Ihre erste Tätigkeit bestand im Jahr 2013 darin, Lebensmittel mit dem Fahrzeug der Tafel von den Läden abzuholen und zur Ausgabestelle zu bringen. Drei Jahre später übernahm sie die stellvertretende Leitung der Eckernförder Tafel und 2018 die Leitung. „Ich habe überall mitgearbeitet – im Büro, im Lager, am Empfang, in der Küche und an der Ausgabe“, berichtet die 65-Jährige. Sie hat Lebensmittel sortiert, Einsätze geplant, Infektionsschutzlehrgänge sowie Erste-Hilfe-Kurse organisiert, Kisten ausgewaschen, mit aufgeräumt und sich mit den Kunden und Kundinnen unterhalten. „Viele Kunden kenne ich schon von Beginn an, sodass sich eine Beziehung ergeben hat“, sagt Petra Winter.
Sie ist dankbar dafür, dass die Tafel in Eckernförde so „positiv gesehen“ wird. „Gartenbesitzer bringen uns Kisten und Körbe mit Äpfeln oder Pflaumen vorbei“, nennt sie ein Beispiel für Hilfe aus dem Ort. Rund 30 Geschäfte in Eckernförde und Gettorf fahren die Mitarbeitenden an, um Lieferungen in die Ausgabestellen dieser beiden Orte zu bringen. Manchmal gibt es Sonderfahrten nach Schleswig, denn die Tafel dort profitiert von den Lebensmittelspenden des ansässigen Wurstwarenunternehmens. „Die Tafelgemeinschaften sind wie eine große Familie“, sagt Winter.
Das Diakonische Werk des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde ist Träger der Einrichtung in Eckernförde, die in Gettorf eine weitere Ausgabestelle betreibt. Es sind rund 70 Ehrenamtliche, die in Eckernförde mitwirken, damit Obst, Gemüse und andere Lebensmittel für etwa 350 „Bedarfsgemeinschaften“, bestehend aus einer Person bis zehn Personen, bereitgestellt werden können. „Diese ehrenamtliche Arbeit hat mir auch selbst viel gegeben“, sagt Petra Winter. Doch nun sei Zeit für den Abschied. „Jetzt kommt mein viertes Enkelkind“, erzählt die Seniorin. Sie freut sich außerdem darauf, mehr Gelegenheit zu haben, um Golf zu spielen oder zu verreisen.
Die Ehrenamtlichen Thomas Jahnke und Friedhelm Koprian übernehmen die Leitung der Eckernförder Tafel, unterstützt von Yvonne Egerland. Hier und da wird Petra Winter beim Übergang das neue Leitungsteam noch unterstützen. „Beim Einarbeiten merke ich erst, welche vielseitigen Aufgaben mit dabei sind“, meint die ehemalige Leiterin, staunt selbst über diesen Eindruck und schmunzelt.




















