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Die Schulen in Tansania im Blick

  • Schülerinnen und Schüler schreiben ihren Pateneltern.
  • Ein Schulgebäude in Tansania.
  • Blick in den Unterricht.
  • Hannelore Pischke mit ihren Patensöhnen.
  • Die Unterstützerinnen und Unterstützer im Norden.
  • Gruppenbild nach einer Wanderung.
  • Teamsitzung an einer Schule
  • Lernen unter einem Baum.

Im Rahmen der Artikel-Reihe „Ökumene miteinander verbunden“ erzählt Hannelore Pischke ihre Geschichte mit Afrika. Sie beginnt 2004 und die Eckernförderin lernt Afrika, sie lernt Schülerinnen und Schüler kennen und gründet den Verein „die-schule-in-afrika e.V.“. Hannelore Pischke ist Mitglied im Ausschuss für Ökumene und Partnerschaften des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde.

Das Patenkind

Es ist 17 Uhr tansanische Zeit. Seit 48 Stunden bin ich auf den Beinen und unterwegs: Hamburg, London, Dar es Salaam, Tanga.

Angekommen bei meiner Bekannten in Tanga, will sie einen ihrer Schützlinge, einen drahtigen jungen Mann, aus dem von ihr geleiteten Waisenhaus ins 10 km entfernte Heimatdorf fahren. Wenn meine Neugier nicht so unbändig wäre, wünschte ich mir jetzt nur eine Tasse Tee, ein Duschbad und ein kuscheliges Bett. Aber etwas treibt mich. Wer weiß, vielleicht werde ich nie wieder die Gelegenheit finden, fernab der touristischen Pfade reales afrikanisches Leben, Lebensgestaltung, kennen zu lernen.

Salehe, heißt der junge drahtige Mann, der auf die Heimfahrt in sein Dorf wartet.  Er liest Mandelas Buch, „A long walk for freedom“. Wir beäugen uns taxierend.

Im Dorf begrüßen wir Salehes Großvater. Ein großer, sehr schlanker, drahtiger, Achtzigjähriger, grauhaarig mit wettergegerbtem Gesicht. Verblichene Kleidung. Der Jeans-Shorty, der mehr aus Flicken besteht denn aus Jeansstoff, schmälert in keiner Weise seine würdevolle Erscheinung. Eine besondere Begegnung!

Dörflicher Rund-Blick: sehr einfache kleine Häuser aus Holzstangen und Lehmputz mit rostigem Blech bedeckt. Um die Häuser herum rote Erde sauber gefegt, kein Blumen Schmuck, kein Hausgarten wie wir es kennen.

Salehe und meine Bekannte diskutieren miteinander, finden kein Ende und mich holt langsam die Müdigkeit ein. Schließlich mische ich mich ein, frage worum es geht. Es geht um Salehes Freund Jona. Er braucht Unterstützung genau wie Salehe, steht ganz schüchtern und halb versteckt an einer Hausecke. – Was war noch einer der Gründe dieser Reise? Richtig, ich befinde mich auch auf der Suche nach einem Mädchen, das Unterstützung braucht!  Jedoch, gestern in der National Gallerie of London, stand ich lange vor dem Gemälde von Jona und dem Wal.  Die Geschichte von Jona und dem Wal ist immer noch eine meiner Lieblingsgeschichten. – Ich schätze, Gottes Plan ist offensichtlich ein anderer als der meinige!!!

Jona wird mein „God Child“, mein Patenkind. Ich übernehme die Kosten für seine Schulausbildung, seine Nahrung und sein Taschengeld.  

Sechs Wochen in Tansania

Im darauffolgenden Jahr, 2005, reise ich allein, nur mit einem Rucksack bestückt, für sechs Wochen nach Tansania. Was wird das Wesentliche meiner Reise sein? Natürlich bin ich glücklich einmal etwas anderes zu sehen als daheim, einmal, nach dem Auszug meiner drei Kinder, etwas für mich zu finden, sicher ein wenig auch der Wunsch nach Freiheit und einmal in eine andere Richtung zu schauen, eine andere Lebensführung wahrzunehmen.

