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Corona war (und ist) natürlich nicht vorüber, aber die Kirchentüren öffneten sich zu Pfingsten langsam wieder und unsere Pastorinnen und Pastoren versuchten, sich in die neue Normalität einzufinden. Schön, bei aller Vorsicht. Für viele war der #lockdown sicher Zwangspause und Einschnitt. Zu Weihnachten folgte nun der zweite #lockdown, keiner weiß, wie lang er gehen wird. Was macht das mit uns?

Vielleicht ist so eine Zwangspause auch ein bremsender Griff ins ratternde Hamsterrad, ein Denkanstoß, ein Umlenker kreativer Energie? Bevor das alles wieder zu verschwinden drohte, baten wir unsere Pastorinnen und Pastoren:

Schildern Sie uns bitte EINE Szene aus Ihrem pastoralen Leben mit Corona-Einfluss. 

Hier finden Sie nun die Texte, teils mit Bildern.

Weihnachten fiel NICHT aus! (Diana Krückmann)

„Weihnachten fällt aus!“ Der Kirchengemeinderat mit der Entscheidung nicht glücklich, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden entsetzt bis fassungslos. Nach so einem ungewöhnlichen und verrückten Jahr keine Weihnachtsgottesdienste, die extra schon in der Maschinenhalle eines großen landwirtschaftlichen Betriebes geplant waren. Das Gesundheitsamt und das Ordnungsamt hatten den Konzepten zugestimmt. Die Musik, die Technik und viele weitere helfende Hände waren bereit, die Eintrittskarten gedruckt und manche sogar schon ausgegeben. Und dann kam die Verfügung, dass in geschlossenen Räumen nur 50 Menschen zum Gottesdienst zusammenkommen dürfen. 22 Konfis, die das Krippenspiel gestalten wollten und gut zehn Menschen, die logistisch helfen? Wie sollte das denn funktionieren? Weihnachten fällt natürlich nicht aus! Aber die Gottesdienste…

Gut, dass der Gemeindebrief noch nicht gedruckt war. So konnten wir noch ein analoges Angebot mit reinnehmen: Ein kleiner Hausgottesdienst mit Gebeten und Liedern und Predigt und (ganz wichtig) Segen. Hoffnungssterne zum Selberbasteln und ein Überblick der digitalen Angebote wurden mit den klassischen Themen zusammengestellt, in die Druckerei verschickt und an alle Haushalte verteilt.

Doch irgendetwas fehlte noch… Seit 2013 ist unsere Hademarscher Kirche geschlossen. Wir durften sie zu den Adventsandachten öffnen. Warum dann nicht auch am Heiligabend? Kein Gottesdienst – einfach OpenChurch, zum Beten, zum Friedenslicht abholen, zum Stimmung wahrnehmen, für kleine Gespräche mit uns Pastores, zum mühelosen Da-sein.

Unser tolles Team brachte einen Weihnachtsbaum in die Kirche und schmückte ihn. Der Bauhof der Kommune Hanerau-Hademarschen stellte uns eine Markthütte vor die Kirche, Modehaus Holst lieh uns die Schaufensterpuppen und am Heiligabend kamen dann auch noch ein Schaf und Johnny, der Esel vom Hof Gundelach dazu.

Viele Menschen kamen geplant, um sich das Friedenslicht abzuholen. Andere wiederum waren beim Gang auf den Friedhof überrascht, uns dort anzutreffen. Um 15.00 Uhr gab es dann noch eine große Überraschung, als auf einmal vier Musiker ankamen und Weihnachtslieder zum Mitdenken anstimmten.

Eine Frau berichtete: „Ich habe gedacht, Weihnachten fällt aus. Ich kam überhaupt nicht in Stimmung, auch nicht, nachdem ich alles geschmückt hatte und der Baum stand! Meine Schwiegermutter kam vom Friedhof zurück und rief uns extra an! ,Das müsst ihr euch angucken!‘ hat sie gesagt! Und so haben wir uns angezogen und auf den Weg gemacht. Als ich dann in Hörweite war und die Weihnachtslieder hörte, da wurde mir warm ums Herz. Als ich dann euch Pastoren und die Krippe mit den Puppen und Tieren sah, in die Kirche konnte… dann war auf einmal Weihnachten!“

Weihnachten ist nicht ausgefallen. Weihnachten geschah! Anders als erwartet, aber Gott sei Dank: Es war (wie alle Jahre wieder) Weihnachten!

