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Frauke Bregas vor dem Haus Porsefeld.

27.03.2020

Rendsburg - Vor dem Hospizhaus Porsefeld fährt ein türkises Elektroauto vor, eine Frau steigt aus, baut einen Notenständer auf, packt die Posaune aus – und spielt. Ringsum gehen Fenster, Eingangs-, Balkon- und Terrassentüren auf, vorwiegend ältere Menschen schauen heraus, klatschen, singen mit.

Pastorin Frauke Bregas ist Krankenhaus- und Hospizseelsorgerin in Rendsburg: „Seelsorge mit Kontaktrestriktionen? Schwieriges Unterfangen für mich und die Patientinnen und Patienten“. Mit der Leitung im Hospiz Porsefeld hat sie vereinbart, dass sie erstmal nur kommt, wenn es konkrete Anfragen gibt – normalerweise ist sie einen Vormittag in der Woche fest im Haus. „Ich möchte den Menschen in dieser schwierigen Zeit aber den Zuspruch nicht nehmen – deshalb komme ich zweimal die Woche her und blase Posaune für sie.“

Das freut nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner des Hospizes, in den umliegenden Häusern ist betreutes Wohnen eingerichtet und das Heiliggeist-Hospital liegt auch nebenan. Vom betreuten Wohnen kommt denn auch eine ältere Dame mit ihrem Rollator langsam an, bedacht auf die ausreichende Distanz. „Warum machen Sie das?“, fragt die 84-jährige Ingrid M. „Für Sie und alle, die mich hören können, zur Freude“, antwortet Bregas. Die sichtlich begeisterte Frau steckt ihr eine kleine Spende zu (die dem Hospiz zugutekommen wird) und freut sich schon auf das nächste Mal. Auf dem Balkon beim betreuten Wohnen hat sich zwischenzeitlich ein kleiner Chor zusammengefunden, der „Alle Vögel sind schon da“ mitträllert.

Pastorin Bregas wechselt nach etwa 15 Minuten vom Innenhof des Hospizes zur Bushaltestelle Schloßplatz, damit auch die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Hausseite in den Genuss des Ständchens kommen. Viele der vorbeifahrenden Menschen hupen, kurbeln die Scheibe herunter und sprechen ihre Freude darüber aus, dass es eine solche Aktion gibt. „Es ist auch schön für mich selbst, noch etwas Sinnstiftendes für Menschen tun zu können, etwas, was Freude, Erstaunen, Kontakt vermittelt, ohne gegenseitige Ansteckung zu riskieren,“ erklärt Pastorin Bregas mit einem Lächeln, bevor sie die Posaune wieder anhebt, um den nächsten Titel zu spielen.

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