Aufschrift Frieden braucht mehr, Umriss Taube aus bunten Herzen

Kirchturmuhr in Gettorf wird saniert

Mit neuem Antrieb soll die Uhr künftig richtig gehen. Kommune und Kirchbauverein unterstützen die Sanierung.

  • Eine ältere Frau und ein Mann mittleren Alters präsentieren ein großes Ziffernblatt einer Kirchturmuhr.
    Das Ziffernblatt ist unten: Hannelore Struve, Vorsitzende des Kirchbauvereins, und Pastor Björn Ströh vor der Kirche.
  • Am Kirchturm unter blauem Himmel ist ein Hubsteiger zu sehen.
    Die Arbeiten in Gettorf werden mit dem Hubsteiger durchgeführt.
  • Eine Gondel eines Hubsteigers am Kirchturm. Ein Mann arbeitet am Ziffernblatt der Kirchturmuhr.
    Erst die Zeiger, dann das Ziffernblatt: Die Arbeiter demontieren die Uhr am Kirchturm.
  • Blick auf einen Hubsteiger am Kirchturm bei der Demontage der Kirchturmuhr.
    Die Arbeiter sind auf 25 Meter Höhe dabei, das Ziffernblatt abzumontieren.
  • Ein Hubsteiger wird langsam herabgelassen. An einem Seil hängt das Ziffernblatt der Kirchturmuhr.
    Als das Ziffernblatt demontiert ist, wird es mit einem Seil nach unten abgelassen.

Gettorf - Die Zeiger sind schnell abmontiert. Das Ziffernblatt der Kirche St. Jürgen in Gettorf hingegen braucht etwas länger, bis es am Seil hängt und von Jürgen Schwarck langsam nach unten gelassen wird. Schwarck ist Mitarbeiter der Hamburger Firma Iversen Dimier, die sich unter anderem auf Kirchturmuhren spezialisiert hat. Die Kirchengemeinde hat sie beauftragt, die beiden Uhren zu demontieren, aufzuarbeiten und neu am Turm zu befestigen.

Der Grund für die Bauarbeiten: Die Uhr ging oftmals falsch, der mechanische Antrieb ist in die Jahre gekommen. Nun werden zwei elektrische Antriebe gebaut, die in Verbindung mit der ohnehin schon elektrischen Uhr für die richtige Uhrzeit am Gettorfer Kirchturm sorgen sollen. „Das öffentliche Interesse, dass die Uhr funktioniert, ist da“, sagt Pastor Björn Ströh. Auch wenn heute fast jeder ein Handy mit Uhrzeit dabeihabe: Wenn die Kirchturmuhr falsch geht, dann sei der Biorhythmus im Dorf gestört, so Ströh.

Ziffernblatt und Zeiger wurden in 25 Meter Höhe per Hubwagen abmontiert – jeweils auf der Nord- und der Südseite der Kirche. Die Ziffernblätter und die Zeiger werden nun von einer Spezialfirma in München aufgearbeitet und dann in zwei bis drei Monaten gemeinsam mit dem elektrischen Antrieb neu montiert. Die Gemeinde Gettorf unterstützt die Arbeiten mit einem Zuschuss in Höhe von 3500 Euro, den Rest der 13.500 Euro teuren Arbeiten wird durch den Kirchbauverein Gettorf getragen. Der Kirchturm der St. Jürgen Kirche ist bereits im 15. Jahrhundert gebaut worden und bereits 1489 wurde die erste Turmuhr fertig gestellt.

Kirche im Norden