Es gibt nur zwei geplante Anlaufpunkte: Tanga mit Jona in dem Waisenhaus meiner Bekannten und Kwakoa Kiguniguni, eine Partnergemeinde meiner Borbyer Kirchengemeinde in Eckernförde.

Jona treffe ich im Waisenhaus. Da gerade Ferien sind, übernehme ich die Verantwortung für Jona und lasse ihn vom Hostel (Waisenhaus) beurlauben. Wir gehen gemeinsam auf Reisen per Bus. Zu Beginn dieser Reise fühle ich mich sehr unwohl! Wir werden angestarrt wir zwei Tiere im Zoo! So muss es sich wohl auch für einen Schwarzen anfühlen, wenn er in Deutschland mit dem öffentlichen Bus in Begleitung einer Weißen unterwegs ist.

Wir fahren nach Pangani am Indischen Ozean, dann nach Lushoto in den Usambara Bergen. Es wird ein absolutes Win-Win Erlebnis! Für Jona stellt sich das Leben auf den Kopf. Genug Nahrung, essen mit Messer und Gabel, ein eigenes Zimmer, warmes Wasser zum Duschen, ein eigenes Bett, ein unbekannter Luxus, ein Abenteuer ohnegleichen und für uns Europäer alles so selbstverständlich, dass wir es gar nicht mehr als Luxus wahrnehmen.

Jona lehrt mich das Land, die Menschen, ihr Leben und ihre Gepflogenheiten tiefer zu erfassen. Totale Enge im Bus, den Kampf der Händler um kleinste Geschäfte, das Bedrängen durch sie und wie man dem geschickt entgeht ohne genervt zu reagieren, die Lautstärke, die vielfältigen Gerüche, die farbenfrohen Kleider…!   

Er in holperigem Englisch versucht er immer wieder etwas zu erklären, während ich krampfhaft in meinem Kisuaheli-Wörterbuch Hilfe suche! Beim abendlichen Kniffelspiel unter riesigen Bäumen vor meiner Hütte, das Rauschen des Ozeans in den Ohren, brauchen wir nicht viele Worte! Das „Eis“ bricht! Es wandelt sich in gemeinsame Freude und Zutrauen! – Der Abschied, eine Woche später, fällt uns beiden sehr schwer!

Für mich geht es allein weiter in die Pare Berge, im Nord-Osten Tansanias.

Die Karambacha Schule

Der Ort Kiguniguni liegt sehr abgelegen. Kontakt mit der Gemeinde soll ich aufnehmen über Nelson Kangero und Pastor Mariza. Die Fahrt dorthin ist sehr beschwerlich, die Landschaft jedoch betörend schön!

Ich werde äußerst freundlich aufgenommen und komme sofort mit Nelson Kangero ins Gespräch. Er ist das regional engagierte Multitalent: Rektor der privaten Lomwe Secondary School, Touristikmanager der Region, in sämtlichen Vorständen und Gremien tätig, Patron der kleinen Karambacha Schule sowie „Kummer-und-Sorgen-Kasten“ für Schüler, Eltern und Bürger in diesem Tal. Er kennt jede Schülerin und jeden Schüler, weiß um ihre persönlichen Lebens-Verhältnisse.

Nelson bringt mich in einer freien Lehrer-Wohnung der Lomwe Schule unter.

Er ist sehr umtriebig, organisiert für mich eine Wanderung auf den Berg Kinderokko, 2100 Meter hoch, sowie ein traditionelles Essen aus Bananen-Mehl-Kuchen mit roten Bohnen. Der Besuch der Karambacha Primary School versteht sich von selbst.

Das Lehrer-Team der Karambacha Schule ist sehr nett. Beim Besichtigungs-Rundgang „erschlagen“ und bedrücken mich die dunklen, schwer renovierungsbedürftigen Klassenräume. Schulbücher gibt es nur wenige für die Lehrer. Gerechnet wird mit verschiedenfarbigen Kronkorken.

