Aufschrift Frieden braucht mehr, Umriss Taube aus bunten Herzen

Aus zwei wird eins: Kirchengemeinden Bovenau und Schacht-Audorf fusionieren ab 1.1.27

Die Vorbereitungen sind getroffen: Nach dem Motto: „Gemeinsam ist man stark“ fusionieren die Kirchengemeinden Bovenau und Schacht-Audorf ab 2027.

  • Die Mitglieder des Fusionsausschusses freuen sich über den Zusammenschluss der Gemeinden Schacht-Audorf und Bovenau: Pastor Rode Zimmermann-Stock, Pastorin Marion Lauer, Pastor Lutz Thiele, Thorsten Meyer, Dietmar Schlüter und Dr. Magitta Liebsch (von links).
    Die Mitglieder des Fusionsausschusses freuen sich über den Zusammenschluss der Gemeinden Schacht-Audorf und Bovenau: Pastor Rode Zimmermann-Stock, Pastorin Marion Lauer, Pastor Lutz Thiele, Thorsten Meyer, Dietmar Schlüter und Dr. Magitta Liebsch (von links).
  • Die Kirche in Bovenau stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist mit Feldsteinen gebaut geworden.
  • Die Kirche St. Johannes in Schacht-Audorf ist in einen Gebäudekomplex eingebunden.
    Die Kirche St. Johannes in Schacht-Audorf ist in einen Gebäudekomplex eingebunden.

Auf diese Weise werden Energien gebündelt, Angebote addiert und die pastorale Versorgung wird sichergestellt. „Ein Zusammenschluss bedeutet Zusammenarbeit mit neuen Ideen“, sagt die Pastorin der Kirchengemeinde Bovenau Marion Lauer. Die Kirchengemeinderäte, also die Gremien, die die Kirchengemeinden leiten, haben sich für den Zusammenschluss ausgesprochen. 

Unterschiedliche Schwerpunkte

Geplant ist, dass sich an den Standorten unterschiedlich Schwerpunkte entwickeln. In Schacht-Audorf soll ein Akzent auf Familienkirche gesetzt werden. In Bovenau liegt der Fokus zukünftig auf besonderen kirchlichen Feiern wie Taufen und Hochzeiten. Durch ihre historische Ausstrahlung und feierliche Atmosphäre bietet die Maria-Magdalenen-Kirche einen besonders stimmungsvollen Rahmen für solche Anlässe. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist aus Feldsteinen erbaut.

„Gottesdienste werden dann nicht mehr jeden Sonntag in jeder Gemeinde abgehalten“, erläutert Pastorin Lauer. Schon jetzt sei dies in ihrer Gemeinde nicht zu leisten. Die Kirchengemeinde Bovenau zählt rund 1200 Mitglieder, die Gemeinde Schacht-Audorf etwa doppelt so viele. Beide liegen rund neun Kilometer voneinander entfernt. „Wenn sich ein Bedarf abzeichnet, können Fahrdienste eingerichtet oder Fahrgemeinschaften gebildet werden“, erklärt Pastor Rode Zimmermann-Stock, Mitglied im Fusionsausschuss. 

Gemeinsames Kirchenbüro in Schacht-Audorf

In der Gemeinde St. Johannes in Schacht-Audorf ist vor Kurzem Pastorin Denise Westphal verabschiedet worden. Ulrich Ranck, der schon seit einiger Zeit in der Gemeinde als Vertretungspastor wirkt, soll weiterhin übergangsweise der dort tätig sein. Es ist entschieden, die Stelle neu zu besetzen. Marion Lauer wird im September 2027 in den Ruhestand gehen. „Durch die Fusion können wir die pastorale Versorgung in Bovenau über meinen Ruhestand hinaus sichern“, freut sich die Pastorin. 

Ein gemeinsames Kirchenbüro soll es in Schacht-Audorf geben. „Es werden durch die Fusion keine Einsparungen beim Personal vorgenommen“, erklärt Pastor Lutz Thiele, der im Kirchenkreis für den Bereich „Gemeindeentwicklung“ zuständig ist und den Fusionsausschuss leitet. „Auch die Gemeindegruppen laufen weiter“, kündigt Pastorin Lauer an. Geplant sei ebenfalls, an beiden Standorten der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bovenau-Schacht-Audorf – so der Name der neuen Gemeinde – Gruppen für Konfirmandinnen und Konfirmanden anzubieten.

Kirche im Norden