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Hospiz-Initiative kooperiert mit Pflegeheimen

  • Die Kooperationspartner auf einem Bild mit dem Leiter der Hospiz-Initiative Michael Busch (hintere Reihe, dritter von rechts) und Propst Sönke Funck (hintere Reihe, zweiter von rechts). Foto: Arne Peters, Eckernförder Zeitung

Seit Ende September gibt es eine Vereinbarung zwischen der Hospiz-Initiative Eckernförde und Pflegeheimen der Region. Unterzeichnet haben sie das St. Martin Diakoniezentrum mit dem Seniorenhaus und den Hausgemeinschaften, die D&S unsere Pflege GmbH mit dem Haus am Noor, Haus am Strand und dem Pflegeheim Rosseer Weg, das AWO Servicehaus Eckernförde, Stella Vitalis mit dem Haus Hüttener Berge in Ascheffel, der Seniorenhof Flintberg in Gammelby und die Brücke GmbH mit dem Haus Schwansen aus Rieseby. Mit dem Seniorenzentrum 3 Wellen in Vogelsang-Grünholz finden noch Gespräche statt.

Der Hospiz Dienst in Eckernförde berät Angehörige und Betroffene, wenn durch Alter oder Krankheit die Lebenszeit begrenzt ist. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begleiten erkrankte und sterbende Menschen. Die Ehrenamtlichen bringen etwas mit, das oft fehlt in der Versorgung Sterbender: Zeit. Sie können sich ans Bett setzen, zuhören, wenn es die Mobilität zulässt, vielleicht im Rollstuhl noch einen Spaziergang nach draußen machen, Angehörige entlasten. Später geht es vielleicht einfach darum da zu sein, eine stille Sitzwache zu halten.

Diese Dinge sind auch im Pflegeheim möglich, nur wissen Betroffene und Angehörige oft nichts von dieser Möglichkeit. „Wir erleben eine große Dankbarkeit, vom Personal und den Angehörigen, wenn wir Menschen im Pflegeheim begleiten“, sagt Michael Busch, Leiter des Hospizdienstes.

Die Idee der Kooperation ist es mit den Pflegekräften und Leitungen vor Ort im Austausch zu stehen. So kann für Bewohner*innen, die abbauen, sich zurückziehen oder die einfach nicht mehr am Leben teilhaben wollen, im Bedarfsfall eine sinnvolle Unterstützung besprochen werden. Dies läuft über Michael Busch, er koordiniert, nimmt Kontakt zu den Angehörigen auf, macht einen ersten Besuch und setzt ehrenamtliche Mitarbeiter ein. Oft wohnen Angehörige zu weit weg oder sie sind mit der Begleitung am Lebensende überfordert. Hier können Gespräche und die ehrenamtliche Begleitung Entlastung bringen.

Die Hospiz-Initiative möchte durch ihre Angebote einladen, der Endlichkeit des Lebens einen Platz in unserem Leben zu geben. Neben der Netzwerkarbeit bietet sie auch regelmäßig in „letzte Hilfe Kursen“ für alle Menschen Basiswissen und Orientierung über die Möglichkeiten palliativer Versorgung an. So können Ängste und Vorurteile abgebaut werden.

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