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"Ich hänge den Talar nicht weit weg"

  • Pastor Ulrich Friese verabschiedet sich aus der Kirchengemeinde Schacht-Audorf.

Schacht-Audorf/Rendsburg – In Schacht-Audorf geht eine Ära zu Ende. Die Kirchengemeinde verabschiedet nach 36 Jahren ihren Pastor Hans Ulrich Friese in den Ruhestand. Der Abschiedsgottesdienst mit Entpflichtung findet statt am Pfingstsonntag um 10 Uhr mit Propst Matthias Krüger in St. Johannes in Schacht-Audorf.

Am 1.6.1986 war sein erster Tag in der Kirchengemeinde Schacht-Audorf, am 31.5.2022 sein offiziell letzter Tag: 432 Monate leistete „Pastor Uli“ Dienst in dieser Kirchengemeinde am Rande von Rendsburg. 36 Jahre begleitete er unzählige Menschen durch ihre Leben: Taufe, Kindergarten, Konfirmation, Trauung, Beerdigung. Das ganze Leben eben. Und auch Pastor Friese hat den bisher größeren Teil seines Lebens in Schacht-Audorf verbracht.

Geboren in Schleswig am 25.7.1956 als Sohn eines zu der Zeit angehenden Pastors war Kirche immer ein fester Bestandteil für Friese. Sein Patenonkel Pastor in Preetz, der Großonkel Missionsdirektor, der Großvater KGR-Vorsitzender in Ostpreußen. Die Kindheit verbrachte er in Aventoft, sein Abitur legte er in Glückstadt an der Elbe ab. Bevor er das Theologiestudium in Kiel begann, leistete er zwei Jahre Dienst bei der Marine. Zum Vikariat ging er nach Ostenfeld bei Husum, die Kirchengemeinde Schacht-Audorf begrüßte dann den 29-jährigen neuen Pastor gleich nach dessen Ausbildungsende.

"Sehr herzlich bin ich aufgenommen worden, die Kirche war proppevoll bei meinem ersten Gottesdienst", erinnert sich der heute 65-jährige zurück. Grade in den ersten Jahren stand ihm sein Vater mit Rat zur Seite, der ihm bis heute prägendes Vorbild sei, so Friese. Er blickt auf viele gute Jahre zurück, mit Flüchtlingsarbeit schon Ende der Achtziger Jahre, enger Zusammenarbeit über viele Jahre mit der Kirchengemeinde St. Marien (heute Teil der Kirchengemeinde Rendsburg), Mitarbeit in der Kirchenkreissynode und anderen Gremien auf Kirchenkreisebene. Sechs Vikare hat er ausgebildet in der Zeit: "Das hat mir viel Spaß gemacht und war immer eine Bereicherung!", berichtet er mit einem Lächeln. Drei Kinder hat er mit seiner Frau groß gezogen in Schacht-Audorf. Im Rückblick klingt vor allem Dankbarkeit mit: "Ich hatte immer großes Glück mit den Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen, das waren allesamt fähige Teamplayer. Und sie alle haben mich ertragen und getragen, all die Jahre".

Der Ausblick hat noch einiges zu bieten, ist sich Friese sicher: "Ich hänge den Talar nicht weit weg. Ich bleibe Pastor, ich werde kein Rentner! Aber ich kann künftig vieles in Ruhe tun, was ich früher im Schweinsgalopp erledigt habe. Ich kann meine Tochter auf Turniere begleiten, ohne vorher in den Kalender schauen zu müssen", freut sich Friese.

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