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Kirchenkreissynode setzt beim Klimaschutz auf Selbstverpflichtung

  • Propst Matthias Krüger informiert über den Konsultationsprozess Klimaschutz.

Heute (18. März) fand die 18. Sitzung der Kirchenkreissynode Rendsburg-Eckenförde in den Räumen des Verbandes Evangelischer Kindertageseinrichtungen (VEK) in Rendsburg statt.
Die Schwerpunktthemen, über die das Kirchenparlament heute zu beraten und abzustimmen hatte, waren der Konsultationsprozess zum Klimaschutzgesetz der Nordkirche, die Flüchtlingsarbeit sowie der Aufbau eines KiTa-Werkes im Kirchenkreis.

Konsultationsprozess Klimaschutz

Die Landeskirche hat den Entwurf für ein Klimaschutzgesetz auf den Weg gebracht. Ziel dieses Gesetzes ist, dass die Nordkirche bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden soll. Um dies zu erreichen werden eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen. Die Kirchenkreise sollen mindestens 0,8 Prozent ihrer Kirchensteuerzuweisungen in Klimaschutzprojekte investieren.
Zurzeit läuft in den 13 Kirchenkreisen der Nordkirche ein Konsultationsprozess zum Klimaschutzgesetz und dem Klimaschutzplan.
Die 77 anwesenden Synodalen des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde nutzten die Gelegenheit des heutigen Tages für einen regen Meinungsaustausch. Bezüglich der Gewichtung des Themas Klimaschutz herrschte unter den Synodalen breite Zustimmung; kontrovers diskutiert wurde über viele Details des Gesetzentwurfes. Die Frage, ob so ein Gesetz überhaupt nötig sei, da doch schon jetzt viele Klimaschutzmaßnahmen liefen und die Sorge, dass so ein Gesetz zu viel Bürokratie bedeuten würde, standen im Mittelpunkt.
Die Synode des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde begrüßt die verstärkten Bemühungen der Nordkirche zum Klimaschutz. Dem Gesetzentwurf in der vorliegenden Form konnte die Mehrheit der Kirchenparlamentarier jedoch nicht zustimmen. Stattdessen bittet die Synode den Kirchenkreisrat, bis zur September-Synode den Entwurf für eine Selbstverpflichtung zum Klimaschutz zu erarbeiten.  

Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis
Die Zahl der Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten, die nach Deutschland kommen, nimmt seit Jahren dramatisch zu. Dies betrifft auch die 37 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde. In vielen Gemeinden gibt es kirchliche Flüchtlingsinitiativen, die sich, in Zusammenarbeit mit den Kommunen, um die Menschen kümmern. Vielerorts stoßen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer allerdings mittlerweile an ihre Grenzen. Der Kirchenkreis hat eine Befragung in den Kirchengemeinden durchgeführt, um beispielsweise zu ermitteln, wie viele Flüchtlinge betreut werden und welche Projekte und Initiativen es gibt. Ein Ergebnis dieser Umfrage war die Erkenntnis, dass die Helfer vor Ort dringend Unterstützung benötigen, insbesondere sachliche oder juristische Beratung.
Zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort hat der Kirchenkreis gemeinsam mit der Kirchenkreisdiakonie ein Konzept entwickelt und auf der Synode vorgestellt. Geplant ist die Einrichtung einer vollen Mitarbeiterstelle, die in den diakonischen Fachbereich Migration integriert werden soll.
Die Landeskirche stellt über einen Zeitraum von 5 Jahren 250.000 Euro für jeden Kirchenkreis zur Verfügung, um die Flüchtlingsarbeit zu stärken. Der Kirchenkreis möchte diesen Betrag aus dem Gemeinschaftsanteil des eigenen Haushalts um weitere 32.000 Euro, ebenfalls über 5 Jahre, aufstocken, um die neue Stelle zu finanzieren.
Diesem Vorschlag hat die Synode zugestimmt, so dass bereits im April eine Ausschreibung für diese Stelle auf den Weg gebracht werden kann.

KiTa-Werk im Kirchenkreis

Es gibt im Kirchenkreis zurzeit 32 evangelische Kindertageseinrichtungen, in denen über 2000 Kinder betreut werden. Um dieses Angebot aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln müssen die Träger Fachwissen, finanzielle Mittel sowie erhebliche zeitliche Ressourcen einbringen. Mit dem Aufbau eines KiTa-Werkes im Kirchenkreis wird das Ziel verfolgt, die Kirchengemeinden von den mit der Trägerschaft und Betriebsführung verbundenen Aufgaben durch die Trägerschaft an das Werk zu entlasten.
Die Synode hat heute einem vom Kirchenkreisrat initiierten Projekt zugestimmt, dessen Auftrag es sein wird, eine Satzung sowie die Finanzierung zur Bildung eines KiTa-Werkes zum Januar 2017 zu erarbeiten.
Eine Entscheidung, ob und in welcher Form ein KiTa-Werk im Kirchenkreis aufgebaut werden soll, ist für den Herbst 2016 geplant.

Weiterhin wurden auf der  Kirchenkreissynode die Stellvertretungen für die Pröpste beschlossen:
Berufen wurde für die Propstei Rendsburg (Propst Matthias Krüger) Pastorin Heidi Kell aus der Kirchengemeinde St. Marien in Rendsburg und für die Propstei Eckernförde (Propst Sönke Funck) Pastorin Almut Witt aus der Kirchengemeinde Borby-Land.

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Kirche im Norden