- Glück ist, sagt ein afrikanisches Sprichwort, wenn kein Mangel herrscht! -

Aber hier sehe ich überwiegend Mangel! Ich bin sehr beklommen. Nach dem Rundgang werde ich zum Grillen eingeladen. Die Lehrer sprechen gut Englisch und es entwickelt sich ein reger Austausch. Konkret werden die Probleme sowie Unwägbarkeiten innerhalb des Schulalltags, der Familien und dem afrikanischen Leben thematisiert.

Unterstützung vor Ort und in der Heimat

Wieder Zuhause lässt mich das Gesehene und Gehörte nicht los. Immer wieder drängt sich die Frage auf: was kann ich tun? Will ich überhaupt aktiv werden, so weit von meinem Zuhause entfernt? Welchen Aufwand kann ich leisten neben meinem Beruf, meiner Familie?  Lange finde ich keine Antwort darauf. – Vierzehn Monate später, kurz vor Weihnachten, kommt mir die Idee auf dem Weihnachtsmarkt mit selbst hergestellten Produkten Geld zu erwirtschaften, das ich dann für die Karambacha Schule verwenden kann. Gesagt, getan! 700 Euro sind das Resultat.

Mit dem Geld in der Tasche fliege ich 2007 wieder in Richtung Tansania. Die Summe reicht für den Bau eines neuen Küchenhäuschens und deckt sogar noch für ein halbes Jahr die Lunch-Kosten.

Jona ist auch in Usangi, da meine Urlaubszeit nicht reicht, um auch noch nach Tanga zu fahren. Er dolmetscht, wandert mit mir in den Bergen und gemeinsam besuchen wir die Karambacha Schule. Er macht mich auf ein Mädchen aufmerksam, das keine Unterstützung erfährt, da es bei seiner betagten mittellosen Großmutter lebt. Sie hat hervorragende Noten, kann aber nur die weiterführende Schule besuchen, wenn jemand das Schulgeld für sie aufbringt. Die Großmutter kann es nicht!

Eigentlich habe ich genug zu kämpfen mit den Studiengebühren für Jona. Auch Ashas Lehrerin, Aina Koshuma, schubst mich, dieses Mädchen zu unterstützen und letztendlich vertraue ich einfach darauf, dass sich eine Lösung auftun wird. Und richtig! Zurück in Schleswig-Holstein, erzähle ich von meiner Reise, meinen Erlebnissen und von Asha im Kollegenkreis. Eine Arbeitskollegin ist kurzentschlossen bereit das Mädchen finanziell zu unterstützen.

Bei meinem Besuch im Jahr 2008 werde ich mutiger, frage bei den Lehrern nach, welche Schülerinnen es schwer haben und aufgrund ihrer Lebenssituation die weiterführende Schule nicht besuchen können. Die Lehrerin Aina und Rektor Ngumo nennen mir einige Schülerinnen, und so landen die Lebensläufe von Safina, Leila, Mwanaidi und Zuena in meinem Gepäck. Das war der Beginn des Schüler-Förderungs-Projekts neben der schon bestehenden Karambacha Förderung!

Besonders zu erwähnen sind hier noch zwei Menschen: Henning Halver, Pastor der Ökumenischen Arbeitsstelle Rendsburg, jetzt im Ruhestand, sowie Aina Koshuma aus Usangi in Tansania. Henning gibt mir die Chance das kleine Projekt öffentlich vorzustellen. Es sind sehr zurückhaltende Anfänge! Henning schubst mich immer wieder mit: Na nun sag doch was dazu! Stell es vor! Was machst du denn dort und warum?  Womit finanzierst du dein Projekt, deine Herzensangelegenheit! Es läuft zäh, sehr zäh! Ich bin es nicht gewohnt in der Öffentlichkeit zu stehen und in keiner Weise geübt! Freundlicher ausgedrückt: ich durchlaufe einen langen „Aufwärm-Prozess“, und bezweifele, dass ich ohne Hennings Zuspruch, wie man so schön bei uns sagt, nie zu Pott gekommen wäre!