Wunschstern (Susanne Jensen)

Am 3. Advent 2019 habe ich noch nichts von Covid_19 gewusst. Ich hatte mich sehr über meine Nübbler Hauptkonfirmanden gefreut. Sie haben einen tollen Gottesdienst ganz weihnachtlich gestaltet. Es stand schon der Weihnachtsbaum. Jeder Gottesdienst-Teilnehmer konnte einen Wunschstern an den Baum hängen. Auf meinen Stern hatte ich geschrieben: "Lass bitte alles gut werden."

Diese Bitte kam flehendlich. Meinen Schwiegervater hatte ich am Volkstrauertag ins Krankenhaus gebracht. Er wäre gestorben, wenn ich nicht gekommen wäre. Mein Schwiegervater wohnt in Reinbek. Nach seinem Krankenhausaufenthalt bin ich um die Jahreswende immer wieder hingefahren. Danach war er völlig aus der Zeit gefallen. Ich konnte anfangs nicht annehmen, dass er auf Grund von nicht entdeckten Schlaganfällen dement geworden ist. Für ihn war seine Demenzerkrankung furchtbar. Es kam der ambulante Pflegedienst. Noch wollte er nicht ins Pflegeheim. Wochen mit Angst und Sorge verstrichen.

Dann brach die Covid 19-Pandemie über die Menschen herein. Die Berichte aus Norditalien und anderen Ländern schockierten alle. Im März hatte ich mit meinen beiden Konfirmandengruppen so viel vor. Auch in der Karwoche und Ostern war viel geplant. Taufen sollten in dem Osternachts-Gottesdienst in Alt Duvenstedt stattfinden. Die Arbeit, die Verkündigung gibt mir Halt. Meinem Schwiegervater ging es immer schlechter. Er fühlte sich fremd in der Wohnung, in der er schon 44 Jahre lebte. Wie lange sollte das noch gut gehen?

Ich wurde immer verzweifelter. Bei sechs Pflegeheimen hatte ich ihn auf die Warteliste setzen lassen. Doch Covid 19 machte eine Aufnahme im Pflegeheim fast unmöglich. Täglich fragte er mich per Telefon, wann er endlich einen Platz bekomme. Alles fiel aus, Ostern fiel "analog" aus. Keine Gottesdienste, kein Konfirmandenunterricht. Die Konfirmation am 3. Mai musste verschoben werden. Trauer machte sich in mir breit. Einerseits brauchte ich die Kraft für meinen Schwiegervater, andererseits gibt mir pastorale Arbeit Kraft. Ich fing an, Videos für die Seite der Kirchengemeinde Fockbek auf YouTube stellen zu lassen. Worte finden, die trösten.

Im Mai konnte mein Schwiegervater schlechter atmen. Ich bekam es hin, dass seine Ärztin ihn zuhause besuchte. Ich fuhr auch hin. Er musste wieder ins Krankenhaus, unter Corona-Bedingungen. Keine Besuche erlaubt. Meine Nerven lagen blank. Seine Entlassung stand bevor. Er nach Krankenhaus wieder nach Hause? Ich rief ohne große Hoffnung beim Pflegeheim an, das ich mir für ihn wünschte. „Ja“, sagte man mir, „wir können ihn aufnehmen – unter folgenden Bedingungen: zwei Corona-Tests innerhalb von 24 Stunden, Krankenhaustransport direkt vom Krankenhaus ins Pflegeheim.

X Telefonate, x-mal warten. Drei Tage dauerte es, dann war alles sicher. Das Gesundheitsamt in Rendsburg musste ebenfalls noch zustimmen. In der Zeit hielt ich den Atem an, konnte nicht schlafen, nicht essen.

"Lass bitte alles gut werden."

Es klappte. Mein Schwiegervater wurde gut aufgenommen, ich musste mich krank schreiben lassen. Meine Kraft verließ mich. Ich machte weitere Video-Andachten. In der Zeit meiner Krankschreibung bekam ich meinen Wunschstern zugeschickt. Danke, danke, danke an den Menschen. Am Sonntag, 7. Juni, habe ich meinen ersten Gottesdienst nach längerer Zeit unter Abstands- und Hygienebedingungen gemacht. In der Sakristei unter der Orgel stand eine Schale mit frischen Erdbeeren für mich. Drum herum ein Blütenkranz.

