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Warmer Raum, warme Suppe und warme Herzen

  • Die Mitglieder der AG freuen sich auf den Projektstart am 6.11.: (v.l.) Randi Melander, Hans Christian Segeberg, Carsten Gallinat, Sabine Klüh, Claudia Heynen, Janina Boysen und Tobias Schwarz.

Rendsburg – Die Kirchengemeinde Rendsburg startet ein Projekt für mehr Wärme – zwischenmenschlich, aber auch körperlich spürbar. Ab dem 6. November öffnen sich jeden Sonntag bis zum März 2023 von 13 bis 15.30 Uhr die Türen des Café Topfgucker im Gemeindehaus Parksiedlung (Pastor-Schröder-Str. 70) für alle, die sonntags nicht allein sein wollen, die hungrig sind – nach Gesprächen und Kontakt, aber auch im Bauch. Angeboten werden warmes Essen, Kekse, Getränke und Möglichkeiten, gemeinsam zu reden, zu spielen oder etwas zu lesen und sich aufzuwärmen.

Die Planungen für das Café Topfgucker laufen bereits seit einigen Monaten, die Arbeitsgruppe besteht aus sieben Haupt- und Ehrenamtlichen. Insgesamt gut 35 Ehrenamtliche haben sich gefunden, die jeden Sonntag Gastgeberin und Gastgeber sein wollen. Pastorin Claudia Heynen lädt stellvertretend ein: „Uns sind alle willkommen. Wir haben natürlich besonders Menschen im Blick, die von der Inflation oder der Energiekrise betroffen sind, aber wir prüfen keine Bedürftigkeit.“ Das ist auch Diakon Carsten Gallinat wichtig: „Es geht hier nicht nur um einen warmen Raum und eine warme Suppe. Hier sind auch viele warme Herzen! Wir freuen uns darauf, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und Spiele zu spielen. Wir wollen gemeinsam eine gute Zeit am Sonntag verbringen.“ Tobias Schwarz aus dem Team ergänzt: „Wir haben uns bewusst für den Sonntag entschieden. Da haben vergleichbare Einrichtungen alle zu, es fehlte ein Angebot. So wollen wir nah bei den Menschen und für die Menschen da sein“.

Das ein solches Projekt möglich wurde, ist nicht zuletzt der Fusion zu verdanken, da ist sich Heynen sicher: „Eine Kirchengemeinde allein hätte das nicht stemmen können, weder finanziell noch ausreichend Ehrenamtliche finden können.“ Die Kirchengemeinde finanziert das Projekt, hat aber einen Antrag auf Unterstützung an die Nordkirche gerichtet. Die Landessynode hatte zuletzt beschlossen, dass die zusätzlichen Kirchensteuern aus der Energiepreispauschale Menschen zugutekommen soll, die besonders unter den gestiegenen Energiepreisen leiden. Den sozialdiakonischen Gedanken des Projektes haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe bis in alle Perspektiven durchgezogen: Die angebotene Suppe wird im Eiderheim Flintbek gekocht – einer Einrichtung des Landesvereins für Innere Mission in Schleswig-Holstein.

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