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Der kleine Prinz in Eckernförde

  • Die Darstellerinnen und Darsteller proben die Maschine.
  • "Ich bin eine ernsthafte Frau" -- während zwei Darstellerinnen im Vordergrund im Dialog spielen, unterstützen die anderen einzelne Aussagen im Chor.

Eckernförde - Die Maschine läuft. Rattata-rattata. Zuerst ist es nur eine Schauspielerin, dann werden es immer mehr und mehr. Am Ende haben sich alle 14 in der Mitte des Probenraumes zusammengefunden und stellen gemeinsam die Vestandteile einer Maschine dar. Sie läuft immer schneller, bis sie auf ein Kommando von Claudia Gottuk-Brede zusammenfällt. Die Theaterpädagogin probt gemeinsam mit ihrer Kollegin Anja Beatrice Kaul mit den elf Laiendarstellerinnen und drei -darstellern das Stück „Der kleine Prinz“ nach Antoine de Saint-Exupéry.

Eine Woche haben sie Zeit, die Szenen zu erarbeiten, die Texte zu lernen und alles zu proben. Das Besondere dabei: Die Teilnehmenden des Inklusiven Theaterworkshops der Tourismuskirche des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 10 bis 67 Jahren, mit und ohne Handicap. Am Sonnabend, 17. Juli 2021, um 15 und 19 Uhr wollen sie das Stück dann im CARLS in Eckernförde (Carlshöhe 47) öffentlich präsentieren.

„Wir denken, das Stück passt gerade in die jetzige Zeit“, sagt Claudia Gottuk-Brede. Es beruht auf dem berühmten Buch aus dem Jahr 1943 und wird ergänzt um eine Rahmenhandlung. Dabei finden Kinder im Keller der Großeltern eine alte Kiste mit einem Tagebuch. Es ist das Buch „Der Kleine Prinz“ und erzählt die Geschichte seiner Reise zu verschiedenen Planeten. Diese Reise erleben die Kinder mit dem kleinen Prinzen und natürlich kommt auch das berühmteste Zitat des Buches vor, das ein Fuchs zum kleinen Prinzen spricht: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Die Teilnehmenden des Workshops seien hoch motiviert, einige von ihnen bereits zum vierten Mal mit dabei, sagt Claudia Gottuk-Brede. In Kleingruppen oder in der ganzen Gruppe erarbeiten sie die Szenen, nachdem sie am ersten Tag das Stück gemeinsam gelesen haben. „Sie bringen sich alle ein, das macht viel Spaß“, sagt Anja Beatrice Kaul. Und wie läuft das mit der Inklusion? „Wir verfahren nach dem Motto ‚Inklusion einfach machen‘. Das ist nicht schwer, wenn man flexibel ist.“ Und Flexibilität ist ohnehin wichtig in einem Workshop, in dem in einer Woche alles sitzen soll. Und am Ende bisher auch immer gesessen hat.

Wer sich davon überzeugen und sich das Ergebnis anschauen will, der kann sich für eine der beiden öffentlichen Aufführungen am Sonnabend auch noch kurzfristig bei Brigitte Gottuk anmelden: brigitte.gottuk[at]kkre.de. Der Eintritt zum Theaterstück im CARLS ist frei, eine Spende wird erbeten. Besucherinnen und Besucher müssen mit Maske kommen und ihre Kontaktdaten hinterlegen.

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