Danke, danke an den Menschen. Achtsamkeit ist wie eine warme Decke.

Nun kann ich wieder essen und bin etwas freier. Ich weiß, dass sich mein Schwiegervater immer besser einlebt. Angst vor Covid 19 bleibt. Aber Gott an meiner Seite und achtsame Menschen helfen.

Pastorin Susanne Jensen

Irgendwo zwischen Passion, Ostern und darüber hinaus (Ulrich Ranck)

Bin wund und runter.
Bin verunsichert und fühle mich lahmgelegt.
Komme mir vor, als hielte ich die Luft an.
Alle halten grade irgendwie die Luft an.

Ich sorge mich um die Familie. Sie ist zurückgezogen und erst einmal für sich. Aber wie kann ich für meine Glaubensfamilie Sorge tragen – für die Gemeinde?

Es ist Passionszeit… Stille-Zeit im Kirchenjahr, brüchige Gedanken, Jesu Sterben wird bedacht. Ich finde aber, dass die Stille unerträglich ist, unnatürlich, seltsam, weil ihr einfach die Ruhe fehlt.

Ich beginne OSTER-EIER zu verschicken, so wie… wie ein Adventskalender. Also ein Osterkalender: Zeichen setzen. Etwas DAGEGEN setzen!

Wir beginnen zu arbeiten: Mit Audioaufnahmen, wir wühlen mit Technik – mit ihren Möglichkeiten und unseren Grenzen, Mediamarkt ist leer gekauft, Amazon hat seine Preise rausgenommen… Technik ist alle…

OSTER-EIER entwickeln sich zu Klavier und Texten, zu kurzen Impulsen zum Verschicken. Zwei Mat(t)hiasse begleiten mich, fassen Fuß in den Ideen – ich arbeite mich durch die Nacht und merke: Irgendwie kann es so gehen.

„Irgendwie“ ist ein schönes Wort…

Und die Rückmeldungen tun gut.

GOTT tun die gut!

Wir wagen uns an GOTTESDIENSTE – mit Kamera. Ich mag mich nicht. Ich mag mich selbst nicht sehen und ich mag mich selbst auch nicht hören – ich bleibe mir fremd. Aber Kamera und Mikrofon sind gnadenlos ehrlich… also lerne ich weiter. Z.B. dass es jetzt gar nicht um mich geht.

Ich möchte Zeichen setzen, will diese Lähmungsstille nicht gewinnen lassen – die Botschaft Jesu ist nicht starr. Sie überwindet: meine Angst, meinen Rollenstress, mein Schamgefühl, meine Technikgrenzen. Sie ist größer als ich und nun beginnt sie in mir wieder leichter zu werden und fluffiger und fröhlicher.

OBS, Youtube, Facebook, Zoom, Videosoftware und Bildbearbeitung, ein neuer Rechner, weil der alte an sein Ende gekommen ist. Der eine Mathias lernt mich an und bringt mir bei – der andere Matthias rührt mit seinem Klavierspiel mein Herz und meine Tränen.

Menschen, die ich nicht kenne, sagen DANKE und BITTE WEITER… Kraftworte werden vor die Kirche gemalt, bunte „Auferstehungssteine“ in Reihen gelegt. Das Netz ist voller „WIR-WORTE“. Und die IHR!-Sätze blieben stumm.

Ich bin erschöpft.
Aber rund und munter.

Pastor Ulrich Ranck, Jevenstedt

Weihnachten im Corona-Frühling (Anke Andersson)

Nach drei Wochen im Corona-Modus, in dem ich mich um alles, was in den letzten Monaten liegengeblieben war, gekümmert habe, wurde mir eines klar: Meine Konfis fehlen mir! Ich ihnen vielleicht weniger. 

