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Genügend Spenden: Jevenstedter Orgel wird renoviert

  • Volker Thiedemann, Sandra Reimer und Ute Lehmann (von links) in der Jevenstedter St.-Georg-Kirche
  • Orgelprospekt und Spieltisch auf dem Empore.

Jevenstedt – Noch steht die Jevenstedter Orgel gut verpackt auf der Empore über dem Altar. Eigentlich sind es nur der Orgelprospekt und der sogenannte Spieltisch, denn der Rest der Orgel lagert auf dem Dachboden der St.-Georg-Kirche. Das aber wird sich in Kürze ändern. Der Kirchengemeinderat hat die Gettorfer Firma Orgelbau Ulrich Babel mit der Sanierung der nachgebauten Barockorgel aus dem Jahr 1987 beauftragt. Diesen Monat soll die Maßnahme beginnen, damit die Orgel Weihnachten wieder gespielt werden kann.

Möglich gemacht wurde die anstehende Sanierung durch viele Spenderinnen und Spender. Über 20.000 Euro sind so zusammengekommen. „Das zeigt, wie wichtig den Menschen die Orgel ist“, sagt Pastorin Sandra Reimer. Das Geld für die Orgel ist nun gesammelt, jetzt werden noch Spenden für die Anpassung der Empore gebraucht, auf der das Instrument steht und künftig wieder erklingen soll.

„Die Orgel hat ein ganz besonderes Klangbild“, sagt Volker Thiedemann, der bis zum Mai für längere Zeit in Jevenstedt als Vertretungspastor gewirkt hat. Er hat sich um die Orgel bemüht und freut sich über den Zuspruch von vielen Seiten. Zum Beispiel über die Spende von Ute Lehmann. Die Ehefrau des verstorbenen Künstlers Bernhard G. Lehmann hat kürzlich den Erlös des Gedenkkonzerts für ihren Mann, insgesamt 1500 Euro, der Kirchengemeinde übergeben. Das „Konzert für einen Freund“ fand Ende Juli in der Christkirche Rendsburg statt, es spielte der Gründer und Dirigent der Berliner Bachakademie, Professor Heribert Breuer. Breuer und Lehmann waren befreundet.

„Wir haben vor 20 Jahren in der Kirche geheiratet und verbinden daran wunderbare Erinnerungen“, sagt Ute Lehmann. „Wir sind eigentlich Berliner, aber wir haben uns in diese kleine Kirche verliebt.“ Die Jevenstedter Orgel sei es wert, erhalten zu bleiben, sagt sie. Deshalb habe sie den Wiederaufbau zum Spendenzweck des Gedenkkonzerts ausgesucht. Bernhard G. Lehmann selbst war 30 Jahre lang Apotheker in der Gemeinde und wurde gleichzeitig als bildender Künstler international bekannt.

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