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Wer die Saat hat, hat das Sagen

  • Symbolbild: Hand mit Saatgut
    Symbolbild: Hand mit Saatgut (Bild von Ivan Horvat auf pixabay.com)

Rendsburg – Winzig klein sind die Saatkörner, das Ergebnis ein Vielfaches davon. Die Vielfalt des Saatgutes hingegen ist in Gefahr: Durch Monokultur, veränderte Lebensweise und ein strenges Saatgutrecht verschwindet die Vielfalt der Kultursorten, die es jahrhundertelang in Gärten gab.

Den Erhalt eben dieser alten Saatgüter hat sich das Projekt „Mut wächst – Klimabewusstsein erden“ der Nordkirche auf die Fahnen geschrieben. Das Frauenwerk der Nordkirche ruft dazu auf, im eigenen Garten oder im Balkonkasten alte Gemüsepflanzen, Kräuter oder Blumen zu kultivieren. Weil in der Landwirtschaft oft nur noch wenige optimierte Sorten zum Einsatz kommen, hat sich die Saatgutvielfalt einiger Sorten bereits um etwa 90 Prozent verringert. Die genetische Vielfalt der Pflanzen ist aber wichtig für kommende Generationen. Nur durch jährliches Kultivieren können die Pflanzen erhalten werden, so dass sie sich den veränderten Klimabedingungen anpassen können. 

Am 6. Februar können sich Interessierte in einem Online-Seminar dazu informieren. Kathrin Reckling-Freitag von der Regionalgruppe Nord des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt wird über politische Hintergründe, über Patent- und Markenrecht und Grundsätze der Erhaltungszucht von „alten Gemüsesorten“ informieren. Sie kann praktische Tipps geben und wird mit den Teilnehmer*innen über ganz konkrete Schritte auf dem Weg zu einer souveräneren Saatgutvielfalt diskutieren. Anmeldung über: klima@frauenwerk.nordkirche.de oder online buchen unter:  https://www.klima-erden.de/aktuell/wer-die-saat-hat/

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