Und wenn mir jemand  fehlt, wird die Pastorin erfinderisch. Während ich also überlegte, wie ich die abgesagten Konfirmationen für meine Hauptkonfis in geeigneter Weise nachholen kann, konnte es ja nicht sein, dass die Vorkonfirmanden so gar keinen Unterricht in den Corona-Zeiten erhielten. Also habe ich einen virtuellen Konferraum über Microsoft Teams eingerichtet – und meine Konfis dorthin eingeladen. Die Aufgaben für die jeweilige Stunde schicke ich ihnen per Mail, und über die Plattform können sie mir entweder ihre Lösungen zurück schicken oder miteinander oder mit mir chatten. Und ich versuche, zu den üblichen Gruppenzeiten auch für die Konfis am PC erreichbar zu sein – damit ein wenig Alltag auch in Corona-Zeiten zurückkehrt.

Derzeit steht die Jesus-Einheit auf dem Programm. „Lest die Geburtsgeschichten von Jesus“, das war die Aufgabe. Eine Gruppe erhielt die klassische Weihnachtsgeschichte – und eine Gruppe die Geburtsgeschichte nach Matthäus. Die Idee dahinter ist, die Unterschiede zu unserem heutigen Weihnachtsfest herauszuarbeiten: bei Jesu Geburt extrem bescheidene Verhältnisse, keine eingeladenen Gäste oder Gäste, die merkwürdige Geschenke mitbringen – oder verschenken Sie zu Weihnachten Weihrauch und Myrrhe und freuen sich darüber wie Bolle? – und eine Geburt, nach der die Familie gemeinsam nach Ägypten flüchtet, um vor dem mordlustigen König Herodes sicher zu sein. Damit die Jugendlichen sich das anschauen können, erhielten sie den Arbeitsauftrag, die Geburtsgeschichte in Bilder umzusetzen.

Nach ganz viel digitalem Gestöhne und ganz vielen „Ich versteh und kann das nicht?“, kamen die ersten Bilder – und alle so liebevoll und kreatv, dass die Pastorin total begeistert war. So hat eine Gruppe die Geburtsgeschichte nach Matthäus in ungewöhnlich analog-digitaler Weise dargestellt.

Für mich steht seitdem fest: So sehr ich darauf hoffe, bald wieder direkten Kontakt zu meinen Konfirmanden zu haben: Ich werde auch nach Corona dabei bleiben, bestimmte Unterrichtsstunden digital durchzuführen. Diese Ideenvielfalt, die ich bei nur einer einzigen Aufgabe erlebt habe, geht sonst im Unterricht unter. Durch die Corona-Krise konnte ich gerade meine stilleren und zurückhaltenderen Konfirmandinnen und Konfirmanden entdecken und kennenlernen – und bin von allen und allen Ergebnissen total begeistert. Ich könnte Ihnen noch weitere Bilder schicken, die auf diese Weise entstanden sind – doch wer die sehen will, muss die Weihnachtsausgabe unseres Hohner Gemeindebriefs abwarten.

Pastorin Anke Andersson, Hohn

Neue Wege (Thies Feldmann)

Pfingsten steht vor der Tür und da dürfen wir ja wieder. Und die Hygienevorschriften erlangen ja auch Vorbereitungszeit. Ich hab mir in der Krise vorgenommen, jeden Tag einen neuen Weg in meiner Gemeinde auszuprobieren, den ich noch nicht kannte. Das hat fast jeden Tag geklappt und ich habe viele neue schöne Orte in meiner Gemeinde kennengelernt, von denen ich vorher nichts wusste. Obwohl ich schon 20 Jahre in dieser Gemeinde bin.

Pastor Thies Feldmann, Bünsdorf

Zurück an den Küchentisch (Christian Bingel)

Es ist Gründonnerstag. ein klarer Frühlingsabend. Klar, aber kalt.

Eigentlich wäre jetzt Feierabendmahl, gedeckter Tisch, geschmückte Kirche, eine Form, die der Kirchengemeinderat und ich entwickelt haben und lieben, mit "seht hin, er ist allein im Garten", und "bleibet hier, und wachet mit mir". Nicht in diesem Jahr.

