Für den Klimaschutz der Kirche ist der Blick auf die Gebäude wichtig. Laut Beschluss der Nordkirche sind die Kirchenkreise verpflichtet, bis Ende 2028 „Gebäudestrukturpläne“ zu erstellen. Und zwar mit Zustimmung der jeweils betroffenen Kirchengemeinden. Aus den Plänen soll hervorgehen, welche Gebäude auf welche Weise langfristig genutzt werden sollen.
Im März hat die Synode des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde Beschlüsse gefasst, um dieser Anforderung gerecht zu werden und den Klimaschutz voranzutreiben. Die neue Mitarbeiterin Anne Sax nimmt die Umsetzung in die Hand. Momentan sucht die Architektin Gemeinden auf, tauscht sich mit anderen Fachbereichen aus und nutzt Datenbanken, um Steckbriefe für die über 200 Gebäude im Kirchenkreis zu erstellen. Auch mit der Klimaschutzbeauftragten des Kirchenkreises Dr. Julia-Maria Hermann arbeitet sie zusammen.
In den Steckbriefen geht es zum Beispiel um die Fläche, den Zustand, Denkmalschutz, Energieversorgung, Barrierefreiheit und die Erreichbarkeit. Doch die Zusammenstellung solcher Informationen ist erst der Anfang. Die Fachfrau wird Gemeinden beraten und unterstützen, zum Beispiel bei Fragen, wie ihre Gebäude in Zukunft genutzt werden sollen. „Das möchte ich gemeinsam mit den Gemeinden herausfinden; hier ist manchmal Fantasie gefragt“, sagt Anne Sax. „Die Steckbriefe ermöglichen es, die Gebäude systematisch zu vergleichen und dienen als fundierte Entscheidungsgrundlage.“ Das letzte Wort haben die Gemeinden.
Außerdem gehört zu den Aufgaben der Architektin, ein Pilotprojekt für die klimaneutrale Nutzung eines Pastorats zu entwickeln und darüber hinaus den Ausbau von Photovoltaik voranzubringen.
„Dies ist ein großes Paket, und wir freuen uns, eine so erfahrene Architektin dafür gefunden zu haben“, meint Verwaltungsleiter Hagen von Massenbach. Die gebürtige Saarbrückerin hat als Fach- und Oberbauleiterin sowie in der Projektleitung und Projektsteuerung gearbeitet. Dazu gehörten der Umbau eines Gates am Frankfurter Flughafen, Umbauten von Bürogebäuden, Kitas, Schulen, Studierendenwohnungen, einer Kfz-Zulassungsstelle, einer Veranstaltungshalle sowie Sanierungen historischer Gebäude. Zuletzt leitete sie ein groß angelegtes Projekt zur Sanierung der Eiderstedter Kirchen.
Worauf sie sich jetzt besonders freut: „Es reizt mich sehr, diesen Kirchenkreis mit Gebäuden, Menschen und Landschaft kennenzulernen und positiven Input zu geben.“




















