Aufschrift Frieden braucht mehr, Umriss Taube aus bunten Herzen

Klima-Gottesdienst: Orgelmusik ohne Strom

Die Konfis werden am Sonntag, 15. März in Hohn ihre Muskeln spielen lassen: Sie betätigen den Balg der Orgel in Hohn im Klimagottesdienst.

  • Die Orgel in Hohn wurde vor einem halben Jahr originalgetreu restauriert.
    Die Orgel in Hohn wurde vor einem halben Jahr originalgetreu restauriert.

Am Sonntag „Laetare“ (übersetzt „Freue dich!“), dem 15. März, lädt die Kirchengemeinde Hohn zu einem ganz besonderen Gottesdienst ein: Nach fast 70 Jahren wird die teilrestaurierte Marcussen-Orgel von 1879 zum ersten Mal wieder in einem kompletten Gottesdienst ohne die Hilfe eines motorgetriebenen Gebläses erklingen. Dies ermöglichen die „Konfis“, die nach erfolgreicher Einführung in die Tätigkeit des Balgtretens die Orgel mit Wind versorgen und damit ein Zeichen setzen für die bewusste Verwendung von elektrischer Energie und den Verzicht dort, wo stattdessen Muskelkraft eingesetzt werden kann.

Ausgestattet mit einem „Kalkanten-Diplom“ und Gehörschutz haben es die Konfis in der sogenannten Kalkantenkammer in der Hand bzw. in den Füßen, ob die Organistin der Orgel hörbare Musik entlocken und die Gemeinde mitsingen kann – oder ob die Orgel plötzlich verstummt! Dabei wird auch der restaurierte Generalschweller der Orgel zum Einsatz kommen, ein System von 30 beweglichen Brettern, die wie Jalousien während des Spielens stufenlos geöffnet und geschlossen werden können, wodurch sich Klangqualität und Lautstärke der Töne verändern.

Der Gottesdienst mit Pastorin Susanne Jensen, Dr. Julia-Maria Hermann vom Klimaschutzbüro des Kirchenkreises und Renate Kobler an der Orgel beginnt um 10 Uhr.

 

Kirche im Norden