Dieses Jahr ist anders. In diesem Jahr ist diese Nacht anders als die anderen Nächte. Ich sitze mit meiner Frau und meinem zweieinhalbjährigen Sohn auf der Terasse und lausche dem Läuten der Glocken. Jonathan liebt die Glocken. Als sie verstummen, durchblättern wir die Wimmelbibel nach Geschichten von diesem Jesus, dessentwegen wir dieses ominöse Ostern feiern. Schließlich nehme ich das Brot und breche es, und den Kelch mit dem Saft, und alle drei nehmen wir ein Stück und einen Schluck. Dann singen wir Hallelu- Hallelu-Hallelu-Halleluja (preiset den Herrn). Das liebt Jonathan auch.

Und ich denke: Vielleicht gehört der Gründonnerstag zurück an die Küchentische. In Familien und WG's, oder als Anlass, den alleinstehenden Onkel zu besuchen. Um sich davon zu erzählen, warum man dieses Ostern eigentlich feiert.

Pastor Christian Bingel, Owschlag

Himmels-Automat (Alexander Westbrock)

Für uns als Kirchengemeinde war die Corona-Zeit eine große Umstellung, aber daraus sind viele neue Impulse hervorgegangen. Jede Begegnung, jedes Trauergespräch und besonders der Abschied am Grab war durch die Reduzierung auf das Wesentliche viel intensiver als zuvor. Jedes Wort, jedes Musikstück, jedes Schweigen-Aushalten bekam ein anderes Gewicht.

Mittlerweile gibt es in unserem monatlichen „Gemeindebrief“ – bei dem es sich tatsächlich um Doppelseiten in den amtlichen „Fockbeker Nachrichten“ handelt – eine neue Rubrik, in der die Konfis zu Wort kommen. Die erste Rubrik hieß: „Konfis machen Mut“. Die Texte sind als Auswahl entstanden aus den Hausaufgaben für den Konfirmandenunterricht in den Zeiten von Corona. Und die Rubrik „Hier kommen unsere Konfis zu Wort“ wollen wir in den kommenden Monaten beibehalten.

Der erste Gottesdienst in Alt Duvenstedt an Himmelfahrt war ein ganz besonderer. In der Vorbereitung spielten ein Ufa-Schlager sowie ein Lied von Nena (auch in der Version der Absolute Beginner) eine große Rolle. Und dadurch ist eine Textcollage entstanden, die von unserer Kirchenmusikerin Frau Boock, unserer Küsterin Frau Guscharzek und mir gemeinsam vorgetragen wurde – und in guter Erinnerung geblieben ist (und yasss, die Füchse aus Eimsbush sind auch „hammerhart am Start“). Auch wenn der Gottesdienst ohne gemeinsamen Gesang etwas von Theater und Performance hatte, haben wir eine Form gefunden, die ansprechend und unterhaltend war.

„Ich möchte an jeder Straßenecke den Himmelsautomaten statt des Colaautomaten sehen. Wir brauchen mehr Himmel als Cola.“
(Yoko Ono, 1971)

Auf der ersten Dienstbesprechung nach drei Monaten habe ich alle Mitarbeitenden gebeten zu überlegen, wie ihr eigener Himmelautomat aussieht. Was der besonderes kann. Und daraus ist dieser Text entstanden, ein geistlicher Impuls zu Pfingsten:

1. Der Himmel bedeutet für mich Magie.

2. Der Himmel sieht für mich aus wie ein Sternenhimmel.

3. Der Himmel riecht für mich nach Liebe.

4. Der Himmel schmeckt für mich nach Brot und Traubensaft.

5. Der Himmel hört sich für mich nach Kirchenlieder an.

6. Der Himmelstanz geht für mich mit Drehungen und Glücklichkeit.

7. Der Himmel wächst und wird nicht mit mir größer.

8. Der Himmel ist erst aufgewachsen und wird irgendwann erwachsen.

9. Der Himmel bleibt gleich groß, aber es kommen immer mehr Menschen in den Himmel.

10. Der Himmelsautomat funktioniert mit Gefühl.

11. Mit Brot bzw. Essen.

12. Nein, man bezahlt mit Essen.

13. Da jeder etwas Besonderes ist, gibt es für jeden ein anderes Geschenk.

Für mich selbst ist dies mein gelungenster Text der Corona-Zeit. Und das Zitat von Yoko Ono – „Himmelsautomat“ wurde zur nächsten Aufgabe für den digital-analogen Konfirmandenunterricht. Ich würde das Lied „Oh Happy Day“ nehmen, weil es das in verschiedenen Ausführung gibt, z.B. als Kanon. (Lena, Lina, Claas und Mats)

