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21.09.2020

Rendsburg – Die Synode des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde hat die Stelle einer oder eines Präventionsbeauftragten eingerichtet. Sie folgt damit dem Präventionsgesetz der Nordkirche, das von den Kirchenkreisen die Einrichtung einer solchen Stelle verlangt. Ziel der Prävention ist es, Mitarbeitende, Menschen, die Angebote der Kirche annehmen, und insbesondere Kinder und Jugendliche „vor allen Formen sexueller Grenzüberschreitungen und sexuellen Missbrauchs“ zu schützen. So heißt es im Präventionsgesetz der Nordkirche, das seit 2018 gültig ist. Aufgabe der oder des Präventionsbeauftragten soll sein, die Kirchengemeinden, den Kirchenkreis und seine Einrichtungen bei der Umsetzung des Gesetzes zu unterstützen und zu beraten.

Bis zu ihrem Ruhestand im März hat Pastorin Gudrun Bielitz-Wulff die Aufgabe der Präventionsbeauftragten kommissarisch wahrgenommen. Die Einrichtung der neuen Stelle hat sich verzögert, da die Synodentagung im März aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen ist. Auf ihrer Tagung am Sonnabend (19. September) stimmte die Kirchenkreissynode nun dem Antrag auf Einrichtung einer vollen Stelle zu. Propst Sönke Funck wies bei seiner Begründung auf die Bedeutung der Prävention in der Kirche hin. Zwar sei die Finanzlage angespannt, aber „über Prävention darf nicht nach Kassenlage entschieden werden“.

Der oder die Präventionsbeauftragte ist dem Kirchenkreisrat und dem für Dienste und Werke zuständigen Propst Sönke Funck zugeordnet. Ziel ist es, mit den verschiedenen Einrichtungen und Kirchengemeinden gemeinsam Schutzkonzepte zur Prävention sexualisierter Gewalt zu entwickeln und umzusetzen. „Nur über Fortbildung, Gespräche und Klärung eines Handlungsrahmens ist ein größtmöglicher Schutz in den Einrichtungen des Kirchenkreises und den ehren- und hauptamtlichen Arbeitsfeldern der Kirchengemeinden für alle Beteiligten zu erreichen“, heißt es in der Aufgaben- und Stellenbeschreibung.

Die neu eingerichtete Stelle soll nun unverzüglich ausgeschrieben werden, damit sie baldmöglichst besetzt werden kann. Die Kirchengemeinde Altenholz hat unter anderem mit Unterstützung des Kirchenkreises bereits modellhaft ein solches Konzept entwickelt und beschlossen. Der Weg dorthin soll für die anderen Gemeinden als Beispiel für eigene Schutzkonzepte dienen, der gemeinsam mit dem oder der künftigen Präventionsbeauftragten beschritten werden soll. Auf Ebene des Kirchenkreises arbeitet derzeit ein Arbeitskreis Prävention an einem eigenen Schutzkonzept, das im kommenden Jahr der Synode vorgelegt werden soll.

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