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Synode des Kirchenkreises tagte erstmals digital

  • Etwas müde aber zufrieden: Präses Dr. Maike Tesch (links), Propst Sönke Funck (hinten links), Propst Matthias Krüger (hinten rechts) und Vize-Präses Christian Bingel am Ende der ersten digitalen Synodentagung.

Rendsburg – Sichtlich zufrieden zeigte sich Präses Dr. Maike Tesch nach der ersten digitalen Synode des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde am vergangenen Sonnabend. „Gut 70 Synodale, eine lange Tagesordnung mit gewichtigen Themen, dabei kaum technische Probleme oder Verzögerungen: Das ist richtig gut gelaufen!“ Pünktlich um 16 Uhr schloss die erste digitale Tagung der Kirchenkreissynode mit einem Gebet.

Die Synodalen beschlossen während der Tagung, die um 9.30 Uhr startete, das Schutzkonzept des Kirchenkreises zur Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt. Es ist in den vergangenen zwei Jahren von einer Facharbeitsgruppe unter der Leitung von Propst Sönke Funck erarbeitet worden. Der Kirchenkreis folgt mit der Verabschiedung des Schutzkonzeptes einer Vorgabe der Nordkirche, die unter anderem die Entwicklung und Einführung eines solchen Konzeptes gefordert hat. Zuvor änderten die Synodalen die Geschäftsordnung der Synode dahingehend, dass Tagungen künftig generell digital stattfinden können und künftig auch die Unterlagen in digitaler Form vorliegen sollen.

Einen größeren Teil der Tagung nahm das Thema Finanzen ein. Die Auswirkungen der Pandemie führen in Kombination mit der demografischen Entwicklung zu sinkenden Kirchensteuerzahlungen. Die für 2020 befürchteten Mindereinnahmen blieben aus, sodass der Kirchenkreis die für 2021 erwartete Finanzlücke stärker ausgleichen kann als ursprünglich geplant, weil die dafür vorgesehene Rücklage im Haushaltsjahr 2020 nicht verwendet wurde. Das entschieden die Synodalen einstimmig. Um auch mittel- bis langfristig mit weniger werdenden Mitteln das Evangelium weiter verkündigen zu können, arbeitet seit Dezember 2020 eine Steuerungsgruppe am Transformationsprozess.

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe überdenken alle Arbeitsbereiche in Hinblick auf Inhalt und Finanzierung und ordnen sie gegebenenfalls neu. Das daraus resultierende Strategiepapier wird dann der Synode vorgelegt. Sechs Schwerpunkte inhaltlicher Arbeit hat die Gruppe bereits festgehalten: Pastorale Versorgung/Gottesdienste, Kirchenmusik, Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Konfirmand*innen, Kita-Arbeit, Theologische Bildungsarbeit, Diakonische Arbeit. Nach ersten Beteiligungsrunden mit Ehren- und Hauptamtlichen aus den Kirchengemeinderäten und der Synode hat sich die Steuerungsgruppe zunächst der Kirchenmusik gewidmet und Vorschläge zur Neustrukturierung dieses Arbeitsbereiches verfasst. Diese stellte Propst Krüger der Synode vor.

Propst Sönke Funck erläuterte einen Antrag der Kirchengemeinden Altenholz und Schilksee-Strande, die künftig eine eigene Region bilden werden - die Region „Dänischer Wohld II“ . Das begründet sich in einer stärkeren inhaltlichen Kooperation mit zwei Kirchengemeinden aus dem benachbarten Kirchenkreis Altholstein. Dem Antrag stimmte die Synode mehrheitlich zu, ebenso wie den daraus resultierenden notwendigen Anpassungen am Pfarrstellenrahmenplan.

Weiterhin wurden vier Kirchenkreispfarrstellen umgewidmet und bieten künftig einen größeren Handlungsspielraum, wenn es um die Residenzpflicht von Pastorinnen und Pastoren vor dem Eintritt in den Ruhestand oder aber Stellenangebote für Nachwuchs-Pastorinnen und Pastoren geht. Die Synode billigte zudem nachträglich zwei Kita-Haushalte und bestätigte eine Aufstockung des Personals im Fachbereich Kita zur Kenntnis. Diese war nötig geworden, weil mittlerweile 15 Kindertagesstätten in der Trägerschaft des Kirchenkreises sind.

Die Synodalen hörten außerdem einen kurzen Bericht über die Arbeit der Landessynode von Nadine Heynen und je einen Bericht der Pröpste aus den jeweiligen Propsteien.

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