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Die Synodenmitglieder stimmten dafür, dass die Kirchensteuermindereinnahmen 2020 und 2021 größtenteils ausgeglichen werden.

Jan Soetbeer aus dem Landeskirchenamt stellt die Kirchensteuerschätzung vor.

Viele Zahlen hatte die Synode zu bedenken.

Propst Krüger bei der Vorstellung der Jahresrechnung.

19.09.2020

Rendsburg – Die Synode des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde hat dem Kirchenkreis und den Kirchengemeinden Unterstützung für die Haushaltsjahre 2020 und 2021 zugesichert. Da die Kirchensteuer aufgrund der Corona-Pandemie sinken wird, können die im Haushalt 2020 anvisierten Zahlen nicht erreicht werden. Die Synode sichert die Zuweisungen an Kirchengemeinden und Kirchenkreis für 2020 mindestens in Höhe von 90 % des Haushaltsansatzes 2020 zu und für 2021 mindestens in Höhe von 80 % des Haushaltsansatzes 2020. Dies geschieht aus Mitteln der Ausgleichsrücklage, die in den vergangenen Jahren für diesen Zweck gebildet wurde. „Das Ziel dieses Vorgehens ist Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre“, sagt Propst Matthias Krüger. Mit einer Enthaltung nahm die Synode den Beschluss über den Ausgleich an.

Wie viel weniger Geld der Kirchenkreis, seine Einrichtung und die Gemeinden in diesem und im nächsten Jahr bekommen werden, steht noch nicht fest. Die derzeitigen Annahmen beruhen auf der Steuerschätzung im Mai dieses Jahres. Eine weitere Schätzung im September hat auf Seiten des Staates schon stattgefunden, Ende September berät dann die Nordkirche über die Zahlen und prognostiziert erneut die Einnahmen für dieses und auch für die nächsten Jahre. Gewissheit wird es dann aber erst nach Abschluss des Haushaltsjahres bei Aufstellung der Jahresrechnung geben.

Wie die Steuerschätzung abläuft und wie die aktuellen Zahlen zustande kommen, erläuterte Jan Soetbeer den Synodalen. Er ist Referent im Bereich Steuern des Finanzdezernats des Landeskirchenamts der Nordkirche. „Ziel der Kirchensteuerschätzung ist, eine möglichst ,genaue‘ und realistische Bewertung der Einnahmesituation vorzunehmen”, sagte er. Dabei gebe es immer eine Unsicherheit, die von der wirtschaftlichen Entwicklung und weiteren Parametern abhängt.

Die stetige Steigerung der Einnahmen aus Kirchensteuern wie in den vergangenen Jahren ist aber vorerst gestoppt. Im Mai schätzte die Nordkirche, dass 2020 insgesamt 470 Millionen Euro eingenommen werden, das wären zwölf Prozent weniger als 2019. Für den Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde würde dies eine Zuweisung von 14,4 Millionen Euro statt der geplanten 17,1 Millionen bedeuten, sagte Soetbeer. „Für die Haushaltsplanungen bedeutet die aufzeigte Kirchensteuerentwicklung erhebliche Einschnitte. Angesichts steigender Personalkosten werden die Spielräume immer enger und die Gefahr von Haushaltsdefiziten nimmt zu.”

Nach den schlechten Nachrichten über den prognostizierten Rückgang der Kirchensteuern hat die Synode sich mit der Jahresrechnung 2019 befasst. Diese enthielt wiederum gute Nachrichten, denn zum einen lagen die Kirchensteuern im Jahr 2019 leicht höher als ursprünglich angenommen: Insgesamt wurden dem Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde gut 18 Millionen Euro vom Landeskirchenamt zugewiesen. Und zum anderen wurde im Gemeinschaftsanteil weniger ausgeben. So erhalten die Kirchengemeinden und die Einrichtungen des Kirchenkreises wie Diakonie und Zentrum für Kirchliche Dienste insgesamt 1,6 Millionen Euro mehr als ursprünglich vorgesehen.

Für die Gemeinden bedeutet das insgesamt eine Zuweisung von zusammen 6,4 Millionen Euro, der Kirchenkreis erhielt 1,8 Millionen. Größter Posten im Gemeinschaftsanteil, der 2019 insgesamt 9,8 Millionen Euro umfasste, sind die Kosten für die Pastorinnen und Pastoren in den Gemeinden und im Kirchenkreis, die mit gut 4,8 Millionen Euro zu Buche schlagen. Für die Kirchenkreisverwaltung wurden 2,1 Millionen Euro aufgewendet.

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