche sowie aus Hamdorf und Gesang aus Nortorf erwarten die Betrachter. Die Lieder sind untertitelt, sodass daheim mitgesungen werden kann. Die Predigt kommt vom Eckernförder Propst Sönke Funck, Begrüßung, Abschied und Segen übernimmt der Rendsburger Propst Matthias Krüger. Einige Kirchengemeinden werden den Gottesdienst um eine persönliche Ansprache ergänzen, andere nutzen das Angebot als Zusatz der eigenen Arbeit vor Ort. Premiere ist am Heiligabend um 16 Uhr (www.kkre.de/weihnachten). Auf die Bitte nach Musikstücken kam so viel Rücklauf, dass eine Zusammenstellung für den zweiten Feiertag angedacht ist.

Einen möglichst aktuellen Überblick über die Angebote in den Kirchengemeinden finden Sie unter www.kkre.de/weihnachtsgottesdienste, auf den jeweiligen Webseiten der Kirchengemeinden, in der Weihnachtspost sowie auf Aushängen.

Diese Gemeinden werden keine Präsenzgottesdienste feiern (21.12.):

Altenholz, Aukrug, Borby, Bovenau, Büdelsdorf, Bünsdorf, Christkirche (RD), Hademarschen, Hamdorf, Hohenwestedt, Hütten, Jevenstedt, Kosel, Krusendorf, Nortorf, Osdorf, Osterrönfeld, Owschlag, Schacht-Audorf, Schenefeld, Schilksee/Strande, Schwansen, Sehestedt, St. Jürgen (RD), St. Marien (RD), St. Nicolai Eckernförde, Wacken, Westerrönfeld

Diese Gemeinden werden Präsenzgottesdienste anbieten:

Dänischenhagen, Fockbek, Gettorf, Hohn, Todenbüttel

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