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Neue Wege mit bekannter Pastorin

  • Tanja Tietje, Jesper Zedlitz, Pastorin Johanna Zedlitz, Propst Sönke Funck und Pastorin Susanne Petersen (von links). Tietje, Jesper Zedlitz und Petersen assistierten bei der Einführung.

Sehestedt – Zweimal ist die Einführung von Pastorin Johanna Zedlitz in der Kirchengemeinde Sehestedt verschoben worden. Aufgrund der Corona-Maßnahmen. Nun, beim dritten Anlauf, kam der sommerliche Platzregen. Er hat Propst Sönke Funck und die Gemeinde, die unter freiem Himmel am Kanal Gottesdienst feiern wollte, nicht vom Einführungsgottesdienst abgehalten.

Begonnen hat Johanna Zedlitz ihren Dienst im Kirchenkreis im Vertretungspfarramt. Daran erinnerte Propst Sönke Funck in seiner Ansprache. Zunächst arbeitete sie in der Kirchengemeinde Gettorf, dann im gesamten Dänischen Wohld und in der Kirchengemeinde Schilksee-Strande als Elternzeitvertretung.

Nachdem Pastor Jens-Olaf Grotjahn in den Ruhestand gegangen ist, hat sie in ihrem Probedienst seit Oktober 2018 die 50-Prozent-Pfarrstelle in Sehestedt verwaltet und war schon kurz vorher mit ihrer Familie ins Pastorat gezogen. Der Probedienst sei eine Chance, sich wirklich gut kennen zu lernen, sagte Funck. „Da muss ja manches passen: Im Persönlichen, in der Arbeitsstruktur, die Wohnsituation im Pastorat, eine halbe Stelle mit ihren notwendigen Begrenzungen, in der Familie, auch im theologischen Profil.“ Und es passte.

Am Ende des Probedienstes waren sich Kirchengemeinde und Pastorin darüber einig: Beide wollen weiter miteinander arbeiten. Und so ist Johanna Zedlitz seit mehr als einem Jahr schon ganz regulär Inhaberin der Pfarrstelle der Kirchengemeinde Sehestedt. Und seit Sonntag endlich auch ganz regulär in ihr Amt eingeführt, das sie bereits in besonderen Zeiten ausgefüllt hat.

An die besonderen Herausforderungen in Zeiten der Corona-Pandemie erinnerte Johanna Zedlitz in ihrer Predigt. Sie machte sich dabei auf Basis der Geschichte von Jona und dem Wal aus dem Alten Testament – dem für den Sonntag vorgesehenen Predigttext – Gedanken über die Herausforderungen der Kirche in Gegenwart und Zukunft. Jona sei über Bord geworfen worden, so wie auch die Kirchengemeinde einiges über Bord werfen musste. Neue Wege waren gefragt. „Und es sind ganz wunderbare Sache dabei herausgekommen. Bei mir auch die Zuversicht, dass wir als Kirche weg können von dem Gedanken: ,Das machen wir so, denn das haben wir schon immer so gemacht‘“, sagte sie.

Es komme darauf an, so Zedlitz, nicht nur auf sich selbst zu schauen. So wie Jona vor seiner Aufgabe geflohen sei, die Gott ihm gestellt habe, so flüchteten auch wir heute oftmals vor Gott. Es gelte, Gott wieder in den Blick, in den Mittelpunkt zu nehmen. „Viel zu oft denken wir, dass wir Menschen das alles schaffen müssten. Dabei hat Gott bestimmt längst einen Plan. Statt in die entgegengesetzte Richtung zu laufen, sollten wir uns die Zeit nehmen zuzuhören“, sagte Johanna Zedlitz. Es sei gut und richtig sich Gedanken zu machen und zu überlegen, wie Gottes Botschaft zu den Menschen kommt. „Aber wir dürfen eben nicht vergessen, dass wir Gott an unserer Seite haben.“

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