Die Mitstreiterin vor Ort

Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und dem kraftvollen Schaffen in Tansania ist Aina Koshuma. Eine tansanische Schul-Expertin, die nach über einem Jahrzehnt des Miteinanders meine Freundin und Vertraute wird. Sie ist eine fröhliche, kämpferische und zupackende Organisationskünstlerin. Am Ende des Dorfes lebend und trotzdem der Mittelpunkt des Dorfes zu sein, für viele Kümmernisse ein Ohr und dazu auch noch helfende Ideen zu haben, das kann nicht jede!!!

Das Tun in Usangi/Tansania entpuppt sich immer mehr als eine wunderbare Aufgabe! Es zeigen sich oft Momente in denen Lethargie, Hoffnungs- und Ausweglosigkeit zurückgedrängt werden. Für einen Moment strahlt ein Sternchen in den Augen eines Jugendlichen, zeigt sich ein breites Lachen im Gesicht einer Lehrerin, eines Elternsprechers. Einer vermeintlich aussichtslosen Situation wird die Stirn geboten!

In manchen Jahren habe ich meine Paten-Söhne Jona und Salehe dabei. Wir besuchen zusammen mit den Schülerinnen und Schülern ihre Familien, denn ich will mir selbst ein Bild von den Familien-Situationen machen. Es ist immer eine lustige Wanderung! Ich komme mit allen nach und nach ins Gespräch, wir suchen nach Liedern, die wir alle kennen, laufen lachend, singend und sehr heiter von Schülerfamilie zu Schülerfamilie. Salehe formulierte es einmal so: Mama, es macht mich immer sehr froh, wenn du mitten unter uns bist und mit uns für einen Moment unser Leben teilst.

Freude und Leid

Aber es ist nicht nur heiter und schön. In den Anfangsjahren bin ich immer sehr deprimiert nach Hause geflogen. Es kostet mich Monate das Gesehene, das oft genug weit jenseits unserer europäischen Vorstellungskraft liegt, zu verarbeiten. Der enge Kontakt zu den Jugendlichen und mein Konfirmationsspruch-Spruch (Markus 9, Vers 23 – „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt“) helfen mir dabei, nicht den Mut zu verlieren.

Ich fiebere mit ihnen, wenn ein Examen ansteht, wenn wir doch eine Möglichkeit finden, ein Mädchen nach einer Schwangerschaft mit Winkelzügen und Raffinesse wieder schulisch unterzubringen. Wenn Ziele erreicht, Jobs gefunden und ein eigenständiges Leben beginnen kann, bin ich glücklich. Meine ganz persönlichen exemplarischen Highlights sind: der blinden Hawa eine Perspektive zu geben, Jona und Salehe als Rechtsanwälte zu erleben, Asha und Sabri als Lehrer an der Karambacha Schule, die weltpolitischen Diskussionsrunden mit einigen Schülern während meiner Besuche, die Ausbildung der Zwillinge Sadi und Saidi trotz Null Punkten im Schulabschluss, und zu guter Letzt der Ausspruch von Mwanaidi: „I will fight for my own independant life as a female teacher.“ („Ich will für mein eigenes unabhängiges Leben als Lehrerin kämpfen“) 

Traurig stimmt mich, wenn eine Schülerin, ein Schüler, einfach verschwindet, sie ihre Chance verstreichen lassen. Aber in unserem Land gelingt auch nicht alles, läuft mit Kindern und Jugendlichen auch nicht alles rund. Die Konsequenzen sind hier und dort ähnlich.

Vereinsgründung im Jahr 2011

Im Jahre 2011 erhalten eine Schule, zwanzig Mädchen und Jungen Unterstützung zum Schulbesuch. Das Projekt wächst und wächst, die Aufgaben auch. Das sprengt die Möglichkeiten des Ein-Frau-Projekts. Es bedarf Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Im August 2011 folgt die Gründung des Vereins die-schule-in-afrika e. V. Dadurch gesellen sich wunderbare, hilfsbereite und engagiert Menschen an meine Seite!

Die Bildung von Schulkomitees, Gruppen aus Lehrerinnen, Lehrern, Eltern, den Elternsprechern, engagierten Müttern, dem Schulpatron und dem Amtmann folgen in Tansania. - Jetzt haben wir sehr aktive, kreative Teams, sowohl im globalen Süden als auch hier oben im Norden!

