Aufschrift Frieden braucht mehr, Umriss Taube aus bunten Herzen

Neue Anfänge an aktuellen Wirkungsstätten

Propst Dennis Pistol hat die Pastorinnen Anika Tittes und Jessika Gude in Osdorf und Owschlag eingeführt. Beide führen ihre Arbeit am Ort ihres Probedienstes fort.

  • Propst Dennis Pistol (links) hat Pastorin Anika Tittes (dritte von links) in ihr Amt als Pastorin in Osdorf-Felm-Lindhöft eingeführt. Mit dabei war auch der ehemalige Osdorfer Pastor Thomas Heik (rechts), der auch Anika Tittes Anleiter im Vikariat war.
  • Pastorin Jessika Gude wurde von Propst Dennis Pistol (zweiter von rechts) in Owschlag in ihr Amt eingeführt. Mit dabei waren ihr Mann Finn Gude (rechts) und Pastor Robert Wolff von der Kirchengemeinde Schleswig.

Osdorf/Owschlag – Für Anika Tittes ist die Einführung am Sonntag der dritte Anfang am gleichen Ort. Die 40-Jährige ist bereits als Vikarin und als Pastorin im Probedienst in der Osdorfer Vater-Unser-Kirche begrüßt worden, nun wurde sie am Sonntagmorgen von Propst Dennis Pistol als Pastorin auf Lebenszeit eingeführt. Sie bekleidet eine halbe Pfarrstelle, die zweite halbe Pfarrstelle der Gemeinde hat Isa Gattermann inne. 

Auch Jessika Gude erlebte am Sonntag einen weiteren Anfang an ihrer aktuellen Wirkungsstätte. Propst Pistol führte die 31-Jährige am Sonntagnachmittag in Owschlag in ihr Amt als Pastorin ein, nachdem sie die Pfarrstelle bereits in den vergangenen drei Jahren als Pastorin im Probedienst verwaltet hat. 

Einführung in Owschlag

Dabei ist Jessika Gude laut Propst Pistol das gelungen, was sie vor drei Jahren angekündigt hat: Sie sei in Owschlag eine Pastorin zum Ansprechen – klar in der Rolle und zugleich mitten im Dorf angekommen und zwischen Kirche, Dorffest und Feuerwehr einfach gern dabei. Er gab Jessika Gude die Erinnerung daran mit, dass Gott selbst nicht stumm sei. Die Kirche lebe davon, dass Menschen einander ansprechen können, weil sie selbst Angesprochene sind. 

Jessika Gude nahm das Bild in ihrer Predigt zu einem Abschnitt aus dem ersten Korintherbrief auf. „Menschen bauen an Kirche. Wir bringen unsere Ideen ein, investieren Zeit, übernehmen Verantwortung, planen, entscheiden und gestalten. Aber es bleibt Gottes Bau.“ In den vergangenen drei Jahren habe sie bereits viel in der Gemeinde erlebt. Es mussten Krisen bewältigt werden, aber sie durfte auch einiges ausprobieren. Konkret nannte Pastorin Gude Pop-up-Trauungen, Holy Aperoli, ein Krippenspiel in der Sporthalle oder den Gottesdienst am Bierpilz Anfang des Monats. Sie sei sehr dankbar, dass die Gemeinde mitmache und das Vertrauen da sei, Kirche auch einmal anders zu denken.

Einführung in Osdorf

Auch Anika Tittes habe in der Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft und im Kirchenkreis beispielsweise durch die Mitorganisation des großen Tauffestes 2022 in Eckernförde schon viele Segensspuren hinterlassen, sagte Propst Pistol. Bei ihrer Einführung verwies er auf die wiederholten Anfänge. „Nehmen Sie das mit und verinnerlichen Sie das: Ihnen sind neue Anfänge geschenkt. Immer wieder. In unserem Glauben sogar jederzeit“, sagte er. „Mitten in unser alltägliches Scheitern und die leise Angst, nicht genug zu sein, leben wir von einem Gott, bei dem wir täglich neu anfangen dürfen.“ 

Anika Tittes selbst machte in ihrer Predigt deutlich, dass es in der Gemeinde auf alle ankomme. „Wir sind Gottes Mitarbeiter, nicht ich allein“, sagte sie.  Die Kirchengemeinde wolle Hilfe bieten und Gemeinschaft stärken, sagte Pastorin Tittes. Ihre Aufgabe sehe sie dabei unter anderem darin, Menschen zu ermutigen und ihnen etwas zuzutrauen und dabei immer wieder an die Grundlage der Arbeit zu erinnern: „Wir sind Gottes geliebte Geschöpfe.“

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