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Intensive Jahre in Wacken

  • Propst Matthias Krüger und Pastorin Petra Judith Schneider.

Wacken – Eine bunte, vielfältige und herausfordernde Zeit ist für Petra Judith Schneider zu Ende gegangen. Sie ist als Pastorin der Kirchengemeinde Wacken am Sonntag (25.9.) von Propst Matthias Krüger in den Ruhestand verabschiedet worden. 16 intensive Jahre habe sie in der Gemeinde verlebt, fasste Krüger zusammen. „So viele Menschen haben sie begleitet an den Wendepunkten des Lebens“, sagte er und erinnerte an Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Ehejubiläen und Beerdigungen. „Mit so vielen Familien waren sie im Kontakt.“

Petra Judith Schneider habe die Menschen begleitet und sei ihnen intensiv begegnet. Neben der täglichen Arbeit in der Gemeinde seien es beispielsweise auch die Notfallseelsorge oder die Arbeit auf dem Wacken Open Air gewesen, bei denen sie ihre Fähigkeiten als Seelsorgerin einsetzen konnte. Dabei habe sie sich als Pastorin immer reflektiert, ihre Schritte in Frage gestellt und geschaut, wie sie allen gerecht werden könnte, fasste Krüger zusammen.

Dass Petra Judith Schneider nun in den vorzeitigen Ruhestand geht, hängt mit einer Krankheit zusammen, die ihr Leben in den vergangenen zwei Jahren bestimmt hat. Nun war sie es, die Unterstützung brauchte. Sie, die es gewohnt war, andere zu unterstützen. In ihren Abschiedsworten, die im Gemeindebrief abgedruckt sind, dankt sie der Gemeinde so zunächst auch allgemein für die schönen Jahre. Und dann schreibt sie: „Dankbar bin ich aber auch für jedes gute, aufbauende und Mut machende Wort und für all‘ die kleinen Gesten der Aufmerksamkeit in den Monaten der Behandlung meiner Krankheit gewesen. Es war schön zu hören, dass so viele Menschen aus unserer Gemeinde an mich denken und mich in ihre Gebete eingeschlossen haben.“

Petra Judith Schneider stammt aus Hamburg und hat nach dem Abitur in Kiel und erlangen Theologie studiert. Nach dem Examen war sie ein halbes Jahr in England, wo ihre Liebe und Leidenschaft für das Land geweckt wurde. Seit 1995 ist sie im Englandausschuss der Landeskirche aktiv und war oft in der Partnerdiözese Ely zu Besuch. Ihr Vikariat absolvierte Petra Judith Schneider nach dem Englandaufenthalt in Harrislee. Pastorin war sie danach in Bosau und Schacht-Audorf, von wo sie auch Vertretungsdienste in Osterrönfeld leistete.

Ab Dezember 2006 war sie Pastorin in Wacken. Im Sommer ist sie dann in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden – nach 25 Dienstjahren und kurz nachdem sie zu Pfingsten im Lübecker Dom ihr Ordinationsjubiläum feiern durfte. Ein Ereignis, an das sie sich gerne erinnert: „In diese Gemeinschaft und an anderen Orten unserer Kirche durch den Glauben hineingenommen zu sein, bedeutet mir bis heute sehr viel! Tief bewegt hat mich die gemeinsame Feier des Pfingstgottesdienstes. Gedanken, Gefühle und Erinnerungen an meine Amtsjahre standen mir innerlich lebhaft vor Augen.“

Nach dem gut besuchten Gottesdienst, den der kleine Chor und die Kantorei Wacken begleitete, schloss sich im Gemeindehaus ein Empfang mit Imbiss. Es gab verschiedene Grußworte aus Kirche und Gemeinde, Bürgermeister Axel Kunkel überreichte Petra Judith Schneider den Ehrenteller der Gemeinde Wacken. Zum Abschluss des offiziellen Teils sang die Kantorei noch ein Segenslied, dem ein gemütliches Beisammensein mit vielen Gesprächen folgten. 

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