Mehrere Tage lang sind Soldaten auf dem Rendsburger Garnisonfriedhof im Einsatz. Sie gehören zum Taktischen Luftwaffengeschwader 51 Immelmann in Hohn. Per Hand befreien sie die Grabsteine der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten von Moosen und Flechten und setzen die in die Jahre gekommenen Einfassungen der Grabkreuze instand.
„Wir freuen uns über die Unterstützung der Bundeswehr bei der Erhaltung des Grabfeldes“, sagt Rainer Karstens, Pastor der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rendsburg. Es sei wichtig, der Opfer von Kriegen zu gedenken. „Solche Einsätze sind im Rahmen der laufenden Pflegearbeiten auf dem Friedhof nicht zu leisten.“
Die Aktion ist so zustande gekommen: Anlässlich einer Führung während des Tags des offenen Denkmals im vergangenen Jahr erinnerte der ehemalige Kommodore des LTG 63 in Hohn, Hartmut Zitzewitz, daran, dass er mit einer Gruppe Soldaten vor acht Jahren das Gräberfeld instand gesetzt hatte. Er bot an, sich zu erkundigen, ob es ein weiteres Mal einen ähnlichen Arbeitseinsatz der Bundeswehr geben könne.
So entwickelten sich der Kontakt, die Planungen und Vorbereitungen, an denen auch der Freundeskreis Garnisonfriedhof beteiligt war. Seit 2021 unterstützt der Freundeskreis die Arbeit der Friedhofsgärtner bei der Pflege der Anlage. Auch der Rendsburger Verschönerungsverein setzt sich für den Erhalt dieses kulturellen Erbes ein.




