Pastor Alexander Westbrock, Fockbek

Fockbeker Sprachmotette

Die beiden Lieder „Irgendwo auf der Welt“ und „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ in den Versionen von Nena und „Die Beginner“ werden 

A (UFA) Irgendwo auf der Welt, gibt's ein kleines bisschen Glück/ Und ich träum davon in jedem Augenblick/ Irgendwo auf der Welt, gibt's ein bisschen Seligkeit/ Und ich träum davon schon lange, lange Zeit 

B (Nena) Im Sturz durch Raum und Zeit/ Richtung Unendlichkeit/ Fliegen Motten in das Licht/ Genau wie du und ich. 

C (UFA) Wenn ich wüßt, wo das ist, ging ich in die Welt hinein/ Denn ich möcht einmal recht so von Herzen glücklich sein/ Irgendwo auf der Welt, fängt mein Weg zum Himmel an/ Irgendwo, irgendwie, irgendwann 

B (Nena) Irgendwie fängt irgendwann/ Irgendwo die Zukunft an/ Ich warte nicht mehr lang./ Liebe wird aus Mut gemacht/ Denk nicht lange nach/ Wir fahr'n auf Feuerrädern/ Richtung Zukunft durch die Nacht. 

A (UFA) Ich hab' so Sehnsucht/ Ich träum so oft/ Bald wird das Glück mir nah sein 

B (Nena) Gib mir die Hand/ Ich bau' dir ein Schloss aus Sand/ Irgendwie, irgendwo, irgendwann. /Die Zeit ist reif/ Für ein bisschen Zärtlichkeit/ Irgendwie, irgendwo, irgendwann. 

C (UFA) Ich hab' so Sehnsucht/ Ich hab' gehofft/ Bald wird die Stunde da sein/ Tage und Nächte wart' ich darauf/ Ich gib die Hoffnung niemals auf 

A (Nena) Im Sturz durch Zeit und Raum/ Erwacht aus einem Traum/ Nur ein kurzer Augenblick/ Dann kehrt die Nacht zurück. 

B (Beginner) Ich brauch' Zweisamkeit wie'n Rider,/ dann scheiß' ich auf Tränen und Kleider,/ dann wird für den, der mit Duden feilscht/ das Leben zart wie Putenfleisch,/ 
ja dann ist Schluß mit Einsamkeit,/ weil dann hat nie keiner Zeit,/ dann ist mir nix mehr einerlei/ zu zweit kommt nach'm Job die Feinarbeit,/ Lobbies gibt es viele,/ für das Hobby namens Liebe,/ und mein Leben ist hart,/ warten auf die Gelegenheit wie Diebe,/ irgendwann ist sie da,/ irgendwo find' ich sie bestimmt,/ und die hat's dann in sich und zwar doppelt mit 'nem Kind 

C (Nena) Gib mir die Hand/ Ich bau dir ein Schloss aus Sand/ Irgendwie, irgendwo, irgendwann. 

A (UFA) Irgendwo auf der Welt, gibt's ein kleines bisschen Glück 

B (UFA) Irgendwo auf der Welt, gibt's ein bisschen Seligkeit 

C (UFA) Denn ich möcht einmal recht so von Herzen glücklich sein 

A (Ufa) Irgendwo auf der Welt fängt mein Weg zum Himmel an 

B (Nena) Irgendwo, irgendwie 

C Irgendwann 

B (UFA) Und ich träum davon in jedem Augenblick 

A (UFA) Und ich träum davon schon lange, lange Zeit 

C (UFA) Ich träum so oft 

A (UFA) Ich hab gehofft 

B (UFA) Bald wird die Stunde da sein 

C (UFA) Irgendwie, irgendwo, irgendwann 

A + B + C (zusammen) Ich geb die Hoffnung niemals auf 

A (Nena) Genau wie du und ich 

B (Nena) Liebe ist aus Mut gemacht 

C (Nena) Gib mir die Hand 

B (Nena) Die Zeit ist reif 

C (Beginner) für das Hobby namens Liebe 

A (Ufa) Wenn ich wüßt, wo das ist 

B (Nena) Irgendwie, irgendwo 

C (Nena) Irgendwann

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