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Neue Charity-Veranstaltungsreihe startete mit Vortrag von Bürgermeisterin Sönnichsen

  • Führen durch den Abend: Frauke Kondritz (r.) und Gabriele Lüttmer.
  • Kinderarmut in Rendsburg: Bürgermeisterin Janet Sönnichsen berichtet, wie die Situation zurzeit aussieht.

Rendsburg – „Mit wachen Sinnen: füreinander – miteinander“: So lautet das Motto der „kleinen feinen Reihe“, einer neuen Charity-Veranstaltung des Fördervereins Evangelische Bildungsarbeit. Am Dienstagabend (2. November) fand der Auftakt der Reihe in den Räumen des Zentrums für Kirchliche Dienste in Rendsburg statt. Gastrednerin des Abends war Rendsburgs Bürgermeisterin Janet Sönnichsen. Ihr Thema: Kinderarmut in Rendsburg.

Begrüßt wurden die Gäste aus den Bereichen Soziales, Politik, Wirtschaft und Service-Clubs von Gabriele Lüttmer, zuständig für die Initiative wellcome, und Frauke Kondritz, Leiterin der Evangelischen Familienbildungsstätte Rendsburg-Eckernförde (FBS) und des Mehrgenerationenhauses Rendsburg (MGH). Gemeinsam mit Kathrin Bustorf vom Förderverein hatten sie den Abend vorbereitet. Der Förderverein Evangelische Bildungsarbeit unterstützt die Arbeit der FBS und des MGH zum Beispiel bei der Ausstattung von Kursräumen oder der Ausbildung von DELFI-Kursleitungen. „Mit unserem ersten Charity-Abend möchten wir einen Raum für Begegnung schaffen, damit neue Netze geknüpft werden können“, sagte Lüttmer in ihrer Begrüßung. Denn es brauche ein Dorf oder besser eine Stadt, um Kinder groß zu ziehen. Wir alle seien gefragt.

Janet Sönnichsen setzte mit ihrem Vortrag über Kinderarmut Impulse für den anschließenden Austausch. Sie berichtete, dass in Rendsburg etwa 25 Prozent der erwachsenen Bevölkerung von Transferleistungen lebe. 44 Prozent der Rendsburger Kinder leben in Familien, die staatliche Unterstützung erhalten. Bei Kindern mit Migrationshintergrund liegt die Zahl sogar bei 71 Prozent. „Familien und Alleinerziehende brauchen unseren Beistand“, sagte die Bürgermeisterin. Sie sprach das Thema Fachkräftemangel in Kitas an und warb für eine Ausbildungsoffensive. Gleichzeitig sieht sie auch beim derzeitigen Personalschlüssel in Kitas Verbesserungsbedarf. Er solle sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren, sagte sie. Auch von der angespannten Haushaltlage der Stadt Rendsburg sprach sie. „Wir können nicht so weitermachen wie bisher.“ Dazu gehöre es auch, von den Umlandgemeinden Solidarität einzufordern.

Im Anschluss an den Vortrag kamen die Gäste miteinander ins Gespräch. Welche Unterstützung wird gebraucht? Welche Netzwerke können geknüpft werden? Adressen wurden ausgetauscht und neue Ideen geboren.

„Es gab einen regen und guten Austausch an diesem Abend. Dieser fand nicht nur in der sich an den Vortrag anschließenden Diskussion statt sondern auch in den Gesprächen der Gäste miteinander. Erste Netze sind geknüpft, ein wichtiges Ziel unseres Abends“, meinte Gabriele Lüttmer am Ende der Veranstaltung. Und auch die finanzielle Unterstützung für das nächste Ferienprojekt der FBS ist gesichert: Rund 900 Euro kamen an diesem ersten Charity-Abend an Spenden zusammen. Weitere Abende mit neuen Themen und Projekten sind geplant.

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