Die Annäherung zwischen Aina und mir findet in Tansania, sehr langsam von Jahr zu Jahr statt, bis ich mich schließlich bei ihr im Haus einniste. Es gibt viele, viele fröhliche Stunden mit gemeinsamem arbeiten, rechnen, beraten, putzen, waschen, singen, kochen und speisen. Wir gehen auf den Markt, besuchen Schüler, reisen zu den verschiedenen Schulen, fahren mit gemieteten Mopeds einschließlich Fahrern in die entlegensten Winkel dieser Region, um mit Schülern oder Schulen ins Gespräch zu kommen, etwas zu klären. 

Die Abende und Nächte füllen wir aus mit Kniffelspielen, einem kühlen Kilimandscharo Bier, extra nur für mich, denn sie ist Muslima und trinkt nicht. Bis tief in die Nacht hinein spielen wir! Oft kommen noch Nachbarn und Schüler hinzu. Unser Johlen, Lachen und Kreischen lockt sie an. 

Aber gelegentlich „kracht“ es auch zwischen uns und es kommt zu Sprüchen wie: was weißt du schon von Afrika! Und ich halte dagegen: und hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass es andere Weg und Möglichkeiten geben kann! Dann ist erst einmal Schweigen angesagt, aber wir haben beide gelernt uns mit der Nord- und Süd-Einstellung auseinander zu setzen, wieder ins Gespräch zu kommen, Lösungen zu finden. Veränderungen brauchen Worte und Zeit!

Am Ende wird gegessen

Diese wunderbare Freundschaft hält seit über einem Jahrzehnt! Sicher spielt die Distanz eine Rolle. Wer jeden Tag Schokolade isst, weiß sie nach einiger Zeit nicht mehr zu schätzen! Wir schätzen unsere Freundschaft, genießen das Zusammensein. Jetzt zu Pandemie-Zeiten vermissen wir einander sehr. WhatsApp Anrufe helfen, aber es ist nicht das gleiche wie für eine gewisse Zeit miteinander zu leben.

Inzwischen zählt es viele Jahre des gemeinsamen Schaffens. Die Expertinnen und Experten der Schulkomitees, der inzwischen vier beteiligten Schulen, sowie ich als Abgeordnete und 1. Vorsitzende des Vereins, die-schule-in-afrika e. V., verabreden uns zu jährlichen Treffen in den Schulen. Es wird Geschaffenes besichtigt, Schäden und Mängel (Schulbücher, Materialien und Gebäude) festgestellt. Durch intensive Gespräche und Diskussionen wird der Dringlichkeitsgrad der einzelnen Bedürfnisse in Relation gesetzt zu den vorhandenen Geldmitteln, bevor das “Go“ gegeben wird.

Es endet immer an jedem Ort, jeder Schule, mit einem wunderbaren, üppigen, gemeinsamen Essen und der Gelegenheit, selbst nach so vielen Jahren immer noch, über die Essgewohnheiten des globalen Südens und des hohen Nordens zu philosophieren! Von großem Gelächter und Kopfschütteln begleitet, zum gefühlt tausenden Mal wird gesagt: was ist das bloß für eine merkwürdige Esskultur da oben bei euch im Norden! Dass, was du auf dem Teller hast, ist bestenfalls ein Happen für eine Maus! Woraufhin ich fröhlich lachend antworte: „Ja und ihr habt nicht nur den Kilimandscharo am Horizont sondern auch auf eurem Teller.“ Unverhohlen freuen und feixen sie über diesen Vergleich. Ich glaube sie lieben dieses kleine immer wiederkehrende Geplänkel sehr. Es ist inzwischen ein liebgewonnenes Ritual. Wenn das nicht mehr stattfindet dann fehlt etwas, und ich glaube, dann muss ich beginnen, mir Sorgen zu machen.

„die-schule-in afrika – Gemeinsam auf den Wogen der Zeit“
Weitere Informationen bei Facebook unter Schule afrika oder bei Hanne Pischke (hapi.eck62@gmail.com, Tel. 0160/97629865)

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Kirche im Norden