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Ehrenamtliche sowie Pastorinnen und Pastoren der Region Schwansen wollen künftig in einer Gemeinde zusammen arbeiten (von links): Hans-Heinrich Reineke (Waabs), Annelore Erdmann (Borby-Land), Peter Loray, Anne Klohs (beide Rieseby), Jörg-Michael Schmidt (Pastor in Rieseby), Kirsten Erichsen (Pastorin in Sieseby), Martin Krumbeck (Pastor in Karby), Peggy Josefine Kersten (Pastorin in Waabs) und Propst Sönke Funck.

20.09.2018

Region Schwansen – Im Frühjahr 2017 haben die Kirchengemeinden Borby-Land, Karby, Kosel, Rieseby, Sieseby und Waabs die „Arbeitsgruppe Region Schwansen“ eingesetzt. Das Ziel: die Entwicklung eines Zukunftsbildes für Kirche in der Region. Nun gibt es ein Ergebnis. Die Kirchengemeinderäte erklären ihre Absicht, die Gemeinden zum 1. Januar 2020 zu einer „Kirchengemeinde Schwansen“ zusammenzuschließen. Ausnahme ist die Kirchengemeinde Kosel. Sie hat bereits Anfang 2018 die „Arbeitsgruppe Region Schwansen“ verlassen, da sie eigene Wege gehen möchte.

„Es war ein gutes und konstruktives Miteinander in der Arbeitsgruppe“, sagt Sprecherin Pastorin Kirsten Erichsen. Zu der Arbeitsgruppe gehörten Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen aus jeder Gemeinde sowie die Pastorinnen und Pastoren der Schwansener Kirchengemeinden. Der Propst der Propstei Eckernförde, Sönke Funck, und die Vertretungspastorin der Region, Babette Lorenzen, waren beratend dabei. Pastor i. R. Redlef Neubert-Stegemann begleitete und moderierte den Prozess. Der Pastoralpsychologe war, bevor er in den Ruhestand ging, Leiter der Arbeitsstelle Institutionsberatung der Nordkirche.

Insgesamt zwei Jahre haben die Vertreterinnen und Vertreter über mögliche Zukunftsmodelle für das kirchliche Leben in Schwansen diskutiert. „Jeder von uns ist immer wieder auf die anderen zugegangen, auch wenn schwierige Entscheidungen anstanden. Das war wichtig, um gemeinsame Wege zu finden“, berichtet Erichsen. Es zeigte sich, dass die gute Zusammenarbeit in der Region, die es bisher schon gab, die Basis des Prozesses bildete. „Wir befinden uns alle in der selben Lage“, so Erichsen. „Die meisten Dörfer der Region sind kleiner geworden, nur wenige wachsen. Das Leben auf dem Lande hat sich verändert. Und das hat Auswirkungen auf die Kirche: sinkende Mitgliederzahlen, steigende Kosten für die Gemeinden. Dazu kommt der fehlende Pastorennachwuchs in der ganzen Kirche.“ Deshalb haben sich die Kirchengemeinden in der Region aufgemacht, ein Zukunftsbild zu entwickeln. „Es hat uns niemand gedrängt. Wir konnten ohne Druck Ideen sammeln.“

Herausgekommen ist das Modell eines Zusammenschlusses (Fusion). Beschlossen ist es noch nicht  Im September und Oktober werden die Gemeindeglieder im Rahmen von Gemeindeversammlungen über das Konzept informiert und dazu angehört. Die Voten der Gemeindeversammlungen sollen dann in den Kirchengemeinderäten ausgewertet werden. Erst danach kann in den Kirchengemeinderäten endgültig abgestimmt werden.

Das Modell der neuen „Ev.-Luth. Kirchengemeinde Schwansen / Rieseby“ (als Sitz der Verwaltung) sieht vor, dass ab 2020 die fünf Kirchengemeinden von einem gemeinsamen Kirchengemeinderat (KGR) geleitet werden. Diesem ersten KGR (2020 – 2022) gehören aus jedem bisherigen Kirchengemeinderat drei ehrenamtliche Mitglieder an sowie alle amtierenden Pastorinnen und Pastoren.

Darüber hinaus soll es an den fünf kirchlichen Orten Kuratorien und andere Gruppen geben. Sie kümmern sich um die Kirchen vor Ort, sind Ansprechpartner für die Menschen, organisieren lokale Veranstaltungen und setzen eigene Projekte und Programme in Abstimmung mit dem KGR um.

Drei Pfarrstellen werden in Zukunft zur neuen Kirchengemeinde gehören. Die Planung sieht vor, dass das Gemeindegebiet in drei Bezirke für die Amtshandlungen und Seelsorge eingeteilt wird, die in etwa die folgenden bisherigen Gemeindebereiche umfassen: Karby/Sieseby, Waabs/Borby-Land und Rieseby. Jeder Seelsorgebezirk ist einer der Pastorinnen und Pastoren fest zugeordnet als persönlichem Seelsorgebezirk. In jedem der Bezirke steht der Pastorin oder dem Pastor ein Pastorat als Dienstwohnung zur Verfügung – in Sieseby (oder Karby), in Barkelsby (oder Waabs) und in Rieseby. Außerdem wird es einen gemeinsamen Gottesdienstplan für die neue Kirchengemeinde geben.

Ab 2020 werden auch alle bisherigen Einzelhaushalte inklusive Vermögen und Schulden zu einem Haushalt der neuen Kirchengemeinde zusammengeführt.

Auch für die inhaltlichen Schwerpunkte für die kirchliche Arbeit in Schwansen hat die AG ein Konzept entwickelt. Es wird weiterhin die klassische Arbeit der Pastor_innen mit Gottesdiensten und Amtshandlungen geben. Geplant ist außerdem, ein Regionalkantorat (B-Musikerstelle) einzurichten, um die Kirchenmusik zu stärken, und ein gemeinsames Sekretariat in Rieseby. Jugend- und Konfirmandenarbeit soll nach einem gemeinsamen Konzept stattfinden. Senioren, Erwachsene und Kinder werden weiterhin in den Blick genommen. Darüber hinaus können thematische Gruppe zu Tourismus, Natur und Umwelt, Spiritualität und Vernetzung mit den Kommunen eingerichtet werden. 

Propst Sönke Funck, der von Beginn an das Projekt unterstützt hat, ist von dem Ergebnis überzeugt. „Die Kirchengemeinden haben etwas Besonderes geschafft. Sie haben sich gemeinsam auf den Weg in die Zukunft gemacht und am Ende sich für ein Konzept entschieden, welches auch richtungsweisend für andere sein kann. Darüber freue ich mich sehr. Ich danke allen an dem Prozess Beteiligten für ihr großes Engagement.“

Die Gemeindeversammlungen finden jeweils im Anschluss an den 10-Uhr-Gottesdienst statt:

  • 23.09. in Sieseby
  • 30.09 in Borby-Land/Barkelsby
  • 07.10. in Karby
  • 21.10. in Waabs
  • 28.10. in Rieseby

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