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Die Propellermaschine hob ab und flog "über den Wolken".

24 Konfirmand*innen und ein Pastor freuen sich über den gelungenen Gottesdienst am ungewöhnlichen Ort.

19.08.2020

Rendsburg/Westerrönfeld/Stapelholm – In rund 100 Autos kamen die Angehörigen der Jugendlichen, die am Samstag konfirmiert wurden: Insgesamt fanden sich gut 450 Menschen bei bestem Wetter auf dem Flugplatz Schachtholm ein. Unter dem Motto "Ich heb‘ ab" hatte die Kirchengemeinde Westerrönfeld unter Beachtung der Corona-Regeln auf diesen außergewöhnlichen Platz zu einem Freiluft-Gottesdienst eingeladen, um die diesjährige Konfirmation zu feiern.

Pastor Rode Zimmermann-Stock und sein Kirchengemeinderat aus der Kirchengemeinde Westerrönfeld hatten in der Vergangenheit schon gute Erfahrungen mit Kopfhörer-Gottesdiensten gemacht. Das kam ihnen bei den Überlegungen, wie die Konfirmation 2020 trotz Corona gefeiert werden könnte, zugute. Zusätzlich zu den vom Kirchenkreis finanzierten 120 Kopfhörern hat die Kirchengemeinde 350 weitere geliehen, damit alle trotz der Abstandsregelungen dem gesprochenen Wort und der Musik folgen können.

Bis alle sich auf den Plätzen eingerichtet hatten und die Kopfhörer an Ort und Stelle waren dauerte es seine Zeit, spätestens zur Begrüßung dürften dann aber alle ganz Ohr gewesen sein. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden folgten dem Gottesdienst unter einem Zelt, eine Notwendigkeit bei fast 30 Grad.

Als der Flugplatz ins Gespräch kam für diesen Gottesdienst, hatte Pastor Zimmermann-Stock gleich ein Lied im Ohr: "Ich heb‘ ab", von Andreas Bourani und Sido. Teile des Liedtextes sind denn auch der Einstieg in seine Predigt: "Wenn Bourani als alter Kirchen-Chorknabe von Abheben singt, klingt das fast überheblich… aber da ist dann doch auch Sido, der einen rappend schnell erdet: Wir laufen rum mit der Schnauze voll / die Köpfe sind leer / sitzen im Dreck bis zum Hals / haben Löcher im Herz / ertränken Sorgen und Probleme. Schnörkelloser kann man nicht aus dem Traum vom Fliegen als Astronaut auf die Erde zurück gezerrt werden."

Und er zeigt die Parallele zum Leben der Jugendlichen, die er in den letzten zwei Jahren begleitet hat: "Ihr seid jetzt nicht nur in einem Alter, in dem man gut anfangen kann mit diesem Abheben, ihr habt nun auch in der vergangenen Konfirmandenzeit das Rüstzeug erhalten - den Astronautenanzug, wenn man so will - der manchmal mit Kabel und manchmal vielleicht über Funk, den Kontakt zu Gott und der Welt hält." Den Angehörigen in der Festgemeinde rief er zu "Schauen Sie her, so erwachsen haben Sie Ihre Kinder, Ihre Konfirmanden, schon gemacht, auch wenn der Weg dahin sicher nicht immer leicht war und Sie diese Seifenblase oft beschützen mussten." Die Konfirmation ist eine Bekräftigung der Taufe und war schon immer das Fest des Anfangs des Erwachsenwerdens, so führte er weiter aus: "Eure Familien und Eure Freunde wollen Euch begleiten und auch die Kirche, die Gemeinschaft der Glaubenden, will Euch an der Seite stehen. Ein Anderer aber hat Euch den Beistand schon in der Taufe fest zugesagt."

Bei der gruppenweisen Segnung legten Paten den Jugendlichen die Hände auf und es mag neben einigen Schweißperlen auch die ein oder andere Träne den Weg gefunden haben. Nach den Konfirmationen sangen Volker Wieben und Christiane Schott "Wie schön Du bist" von Sarah Connor, ein drittes Musikstück aus der Popwelt setzte dann ein Gänsehaut-Finale ans Ende der Veranstaltung: Bei "Über den Wolken" von Reinhard Mey startete eine Propellermaschine. Die Gemeinde hat bei diesem Lied ganz begeistert mitgesungen. Bei der Zeile: "Dann ist alles still, ich geh'..." macht Musiker Volker Wieben eine Pause, in der es bis auf die Motorengeräusche mucksmäuschenstill war, bis das Flugzeug vorbei war. Dann setzte er noch einmal neu an "Jetzt ist alles still". Ein Gänsehautmoment bei einer Konfirmation, die vielen Menschen lange im Gedächtnis bleiben wird.

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