Hohn – Die alte Marcussen-Orgel in Hohn ist ein ganz besonderes Instrument. Deswegen kommen fünf Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde im Mai nach Hohn in die Marienkirche (Hauptstraße 22). Immer am Freitag um 17 Uhr spielen sie an der vollständig sanierten und teilrestaurierten Orgel ein Konzert. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Mit dabei sind: Markus Hansen aus Nortorf am 1. Mai, Kirchenkreiskantorin und Kirchenmusikdirektorin Katja Kanowski aus Eckernförde am 8. Mai, Jorge Sendler aus Eckernförde am 15. Mai, Renate Kobler aus Hohn am 22. Mai und Birthe Ley aus Schacht-Audorf am 29. Mai.
Die Orgel aus dem Jahre 1879 wurde im vergangenen Jahr in wesentlichen Teilen in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt. Nach einer vollständigen Restaurierung der Balgtretanlage wurden nun einige Register an die ursprüngliche Disposition angepasst und der sogenannte Generalschweller komplett wiederhergestellt: 30 massive Holzbretter, verteilt auf fünf Öffnungen des Orgelgehäuses, können während des Orgelspielens gleichzeitig stufenlos geöffnet und geschlossen werden, wodurch sich Lautstärke und Klangqualität der Töne verändern.
„Dieses ganz besondere Element dieser Orgel wurde 1975 stillgelegt und kann jetzt wieder zum Einsatz kommen“, sagt die Hohner Kirchenmusikerin Renate Kobler, die die Sanierung und Teilrestaurierung maßgeblich vorangetrieben hat. Die Orgel kann mit Hilfe von Kalkanten – menschlichen Balgtretern – ohne Motoreinsatz und damit klimafreundlich bedient werden. Den ersten Gottesdienst seit 70 Jahren, bei dem das Instrument komplett mit Muskelkraft bedient wurde, hat die Kirchengemeinde Hohn im März gefeiert.
Renate Kobler findet, dass sich der Besuch eines Orgelkonzerts gerade im Mai hervorragend mit einem Ausflug in den ländlichen Zentralort Hohn verbinden lässt. Ihre Tipps: „Wandern Sie um den Hohner See und beobachten Vögel, erleben Sie die Otter-Fütterung, nehmen die am alten Bahnhof auf einer Wiese stehende Transall in den Blick oder erkunden mit dem Rad den Eider-Treene-Sorge-Radweg.“ Auch das Dorfmuseum sei einen Besuch wert. Infos und Anmeldung unter https://www.gemeinde-hohn.de/leben-in-hohn/freizeit-tourismus/angebote-aktivitaeten.























